Begabt - die Gleichung eines Lebens - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.11.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 101 min

Begabt - die Gleichung eines Lebens Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der alleinstehende Frank Adler (Chris Evans) hat die Vaterrolle für seine aufgeweckte kleine Nichte Mary (McKenna Grace) übernommen und lebt mit ihr in einem Küstenstädtchen in Florida. Mary ist hochbegabt, doch Frank setzt alles daran, ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Dennoch bleibt das mathematische Talent der Siebenjährigen nicht unbemerkt, und so taucht eines Tages Franks herrische Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) auf. Die Pläne der wohlhabenden Bostonerin für ihre Enkelin drohen Frank und Mary auseinander zu reißen. Als die familiären Spannungen zunehmen, bekommen Onkel und Nichte jedoch Unterstützung von ihrer resoluten Vermieterin und besten Freundin Roberta (Octavia Spencer) - und von Marys Lehrerin Bonnie (Jenny Slate), die sich in ihrer Fürsorge für ihre hochbegabte Schülerin auch Marys attraktivem Onkel annähert.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Tonformate:
Englisch DTS-HD-MA 7.1
Deutsch DTS 5.1
Französisch DTS 5.1
Italienisch DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Promo-Clips
- Am Drehort: Begabt
- Galerie
- Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Begabt - die Gleichung eines Lebens

Blu-ray
Begabt - die Gleichung eines Lebens Begabt - die Gleichung eines Lebens
Blu-ray Start:
23.11.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Begabt - die Gleichung eines Lebens Begabt - die Gleichung eines Lebens
DVD Start:
23.11.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 97 min.

Blu-ray Kritik - Begabt - die Gleichung eines Lebens

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Sicher, „Begabt“ mag nicht der komplexeste oder herausforderndste Film sein, aber ganz sicher hat er sein Herz am rechten Fleck. Doch nicht nur das, Marc Webbs Rückkehr zu kleineren, menschlicheren Dramen nach den Ausflügen ins Blockbuster-Metier mit den beiden „Amazing Spider-Man“-Filmen, erweist sich als stark erzählter und gespielter Film, der wirklich berührt. Darüber hinaus erfreut diese Geschichte über ein siebenjähriges Wunderkind, über dessen Sorgerecht gestritten wird, mit einer gewissen Leichtigkeit, die verhindert, dass sich dieser Film je zu sentimental oder gar kitschig anfühlt.

Chris Evans und Mckenna Grace
Chris Evans und Mckenna Grace © 20th Century Fox Home Entertainment
Besagte Siebenjährige ist Mary Adler (McKenna Grace), die nach dem Selbstmord ihrer Mutter noch als Baby ihrem Onkel Frank (Chis Evans) anvertraut wurde, der sich seit dem als alleiniger Erziehungsberechtigter um sie kümmert. Marys Mutter war einst eine hochbegabte Mathematikerin, so fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, denn auch Mary erweist sich schon in ihren jungen Jahren als auffälliges Rechengenie. Das ist auch Frank nicht entgangen, der sich nach seinem prestigeträchtigen Job als Philosophie-Professor von Massachusetts nach Florida zurückgezogen hat, um dort Boote zu reparieren. Er versucht Mary ein Aufwachsen als normales Kind zu ermöglichen, genau das, was seiner Schwester einst von ihrer gemeinsamen Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) verwehrt blieb. Evelyn, die seit jeher ein angespanntes Verhältnis zu ihrem Sohn hat, trieb ihre Tochter nämlich einst mit aller Gewalt dazu, ihre Hochbegabung zu nutzen und für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten Opfer zu bringen.

Dasselbe Schicksal möchte Frank Mary ersparen, weshalb er darauf besteht, dass sie in eine ganz normale Schule geht. Schnell zeigt sich Mary dort allerdings enorm unterfordert und vom Lehrmaterial gelangweilt, was erwartungsgemäß für Aufmerksamkeit bei ihrer Lehrerin Bonnie (Jenny Slate) und schließlich der Schuldirektorin Gloria (Elizabeth Marvel) sorgt. Gloria würde gar für ein Stipendium an einer Hochbegabtenschule sorgen, doch Frank lehnt das Angebot dankend ab. Das ruft nun Evelyn auf den Plan, die fortan alle Hebel in Bewegung setzt, um ihrem Sohn das Sorgerecht abzunehmen und Mary im Feld der Mathematik zu fördern.

Octavia Spencer und Chris Evans
Octavia Spencer und Chris Evans © 20th Century Fox Home Entertainment
Die Beziehung zwischen dem fürsorglichen, durchweg aufrichtigen und geerdeten Frank, der seine eigene offensichtlich vorhandene Intelligenz nicht in den Vordergrund stellt und der erstaunlich geistreichen und gerne mal etwas respektlosen und anti-autoritären Mary ist glaubwürdig und spielerisch in Szene gesetzt. Chris Evans erweist sich hier als mustergültige Idealbesetzung, die dem Captain America-Mimen endlich nochmal Gelegenheit gibt auch außerhalb des Marvel Universums sein Können zu beweisen. Doch tatsächlich ist dieser Part gar nicht mal allzu weit von Steve Rogers entfernt, denn Frank erweist sich sozusagen als glaubhafter und überzeugter Held des Alltags. McKenna Grace ist zudem eine echte Entdeckung, die ihren Part lebendig, nachvollziehbar und vor allem mit großer Natürlichkeit ausfüllt. Trotz ihrer Neunmalklugheit und ihrer Hochbegabung schimmert hier immer noch ein ganz normales verspieltes Kind durch, das ganz normalen Bedürfnissen nachgehen will.

So wird hier eine starke Basis etabliert, die „Begabt“ zu einem berührenden und ergreifenden Film macht, dem man als Zuschauer gerne folgt, auch wenn er sicher gerade gegen Ende gewissermaßen vorhersehbar bleibt. Doch nach und nach offenbaren Webb und Drehbuchautor Tom Flynn weitere Dimensionen und Hintergründe der Familie, die immer gewisses Überraschungspotential bieten. Hinzu kommt noch eine gute Riege aus Nebendarstellern, allen voran die zum Niederknien charmante Jenny Slate, die schließlich auch eine kleine, aber feine romantische Beziehung zu Frank und dabei mit Evans eine spürbare Chemie aufbaut. Auch die immer gern gesehene Octavia Spencer gefällt als Franks resolute Nachbarin Roberta, die so etwas wie Marys beste Freundin ist.

Chris Evans und Mckenna Grace
Chris Evans und Mckenna Grace © 20th Century Fox Home Entertainment
Wenn der Film einen Bösewicht hat, dann ist es die von der britischen Charakterdarstellerin Lindsay Duncan gespielte Eiskönigin Evelyn. Trotz deutlichen Akzents, der sie alleine schon wie ein Fiesling dastehen lässt, gelingt es Duncan ihrer streng angelegten Rolle ausreichend Komplexität zu geben, dass man auch ihre Motivation durchaus nachvollziehen kann. Hinzu kommt, dass die Beziehung zu ihrem Sohn zwar angespannt ist und man deutlich unterschiedliche Auffassungen hat, sich aber nicht hasst.

So entwickelt sich „Begabt“ schließlich zu einem Gerichtsdrama à la „Kramer gegen Kramer“, das zwar formelhafter als der Rest des Films wirkt, aber dennoch dank der starken Darsteller effektiv berührt. So überwiegt hier am Ende der Eindruck eines sehr menschlichen und warmherzigen Films, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch erfüllend ist.

Jenny Slate und Chris Evans
Jenny Slate und Chris Evans © 20th Century Fox Home Entertainment
Bild
Passend zum Film dominieren beim Bild warme, gesättigte und angenehme Farben, die zudem durch eine feinkörnige Filmtextur angereichert werden. So erweist sich der Bildeindruck als sehr natürlich und sehr hübsch anzusehen. Schärfe- und Detaillevels sind ebenfalls auf einem durchweg hohen Level, nur in wenigen dunkleren Innenaufnahmen fallen diese ein wenig ab. Ebenso schwächelt hier auch der Kontrast leicht, der ansonsten ebenfalls auf hohem Niveau ist. Der sehr schön anzusehende und hochwertige Bildeindruck wird so aber nie geschmälert, viel mehr wirkt der Film so nur noch natürlicher.

Ton
Bei der akustischen Umsetzung von „Begabt“ dominieren frontbasiert abgemischte Dialoge, die mit bester Klarheit und Verständlichkeit ertönen. Über den gesamten Filmverlauf verteilen sich zudem atmosphärische Geräusche auf die Surround-Kanäle, sodass auch ein wenig Atmosphäre aufkommt.

Extras
Neben einer Handvoll entfallener Szenen bietet die Blu-ray eine sowohl manuell durchklickbare, als auch automatisch abspielbare Bildergalerie, den Kinotrailer und eine sehr kurze Promo-Featurette über den Drehort Savannah in Georgia. Etwas substantieller wird es dann bei den Promo-Clips, wo ein knapp viertelstündiges HBO Making noch die meisten Einblicke in die Produktion liefert. Die restlichen Kurz-Featurettes bieten dann leider viel Redundanz.
Entfallene Szenen (08:13 Min.)
Promo-Clips (Begabt: HBO First Look (13:32 Min.), Story (02:08 Min.), Eine vollendete Besetzung (02:06 Min.), Innerhalb der Gleichung (01:37 Min.), Marcs Methode (01:27 Min.))
Am Drehort: Gifted (01:57 Min.)
Galerie (02:05 Min.)
Original Kinotrailer (02:29 Min.)


Fazit:
Ein berührender, menschlicher und angenehm kitschfreier Mix aus „Good Will Hunting“, „Das Wunderkind Tate“ und „Kramer gegen Kramer“, das durch nicht ganz unvorhersehbare, aber dennoch packende Erzählung und starke Darsteller gefällt.

by Florian Hoffmann
Bilder © 20th Century Fox Home Entertainment