Beast - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.10.2019
Digital VoD: 25.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min

Beast Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

"Wer ist das Biest?" fragt sich die 27-jährige Moll. Die junge Frau, die ein behütetes Mittelklasseleben auf der reichen Insel Jersey führt, oder der Einzelgänger Pascal, in den sich Moll verliebt? Der mysteriöse Außenseiter könnte für sie der Ausweg aus der Überfürsorglichkeit ihrer Familie sein, an der Moll langsam zu ersticken droht. Aber kann sie Pascal trauen? Auf Jersey geht ein Serienmörder um und Pascal wird schnell zum Hauptverdächtigen. Hinter der wunderschönen und gleichzeitig unberechenbar rauen Fassade der Kanalinsel schlummern dunkle Geheimnisse, die nicht nur Molls Liebe zu Pascal in Gefahr bringen, sondern auch an Molls Unschuld zweifeln lassen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / MFA+cinema
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer
- Wendecover

DVD und Blu-ray | Beast

Blu-ray
Beast Beast
Blu-ray Start:
25.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Beast Beast
DVD Start:
25.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

Blu-ray Kritik - Beast

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Eine Frage… Was ist das schrecklichste Monster der Filmgeschichte? Der Xenomorph aus Alien? Der Predator aus dem gleichnamigen Film? Dracula in all seinen Interpretationen? Sind es Werwölfe oder etwa reale Wesen wie der weiße Hai? Alles gute Antworten, doch ist wohl keine davon korrekt. Das furchterregendste Monster ist das, das in uns allen steckt. Es ist der Mensch, bzw. treffender formuliert, die Düsternis, der Abgrund, der sich im Mensch verbirgt. Dieses Monster schlummert in uns allen, und stellt uns vor die Frage, wie stark es in uns selbst und unserem gegenüber ist. Es könnte jeder sein, sogar wir selbst. Genau mit dieser Grundthematik beschäftigt sich der britische Film „Beast“ und wird so zu einem höchst interessanten, aber auch verstörenden Werk.

Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn)
Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn) © MFA+cinema
Moll (Jessie Buckley) lebt als Erwachsene noch immer isoliert im Haus ihrer Eltern. Da ihre dominante Mutter (Geraldine James) ihr kaum ein eigenes Leben erlaubt, ist sie in ihrer Freizeit meist dazu gezwungen sich, um ihren dementen Vater zu kümmern. Umgeben von Unterdrückung, ihrer eigenen Depression, sowie der Oberflächlichkeit ihres Umfeldes sehnt sie sich nach Veränderung. Diese erscheint eines Tages in Form des charismatischen und attraktiven Pascal (Johnny Flynn). Doch als dieser in Zusammenhang mit einigen brutalen Morden gestellt wird, droht das neu gewonnene Paradies zu zerbrechen. Schließlich wird nicht nur Pascals, sondern auch zunehmend Molls Unschuld in Frage gestellt. So werden sie vor die Frage gestellt, wer nun eigentlich das Biest ist…

Und gerade diese Thematik gibt dem Film ein Alleinstellungsmerkmal und erlaubt es viele Klischees zu umgehen. Mit zunehmender Laufzeit wird dem Zuschauer, die Frage ob Pascal in Wahrheit der gesuchte Serienmörder ist, immer weniger wichtig, man will die beiden viel mehr am Ende gemeinsam in den Sonnenuntergang fahren sehen. Hier handelt es sich um keine konventionelle Krimigeschichte, deren Ziel es ist den Verbrecher zu fangen. Molls Umstände und ihre Depression werden dem Publikum derartig detailliert bis zu dem Punkt dargestellt, dass man jedes Leid, jeden Schmerz selbst mitempfindet, bis schließlich die mögliche Erlösung in Gestalt des rebellischen Pascal in ihr Leben tritt. Er repräsentiert alles, was Moll in ihrem Leben vermissen lässt, während sich der Film genügend Zeit lässt, dies dem Zuschauer auch glaubhaft zu zeigen.

Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn)
Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn) © MFA+cinema
Hier sticht in vielen Momenten die intelligente Kameraführung heraus, die immer durch fein ausgewählte Einstellungen, die Emotionen hochkochen lässt. Auch hier zieht der Film einen in die Fußstapfen Molls, so fühlt man sich auch durch die hervorragend eingesetzte Musik ebenso frei und glücklich wie sie selbst, oder genauso eingesperrt im eigenen Leben. So wird im Umkehrschluss durch die Erzählperspektive viel der Spannung gezogen, die diesen Film über seine gesamte Laufzeit zu einem mitreißenden und intensiven Werk macht. Bis sich diese in einem ebenso komplexen, wie zutiefst verstörenden Ende entlädt, ist keine einzige Sekunde der Langeweile verstrichen. Dieses lässt sogar aufgrund der subtilen Charakterentwicklung das gesamte bisherige Geschehen, gerade in Bezug auf Moll und das Verhalten ihrer Mutter, in einem neuen Licht erscheinen.

Facettenreich von Flynn und Buckley verkörpert entsteht hier eine erschreckend realistische Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. Gerade das großartige Schauspiel haucht diesen beschädigten Figuren erst Leben ein. So erhalten beide eine Menschlichkeit und Verletzlichkeit, die von Anfang bis Ende fasziniert.

Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn)
Moll (Jessie Buckley) und Pascal (Johnny Flynn) © MFA+cinema
Bild:
Die wunderschöne und doch bedrückende Optik der gesamten Insel wird in für die Blu-ray gewohnt scharfen Bildern detailliert auf den Fernseher transportiert. Doch auch die zahlreichen intimeren Nahaufnahmen wissen durch die gelungene Beleuchtung stets zu überzeugen.

Ton:
Der stimmungsvolle Soundtrack passt sich stets perfekt in das Geschehen und die unterschwelligen Gefühle der Figuren an. Passend abgemischt mit den Dialogen ergibt sich hier ein äußerst stimmiges Erlebnis.

Extras:
Leider gibt es abgesehen von einigen Trailern keinerlei Zusatzmaterial.


Fazit:
Als eine ebenso faszinierende wie verstörende Geschichte über das Monster im Menschen, brilliert der Film zusätzlich durch seine mitreißende Inszenierung, sowie zwei groß aufspielenden Darstellern, deren Liebesbeziehung auch lange Zeit nach dem Film zum grübeln anregt.

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by Sebastian Stegbauer
Bilder © Alive / MFA+cinema




Beast - Trailer