Beach Bum - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.08.2019
Digital VoD: 01.08.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min

Beach Bum Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Moondog (Matthew McConaughey) ist ein Lebenskünstler, wie er im Buche steht – ein vom Genie geküsster Poet, der seine Existenz in den entspannten Keys von Florida nur den Drogen und den Frauen widmet. Zu seinem Glück liebt seine schöne und wohlhabende Frau Minnie (Isla Fisher) ihren Moondog genau deshalb. Bis ein tragischer Unfall Minnie aus dem Leben reißt: In ihrem letzten Willen erklärt sie, dass Moondog seinen Anteil am stattlichen Erbe nur dann erhalten kann, wenn er sein seit Jahren geplantes neues Buch endlich vollendet. Startschuss für eine aberwitzige Suche nach Inspiration, die unseren Helden die verrücktesten Dinge erleben und schrägsten Typen treffen lässt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Interviews

DVD und Blu-ray | Beach Bum

Blu-ray
Beach Bum Beach Bum
Blu-ray Start:
01.08.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Beach Bum Beach Bum
DVD Start:
01.08.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

Blu-ray Kritik - Beach Bum

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Seit der Entstehung des Films im Jahre 1895 entwickeln sich die Sehgewohnheiten der Zuschauer. Während den Menschen früher „Arbeiter verlassen die Lumière-Werke“ (der Titel beschreibt den Kurzfilm perfekt) bereits ein Gang ins Kino wert war, hat das moderne Publikum andere Anforderungen. So kristallisierten sich im Laufe der Zeit gewisse Regeln des Drehbuchschreibens heraus, die die Mehrzahl der Kinogänger zwar nicht wahrnimmt, die vertrauten Strukturen unterbewusst aber erwartet. So entwickeln sich diese Konventionen auch weiter, was wiederum die Sehgewohnheiten beeinflusst. So gelten Filme wie „Star Wars: Die letzten Jedi“, die jene absichtlich untergraben oftmals als umstritten. Das künstlerische Talent dahinter ist aber z.T. nicht abzustreiten, so gelten jene Projekte oft als mutig. Hingegen entstehen schlechte Filme oft, wenn diese Regeln zu klammhaft befolgt werden oder durch Unwissenheit und Unfähigkeit zu sehr ignoriert werden. „Beach Bum“ ordnet sich eindeutig in die Kategorie Film ein, die bewusst Konventionen ignoriert. So ist es ein schwieriger, aber auch mutiger Film, da er sich kein bisschen um jene etablierten Gewohnheiten kümmert, wodurch Teile des Publikums ihn für erfrischend befinden dürften, andere jedoch als zu ungewöhnlich.

Matthew McConaughey in Beach Bum
Matthew McConaughey in Beach Bum © Constantin Film
Der eigentlich äußerst talentierte Schriftsteller Moondog (Mathew McConaughey) widmet seine Zeit fast ausschließlich den Drogen, Alkohol und Frauen. So ist er mit seiner attraktiven und wohlhabenden Frau Minnie (Isla Fisher) mehr oder weniger in einer offenen Ehe. Ohne Kummer und Sorgen lebt er glücklich von einem Tag in den anderen, bis seine Frau bei einem Unfall ums Leben kommt. In ihrem Testament legt sie fest, dass Moondog nur sein Erbe erhält, wenn er endlich sein seit vielen Jahren geplantes Buch beendet und so sein Talent nicht weiter verschwendet. Folglich begibt er sich auf eine Reise nach Inspiration, auf der er alte wie neue Freunde trifft und gemeinsam mit ihnen zahlreiche Abenteuer erlebt …

Tatsächlich stellt es sich als beinahe unmöglich heraus die „Handlung“ von „Beach Bum“ sinnvoll zusammen zu fassen, da man hier keineswegs von einer kohärenten Erzählung sprechen kann, was gleichzeitig den größten Bruch mit gängigen Konventionen darstellt. Kaum eine der Szenen ergibt sich sinnvoll aus vorherigen. Vielmehr tastet man sich durch die episodenhafte Struktur von einer abstrusen Situation zur Nächsten. Eine schlüssige Dramaturgie entsteht dadurch zu keiner Sekunde. Tatsächlich bemüht sich der Regisseur und Drehbuchautor Harmony Korine nicht einmal einen roten Faden zu etablieren. Das kann den Zuschauer derart irritieren und auch nerven, dass er den Film vollkommen ablehnt. Schließlich sind gewisse Regeln des Drehbuchschreibens etabliert, da sie für eine rundere Erzählung sorgen. Allerdings verkennt man dann diesen Film für das, was er ist. Denn hier wird einem eine Aneinanderreihung irrsinnig witziger Situationen geboten, die einen einzigartigen, kreativen Humor aufweisen, den man im Einheitsbrei des modernen Blockbusterkinos vergebens sucht. Wie gesagt, das Untergraben der Sehgewohnheiten stößt die eine Zuschauerschaft vor den Kopf und holt parallel die andere aus dem gleichen Grund ab.

Snoop Dog in Beach Bum
Snoop Dog in Beach Bum © Constantin Film
Unbestreitbar jedoch ist die visuelle Qualität des Films. Passend zum Lebensstil der Figur hebt die Kameraführung jederzeit die schönen Seiten des Lebens hervor. Moondog selbst wäre begeistert. In den richtigen Momenten erzeugt die Kamera einen Sog, indem sie Hauptdarsteller und die schönen Locations ohne unnötigen Schnitt filmt und so die eigentliche Aussage des Films perfekt einfängt: Hab Spaß und genieß dein Leben! So ist beinahe jede Einstellung bis zum Rand gefüllt mit Farben, die oftmals wunderbar als Kontrast zur Schwärze der Nacht funktionieren. Die Intensität von Moondogs Drogenräuschen wird dadurch beeindruckend eingefangen. Unterstützt wird all dies durch fein ausgewählte, atmosphärische Lieder. Dazu gesellt sich noch McConaugheys großartiges Schauspiel, welches der Hauptfigur und so dem Film erst wirklich leben einhaucht. Tatsächlich wird dieser dadurch erst getragen, da viele der unterhaltsamen Nebenfiguren so unmotiviert und schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Der episodenhafte Charakter des Films wird dadurch nur unterstützt. Letztlich findet jedes Schauspiel nur auf einer Note statt, was aber den abstrusen Figuren tatsächlich keinen Abbruch tut. Für Tiefgang bei Charakterisierungen und beim Geschehen bleibt hier keine Zeit. So handelt das Drehbuch auf Kosten der Unterhaltung auch in diesen Elementen bewusst gegen Formeln.

Isla Fisher und Stefania LaVie in Beach Bum
Isla Fisher und Stefania LaVie in Beach Bum © Constantin Film
Bild:
Das Gefühl von Moondogs Leben wird durch farbenfrohe und kontrastreiche Einstellungen treffend transportiert. Die detaillierten Bilder werden jederzeit in für Blu-Rays gewohnt hoher Auflösung dargestellt.

Ton:
Sowohl die Dialoge/ Monologe, wie auch der stimmige Soundtrack sind jederzeit verständlich. Generell ist die gesamte Akustik hervorragend abgemischt. Dass das DTS-HD hier hervorragend seine Funktion erfüllt, bringt dem Publikum Moondogs Welt noch einmal näher.

Extras:
Auf der Blu-ray befinden sich insgesamt 18 min Interviews mit dem Regisseur sowie einigen Zuschauern, um Einblick in die Herangehensweise an den Film zu geben. Zudem sind 5 min Trailer zu finden.


Fazit:
„Beach Bum“ ist genauso ungewöhnlich, wie erfrischend und kreativ. Wer sich darauf einlassen kann, bekommt einen der unterhaltsamsten Filme aus dem Jahr 2019. Alle anderen dürften nur genervt sein.

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by Sebastian Stegbauer
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film




Beach Bum - Trailer