Barry Seal - Only in America - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min

Barry Seal - Only in America Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Anfang der 80er Jahre hält sich der sympathische Draufgänger Barry (Tom Cruise) durch raffinierte Schmuggeleien neben seinem Job als Pilot gut über Wasser.
Kompliziert wird es, als er zu seiner eigenen Überraschung von der CIA rekrutiert wird, um an verdeckten Operationen in Südamerika mitzuarbeiten.
Schnell stellt Barry fest, dass sich auch mit der Gegenseite durchaus lukrative Geschäfte machen lassen. Schon bald verstrickt er sich immer tiefer in dubiose Machenschaften zwischen CIA, FBI, Guerrilla-Kämpfern in Nicaragua und dem kolumbianische Kartell um Pablo Escobar. Ein irrwitziges Abenteuer als Waffenschmuggler, Drogenhändler und verdeckter CIA-Agent beginnt, das Barry zu einem der reichsten Männer der USA macht. Doch wohin mit dem ganzen Geld?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
D, GB: DTS:X
GB: DTS Headphone:X
FR, IT, ES: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel:
D, GB, FR, IT, ES, PT, DA, NL, FI, NO, SV, IS, AR, ZH, HI
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Unveröffentlichte Szenen mit Audiokommentar von Regisseur Doug Liman
Amerikanische Geschichtenerzähler
Cruise & Liman: Ein Gespräch
Hinter den Kulissen
Der Dreh von BARRY SEAL – ONLY IN AMERICA
Hoch oben
Der echte Barry Seal

DVD und Blu-ray | Barry Seal - Only in America

Blu-ray
Barry Seal - Only in America Barry Seal - Only in America
Blu-ray Start:
11.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
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DVD
Barry Seal - Only in America Barry Seal - Only in America
DVD Start:
11.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

Blu-ray Kritik - Barry Seal - Only in America

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Eigentlich muss man sich wundern weshalb Hollywood erst jetzt auf die Idee kam, die Geschichte rund um Barry Seal auf die Kinoleinwände zu bringen. Nach so einer Story würde sich jeder Drehbuchautor die Finger lecken und auch wenn es kaum vorstellbar ist: Sie ist komplett wahr. Als Kurier schmuggelte Seal von 1978 bis 1986 abwechselnd im Dienste der amerikanischen Regierung und Pablo Esobars Medellin Kartell Waffen und Drogen zwischen Kolumbien und den vereinigten Staaten, verdiente sich ein goldenes Näschen und wurde trotz handfester Beweise gerade mal zu 1000 Sozialstunden verurteilt. Diese Geschichte ist derart kurios, dass Sie letztendlich auch als pervertierte Version des amerikanischen Traums durchgeht – Vom Tellerwäscher zum Millionär. Doug Liman (Edge of Tomorrow, Die Bourne Identität) inszeniert Seals Geschichte als überdrehtes Abenteuer-Kino im Doku-Stil und hat mit Tom Cruise als All-American-Star einen exzellenten Hauptdarsteller an seiner Seite. Beide schöpfen aus dem Vollen und so schafft es „Barry Seal – Only in America“ zugleich für erstauntes Kopfschütteln, als auch für jede Menge Spaß zu sorgen.

Tom Cruise spielt Barry Seal
Tom Cruise spielt Barry Seal © Universal Pictures
Story
Als jüngster Pilot in der Geschichte von TWA, gilt Barry Seal als Flieger-Ass und Tausendsasa. Ende der 1970er Jahre beginnt Seal sich allerdings zu langweilen, der Job ist monoton und auch zu Hause fällt er nur noch schlafend ins Bett. Hin und wieder schmuggelt er kubanische Zigarren in die vereinigten Staaten, doch als ein Mitarbeiter der CIA (Domhnall Gleeson) ihn darauf anspricht, erhält Seal entgegen aller Erwartungen ein lukratives Job-Angebot: Im Dienste der USA soll er ihn Südamerika Luftfotos für den Geheimdienst schießen, Waffen an die Rebellen in Nicaragua liefen und auch einige Rebellen zu Trainingszwecken mit in die USA zurückbringen. Das Ganze bleibt in Kolumbien nicht lange unbemerkt und so nimmt Pablo Escobar – Kopf des Medellin Kartells – Kontakt zu Seal auf. Fortan fliegt Seal nicht mehr nur im Dienste der Regierung, sondern schmuggelt auf dem Rückweg tonnenweise Kokain für Escobar in die USA. Seal verdient mehr Geld als er jemals ausgeben kann und steht irgendwann tatsächlich vor dem Problem, dass er nicht mehr weiß wo er das ganze Geld unterbekommen soll. Gleichzeitig bekommt die Regierung Wind von seinen Machenschaften und auch das Medellin Kartell verlangt immer mehr und größere Lieferungen. Die Schlinge zieht sich immer fester zu und Seal sucht nach einem Ausweg…

Barry (Tom Cruise) und Lucy Seal Sarah Wright
Barry (Tom Cruise) und Lucy Seal Sarah Wright © Universal Pictures
Kritik
„Barry Seal – Only in America“ ist nach Edge of Tomorrow bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur Doug Liman und Tom Cruise. Und dieses Gespann trägt Früchte, so hat Liman nach wie vor ein exzellentes Auge für Inszenierung, während Tom Cruise in seinen 50ern immer noch die Aura eines Superstars mitbringt und einen Blockbuster komplett alleine stemmen kann. Die Inszenierung ist auch das herausstechende Merkmal von Barry Seal, das Tempo ist extrem hoch und alles wirkt leicht überdreht. Dazu gesellt sich ein Look, der eher an einen Dokumentarfilm als einen großen Hollywood-Film erinnert. Viele Szenen wurden mit einen Digitalkamera gedreht, wodurch die Atmosphäre deutlich gesteigert wird. Zum Glück verzichtet Liman dabei aber auf einen wackeligen Stil, der schon so einige Filme zum hektischen durcheinander verkommen ließ. Mit 50 Millionen Dollar war das Budget für den Film tatsächlich eher gering, für einen Tom Cruise Film fast schon eine Klein-Produktion, das merkt man dem Film aber zum Glück zu keinem Zeitpunkt an. Das liegt sicher daran, dass Liman auf Actionszenen nahezu komplett verzichtet. Einzig allein die Landung von Seals Propellermaschine mitten im beschaulichen Mena stellt hier eine Ausnahme dar.

Der Film umfasst ca. 10 Jahre aus dem Leben von Seal, vom gelangweilten Piloten zum waschechten Drogen-Millionär. Dabei behält der Film durch die Bank einen lockeren Ton und bleibt mehr Abenteuer- als Charakter-Kino oder Biographie. Dies tut dem Film sehr gut, denn die Geschichte ist dermaßen abgedreht, dass es die einzig logische Entscheidung war. Der Film porträtiert das komplette Versagen des amerikanischen Staatsapparats, spiegelt die Machenschaften der Regierung wieder und zeigt im Grunde einen von der Regierung finanzierten Drogenschmuggel. Das Ganze wird immer wieder schön durch geografische Karten dargestellt, die Seals berüchtigte Route: USA-Nicaragua-Kolumbien zeigen. Durch die flotte Inszenierung, die stellenweise stark an Scorsese und dessen Werke erinnert bleiben kaum Ruhephasen, dennoch gesellen sich einige wenige Längen in den Film. Eine kleine Kürzung hätte dem 115 Minuten langen Film nicht geschadet.

Barry Seal in Kolumbien
Barry Seal in Kolumbien © Universal Pictures
In Sachen Darsteller ist Barry Seal durch und durch ein Tom Cruise-Vehikel. Der US-Star trägt den kompletten Film und nahezu alle Szenen drehen sich um ihn. Auch wenn der echte Barry Seal optisch wenig mit Tom Cruise gemein hat, ist ihm die Rolle auf den Leib geschnitten. Mit seinem gewinnenden Lächeln nimmt man Cruise die Rolle jederzeit ab. Auch alle weiteren Darsteller überzeugen, allen voran Domhnall Gleeson also junges CIA-Karriere-Tier. Er verliert nach und nach die Kontrolle über Seak und steckt zwischen Ehrgeiz und Wohlwollen fest. Auch Sarah Wright als Seals Ehefrau spielt stark auf. Sie weiß um die Machenschaften Ihres Ehegatten Bescheid, nimmt diese aber gerne für ein Leben in Luxus in Kauf.

Bild:
Die Blu-ray von „Barry Seal – Only in America“ glänzt mit einem sehr guten Bild, besonders die Schärfe und Farbsättigung sticht heraus. Durch den Dokumentar-Stil und die Nutzung einer Digitalkamera in Verbindung mit 1080p kommt der Soap-Effekt, also ein gewisser „billig“-TV-Serien-Look, allerdings verstärkt zur Geltung. Bildrauschen oder sonstige Schwächen sucht man aber vergebens.

Ton:
Tontechnisch liefert die Blu-ray ein sehr gutes Ergebnis. In den Sprachen Deutsch und Englisch wird 3D-Sound in Form von DTS:X geliefert, weitere Sprachen wie französisch, italienisch und spanisch in Dolby Digital 5.1. Der Sound ist sehr gut abgemischt, Stimmen sind klar und verständlich und auch die Höhen und Tiefen stimmen. Der Score des Films ist allerdings sehr unscheinbar.

Monty 'Schafer' (Domhnall Gleeson) und Barry (Tom Cruise)
Monty 'Schafer' (Domhnall Gleeson) und Barry (Tom Cruise) © Universal Pictures
Extras:
Neben den üblichen Kinotrailern und entfallenen Szenen bietet die Blu-ray noch einige weitere Extras. Auch ein klassisches Making-Of ist enthalten, welches allerdings recht kurz ausfällt. Hintergrundinformationen zum echten Barry Seal finden sich ebenfalls auf der Blu-ray. Insgesamt gehen die Extras in Ordnung, fallen aber zu kurz aus.
Hier eine Übersicht:
Trailer
Entfallene Szenen inkl. Audiokommentar von Regisseur Doug Liman (6 Stück)
Amerikanische Geschichtenzähler (7 min.)
Cruise & Liman – Ein Gespräch (5 min.)
Hinter den Kulissen (6 min.)
Der Dreh von Barry Seal – Only in America (4 min.)
Hoch oben (5 min.)
Der echte Barry Seal (6 min.)


Fazit:
Eine dermaßen unglaubliche Geschichte verdient eine adäquate Verfilmung. Regisseur Doug Liman und Tom Cruise inszenieren einen temporeichen Abenteuer-Film, der Seals Geschichte nicht nur inhaltlich korrekt wiedergibt, sondern auch extrem unterhaltsam ist.

by Maximilian Rudle
Bilder © Universal Pictures