Automata - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min

Automata Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

2044: Es leben nur noch 21 Mio. Menschen auf der Erde. Weite Teile der Oberfläche sind radioaktiv verseucht und verwüstet. Um zu überleben, ist die Menschheit auf die Hilfe von Robotern angewiesen. Doch als immer mehr Androiden entgegen ihrer Programmierung ein Eigenleben entwickeln, nimmt Jacq Vaucan (Antonio Banderas), Versicherungsagent des Herstellers, die Ermittlungen auf. Schon bald gerät er selber in den Mittelpunkt der Untersuchung und entdeckt er ein Geheimnis, das die menschliche Existenz in Frage stellt.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Automata

DVD und Blu-ray | Automata

Blu-ray
Automata Automata
Blu-ray Start:
28.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Automata Automata
DVD Start:
28.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

Blu-ray Kritik - Automata

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Der Science-Fiction-Film von Regisseur Gabe Ibáñez (Hierro - Insel der Angst) wurde in einem Filmstudio in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gedreht und hatte ein Budget von 15 Millionen Dollar zur Verfügung. Er ist das letzte Werk des am 25. Dezember 2014 verstorbenen David Ryall (Quartett, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1, City of Ember - Flucht aus der Dunkelheit), der hier in einer Nebenrolle zu sehen ist und diese überzeugend verkörpert.

Im Jahr 2044 haben verstärkte Sonnenstürme die Menschheit um 99 Prozent auf 21 Millionen reduziert und die Erdoberfläche in eine radioaktive Wüste verwandelt. Atmosphärische Störungen haben die meisten terrestrischen Kommunikationssysteme zerstört. Die Zivilisation befindet sich in einem Prozess des technologischen Zerfalls. Die Menschen sind verängstigt und verzweifelt. Hoffnung macht die Entwicklung des Automata Pilgrim 7000, ein vom Großkonzern ROC entwickelter, primitiver Roboter. Diese bauen mechanische Wolken, die künstlichen Regen erzeugen und Mauern, um die Menschen vor der Wüste zu schützen. Mittlerweile gibt es Millionen Roboter. Nur zwei Sicherheitsprotokolle kontrollieren diese gewaltige Anzahl künstlichen Lebens. Das erste Protokoll hindert die Pilgrims daran, jeglicher Form von Leben Schaden zuzufügen. Das zweite besagt, dass der Roboter sich nicht modifizieren darf. ROC-Versicherungsagent Jacq Vaucan (Antonio Banderas) fallen jedoch vermehrt Protokollbrüche auf – mit fatalen Folgen.

Die Geschichte ist mittelprächtig umgesetzt. Der Ansatz ist spannend, allerdings wird das Potenzial, welches „Automata“ immer wieder aufblitzen lässt, nicht ausgeschöpft. Das liegt vor allem an den mangelnden Details, welche die Glaubwürdigkeit des Filmes senken. Die Technik ist angeblich völlig zerstört, doch die Fernsehgeräte sind hochmodern und die Hologramme ebenfalls, auch wenn die Städte an sich völlig zerstört herüberkommen und aussehen, wie ein Kriegsschauplatz. Das wirkt nicht stimmig.
Auch fehlt den Charakteren Tiefe, sodass das Identifikationspotenzial und die Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen nur bedingt gegeben sind. Als Beispiel ist hier die von Dylan McDermott (Olympus Has Fallen, Vielleicht lieber morgen, Edison) verkörperte Figur Sean Wallace zu nennen. Diese ist austauschbar und klischeebelastet. Man erfährt nichts über den Charakter – außer, dass er aufbrausend, kompliziert und immer auf seinen Vorteil bedacht ist. So ist es bei vielen Nebenfiguren.
Auch die Roboter wirken nicht zu einhundert Prozent durchdacht. So entwickeln sie sich im Verlauf des Filmes, nur kann der Zuschauer das an Mimik und Gestik nicht erkennen, obwohl sie mit der Zeit menschenähnlicher werden.
Zudem ist der Beginn von „Automata“ unglücklich gewählt. Es werden erklärende Textzeilen vor Sonnensturmbildern gelegt. An sich eine gute Idee. Leider haben sich die Verantwortlichen für einige Zeilen zu viel entschieden, weshalb das Ganze etwas ermüdend in die Länge gezogen ist.
Positiv bleibt festzuhalten, dass der Film trotz seiner Detailfehler unterhält, kurzweilig und spannend ist, außerdem einige kluge Anspielungen auf die heutige Zeit zu bieten hat.
Des Weiteren sind die dynamische Kameraführung, die düstere, heruntergekommene und passende Landschaftsauswahl und die kernige, professionelle deutsche Synchronisation sind hingegen Pluspunkte des Filmes. Die Musik ist allerdings zwiespältig geworden. Der überbordende Score passt nicht immer und untermalt einige Stellen nicht überzeugend, vor allem in den Szenen, in denen die Trommelklänge sich in den Vordergrund drängen ist dies der Fall. An anderen Stellen kann dafür Atmosphäre generiert werden.
Anhand der Spezialeffekte wird deutlich, dass der Film keine große Produktion oder auf dem neusten Stand der Technik ist. Zwar können einige visuelle Inszenierungen beeindrucken und überzeugen, in anderen Sequenzen sind die Effekte allerdings auf den ersten Blick zu erkennbar und wirken billig, was wiederum Stimmung und Atmosphäre kostet.

Von den Schauspielern bleibt nur Hauptdarsteller Antonio Banderas (Die Maske des Zorro, Black Gold, The Expendables 3) nachhaltig mit einer starken Leistung im Gedächtnis haften, da er eine vielschichtige, sehr gute Performance zeigt und den Film über einige der Ungereimtheiten hinweg trägt. Wichtige Nebendarsteller wie Birgitte Hjort Sørensen (Pitch Perfect 2, Einer nach dem anderen, Das Ende der Welt) oder Robert Forster (The Descendants, Jackie Brown, Firewall) spielen annehmbar. Die Ex-Frau von Banderas, Melanie Griffith (Die Waffen der Frauen, Lolita, Fegefeuer der Eitelkeiten), ist hingegen schrecklich mitanzusehen. Das liegt nicht an ihrem Spiel, sondern daran, dass sie mit ihren 57 Jahren immer noch auf die Karte „jung und attraktiv“ setzt. Das funktioniert einfach nicht. Zwar wurden die Aufnahmen mit ihr so bearbeitet, dass die Stirn faltenfrei ist. Dennoch sieht man Griffith ihr Alter zu jeder Zeit an. Auch das bleibt als weiterer Negativpunkt in Erinnerung.

Die Blu-ray Umsetzung ist mittelprächtig. Das Bild ist scharf und klar, kriselt nur an wenigen Stellen und ist selten kantenunscharf. Der Ton ist klar, deutlich und gut im DTS HD Master 5.1-Sound abgemischt. Das Bonusmaterial lässt hingegen sehr zu wünschen übrig. Es gibt nur den Filmtrailer, ansonsten sucht man vergeblich nach hintergründigen Interviews oder einem erklärenden Making-of.


Fazit:
Solider, vom Ansatz her interessanter, spannender Science-Fiction-Film mit guten Locations, einem überzeugenden Antonio Banderas und kerniger Synchronisation. Leider fallen einige Detailfehler negativ ins Gewicht, sodass sich dem Zuschauer kein hohes Identifikationspotenzial bietet.


by Stefan Bröhl
Bilder © Eurovideo