Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 225 min

Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Heiße Trockenwüsten, tropische Regenwälder, alpine Berge und faszinierende Küstenregionen machen die Vielfalt der Landschaften Australiens aus. Hier leben zahlreiche Tierarten, die auf keinem anderen Kontinent zu finden sind. Dazu zählen neben den berühmten Kängurus und Koalabären auch eierlegende Säugetiere und extrem giftige Insekten. Renommierte Tierfilmer haben die wilden Bewohner in ihren unterschiedlichen Lebensräumen aufgespürt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

Video on demand - Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme

DVD und Blu-ray | Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme

Blu-ray
Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme
Blu-ray Start:
11.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 225 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme
DVD Start:
11.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 225 min.

Blu-ray Kritik - Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Der fünfteilige Naturdokumentarfilm „Australien – Kontinent der Gegensätze und Extreme“ wurde mehrfach geehrt. Vom Deutschen Naturfilmpreis wurde er als „Bester Naturfilm“ ausgezeichnet, für die beste Kameraführung auf dem Greenscreen Filmfestival geehrt und „The Grand Prix“ erhielt er auf dem Internationalen Naturfilm Festival Matsalu.

Diese Auszeichnungen erhielt die Serie völlig zurecht. Denn jede der fünf gut 48 Minuten langen Episoden bietet eine reichhaltige Fülle an beeindruckenden, herausragenden Bildern und wissenswerten, gut eingestreuten Informationen. Der Zuschauer taucht vier Stunden lang tief in die faszinierende Welt und Vielfalt Australiens ab und erlebt dabei viele Abenteuer. Hier wird dem interessierten Zuschauer sowohl der Mikrokosmos, als auch der Makrokosmos des 23 Millionen Einwohner-Landes näher gebracht. Wer bereits in Australien war, kann seine Erinnerungen mit dieser herausragenden Dokumentation auffrischen und sein Wissen über das wüstenreiche Land vertiefen. Wer einen Australien-Urlaub plant, ist hier ebenfalls bestens aufgehoben. Und wer dem Alltag für gut vier Stunden entfliehen möchte, kann genauso bedenkenlos zugreifen, wie Genrefreunde, da „Kontinent der Gegensätze und Extreme“ sowohl lehrreich, als auch unterhaltsam ist und zweifellos als Premium-Dokumentation angesehen werden kann. Das liegt auch an der vielfältigen Landschaftsauswahl, die Australien in der gesamten Pracht zeigt und die großen Unterschiede jeder Region verdeutlicht. Die meisterliche Kameraführung, die mit zu dem Besten gehört, was man jemals genießen durfte, erschafft perfekte, lange im Gedächtnis bleibende Aufnahmen von den entlegensten Orten und den seltensten Tieren des Landes. Ob herrliche Aufnahmen aus der Vogelperspektive oder Nahaufnahmen aus dem Beutel eines Kängurus, er wird geklotzt. Der Aufwand, der hinter all diesen Bildern steckt, wird in der fünften und letzten Episode, die als sehr gutes Making-of angesehen werden kann, erläutert. Mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet, erscheinen die Aufnahmen noch beeindruckender, als sie während der ereignisreichen und mitreißenden Episoden ohnehin schon wirkten. Zudem ist auch die Musik weltklasse, da eingängig und atmosphärisch. Beinahe jede Sequenz wird stimmig untermalt.
Ein paar kleinere Schwächen gibt es auch, was allerdings Meckern auf höchstem Niveau ist. Denn speziell in den Episoden drei und vier, die nicht mehr ganz so stark und herausragend sind wie die ersten beiden Teile, gibt es einige abrupte Schnitte, die etwas unpassend erscheinen. Außerdem hätte man sich bei einigen Tieren wie dem Schnabeltier längere Szenen gewünscht. Weitere Negativpunkte gibt es nicht.

Beachtenswert ist, dass auch dieses aufwendige Werk hierzulande von Polyband veröffentlicht wird. Der in München beheimatete Filmverleih machte das Genre der Naturdokumentationen hierzulande nach Jahren der Dürre endlich wieder salonfähig. Das gelang mit der herausragenden und mit großem Aufwand inszenierten Serie. „Planet Erde – Die komplette Serie.“ Diese war ein so großer Erfolg, dass sie das Genre revolutionierte und sich mittlerweile formatübergreifend mehr als eine Million Mal verkaufte. Eine bemerkenswerte Zahl, die verdeutlicht, wie viele Menschen sich für die exotischen Orte unserer Erde interessieren. So konnten immer spezifischere Miniserien gedreht und für das Heimkino herausgebracht werden. Ein Beispiel dafür ist investigative, viele niemals gesehene Bilder liefernde Miniserie „Mythos Amazonas.“ Diese dreiteilige Reihe vermittelt sehr viel Wissen und schaffte dabei den Spagat zwischen der Darstellung der Schönheit der Natur und der Vergänglichkeit eines jeden Paradieses, welches kapitalistisch orientierten Menschen Vorteile bringen kann. Diese Naturdokumentation sei ebenso wie „Phantome der Tierwelt“ jedem Freund dieses Genres empfohlen. In letzterer gibt es nie gesehene Bilder von kamerascheuen Tieren wie dem Puma, Jaguar oder Lippenbär zu sehen. Auch die Serie über die durch Charles Darwin weltbekannte Insel „Galapagos“ gehört zu dem Besten, was dieses Genre zu bieten hat. Das gilt auch für „Unbekanntes Afrika“, eine überragende Serie, die den vielfach beachteten Kontinent aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und ebenfalls neuartige Aufnahmen zeigt. Dank dieser hochqualitativen Werke hat sich Polyband in Deutschland einen guten Ruf gemacht, denn es gibt keine Ausreißer nach unten, was nur den wenigsten Verleihen gelingt. Wer sich weiterbilden und etwas über die Hintergründe der jeweiligen Region erfahren will, sollte sich diese Dokumentationen besorgen.

Doch zurück zur Besprechung dieses Filmes. Denn auch die Synchronisation ist positiv hervorzuheben. Diese lässt keine Wünsche offen, da sie kernig, professionell und angenehm ausdrucksstark ist. Kein Wunder, ist mit Martin Umbach doch die deutsche Stimme von Russell Crowe, George Clooney, Geoffrey Rush, Liam Cunningham und Kenneth Branagh am Werk. Umbach betont seine Texte exzellent, ordnet die Geschehnisse sehr gut ein, sorgt mit seiner Art auch für einige Lachter und generiert zudem viel Atmosphäre.

Auch die Blu-ray Umsetzung ist gelungen. Das Bild ist scharf und klar, es gibt nur einige wenige unschöne Bilder, wenn es kriselt oder flackert. Die kurzen Szenen mit den Dingos sind etwas unscharf, aber das sind Ausnahmen. Über die Länge von 240 Minuten gesehen ist das Bild prächtig und für HD-Freunde ein Genuss. Der Ton kann im DTS HD-Master-Sound ebenfalls begeistern, da er laut, klar und detailreich ist und perfekt abgemischt wurde.


Fazit:
Herausragende, faszinierende, starke Naturdokumentation, die dem Zuschauer „Australien“ näher bringt, viel Wissen vermittelt und traumhaft schöne Aufnahmen zu bieten hat.


by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien