Aufbruch zum Mond - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.03.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 141 min

Aufbruch zum Mond Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Er gehört zu den größten Helden des 20. Jahrhunderts: Neil Armstrong, der erste Mann auf dem Mond. AUFBRUCH ZUM MOND erzählt aus Armstrongs Leben und von den enormen Konflikten und Entbehrungen, mit denen der Pilot vor und während seiner legendären Mission konfrontiert war. Gleichzeitig schildert der Film auf ergreifende Weise die hochdramatischen Ereignisse des amerikanischen Raumfahrtprogramms zwischen 1961 und 1969.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Englisch: Dolby Atmos
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Hindi, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Unveröffentlichte Szenen
• Der Griff nach dem Mond
• Bereitmachen zum Start
• Ein gewaltiger Sprung in einem kleinen Schritt
• Eine schiefgegangene Mission,
• Im Sitz sitzen
• Die Nachbildung der Mondlandung
• Der Dreh bei der NASDA
• Astronauten-Training
• Filmkommentar mit Regisseur Damien Chazelle, Drehbuchautor Josh Singer und Cutter Tom Cross

DVD und Blu-ray | Aufbruch zum Mond

Blu-ray
Aufbruch zum Mond Aufbruch zum Mond
Blu-ray Start:
14.03.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 141 min.

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DVD
Aufbruch zum Mond Aufbruch zum Mond
DVD Start:
14.03.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 135 min.

Blu-ray Kritik - Aufbruch zum Mond

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Der Testpilot Neil Armstrong (Ryan Gosling) bewirbt sich nach einer beinahen Bruchlandung bei der NASA als Pilot beim Germini-Projekt. Da die NASA seit Jahren dabei zu sehen muss, wie die Sowjet-Union nach und nach weitere technische Meilensteine der Raumfahrt erlangen, wollen sie ein Programm schaffen, um schnellstmöglich den ersten freischwebenden Menschen im All und den ersten Menschen auf dem Mond zu haben. Deshalb zieht Neil mit seiner Frau Janet (Claire Foy) und ihrem gemeinsamen Sohn in ein Wohngebiet nahe Houston. Ihre Tochter Karen ist noch vor ihrem dritten Lebensjahr an einem Gehirntumor gestorben, weshalb sich die kleine Familie erhofft ihr Leben neu starten zu können. In dem Wohngebiet, wo weitere Astronautenfamilien leben, freunden sie sich schnell mit anderen Familien, unter anderem mit Edward Higgins White (Jason Clarke) und seiner Familie, an. Nach herben Rückschlägen, sei es der Tod von Astronauten oder technische Probleme gerät die NASA in Zeitdruck und will schnellstmöglich Fortschritte erreichen. Neil Armstrong arbeitet sich währenddessen vom Mitglied eines Ersatzkommandos hoch zum ersten Menschen, der auf dem Mond landen wird.

Ryan Gosling und Claire Foy in Aufbruch zum Mond
Ryan Gosling und Claire Foy in Aufbruch zum Mond © Universal Pictures International Germany GmbH
Der Film erzählt zwei verschiedene Perspektiven des Lebens von Neil Armstrong: Einmal das Privatleben von ihm, welches schon am Anfang des Films durch den Tod seiner Tochter Karen mit einem tragischen Schleier belegt wird. Dann kommen immer häufiger Trauerfeiern von verstorbenen Kollegen hinzu, welche ihm emotional immer mehr belasten. Mit seiner Frau führt er eine innige Beziehung, hat aber kaum Zeit für sie und ihr gemeinsamen Kinder, da er beruflich stark eingespannt ist. Auf der anderen Seite zeigt der Film seinen beruflichen Werdegang. Er fängt als Testpilot an, welcher sich nach einem fast tödlichen Absturz eine neue Stelle sucht. Bei der NASA findet er eine neue Beschäftigung beim Projekt „Germini“. Dort wird er zwar anfangs nur als Ersatz eingeteilt, arbeitet sich aber im Laufe der Jahre hoch. Teils gelingt dieser Aufstieg durch geglückte Missionen und teils durch den Tod von Kollegen. Dieser Wechsel von tieftragischen Situationen und hochglücklichen Momenten kann keiner besser kreieren als der Regisseur Damien Chazelle. Dieser hat schon in „Whiplash“ und „La La Land“ bewiesen, wie er Charaktere schreiben muss, um eine größtmögliche Authentizität zu gelingen.

Ryan Gosling in Aufbruch zum Mond
Ryan Gosling in Aufbruch zum Mond © Universal Pictures International Germany GmbH
Authentizität ist auch die größte Stärke des Films. Es gibt Szenen, die sind durch ihre Machart einfach nur atemberaubend. Allein die erste Szene, welche nur im Cockpit einer X-15 spielt. Anfangs herrscht zwar komplette Orientierungslosigkeiten durch die Wolken, welche man nur durch ein kleines Fenster sieht und durch die Rädchen und Anzeigetafeln, welche sich in alle möglichen Richtungen drehen. Doch dann ist Stille. Das Flugzeug bricht durch die Wolkendecke und schwebt in der Atmosphäre. Erst jetzt sieht man den Protagonisten durch den halbverspiegelten Helm. Wahrscheinlich hat Damien Chazelle mit diesem Film den authentischsten, adaptierten Charakter der Filmgeschichte geschrieben. Durch jeden weiteren Verlust und jeden weiteren Erfolg gewinnt Armstrong an Tiefe. Er wird immer nahbarer, auch wenn er sich im Film immer weiter von allem distanziert. Durch die Bemühungen Neil Armstrong bis ins kleinste Detail zu entwickeln, bleiben andere Personen auf der Strecke zurück. Die Frage ist jedoch, ist das schlimm? Der Film heißt im Original „First Man“ und beschäftigt sich ausschließlich mit ihm und seinem Aufbruch zum Mond. Alle anderen Figuren sind dabei nur Weggefährten und würden mit Detailtiefe ihm die Show stehlen. Selbst Szenen, in denen er nicht zu sehen ist, geben ihm Stärke und zeigen, was für ein Kosmos um ihn herum entstanden ist.

Neil Armstrong (Ryan Gosling) in Aufbruch zum Mond
Neil Armstrong (Ryan Gosling) in Aufbruch zum Mond © Universal Pictures International Germany GmbH
Im Film verkörpert Ryan Gosling („La La Land“/„Blade Runner 2049“) Neil Armstrong und er tut es mit ganz seichten Handlungen. Er lässt kaum Emotionen erblicken, sodass es vom Zuschauer ein gewisses Maß an Empathie gefordert wird. Ist allerdings seitens der Zuschauer jegliches Verständnis für das passiv-plakative Schauspiel verloren gegangen, wird der Film eine sehr schwere Reise. Weit weniger Spielzeit bekommen die anderen Charaktere. Claire Foy („Verschwörung“), welche Neils Frau spielt, legt zwar gute Leistungen ab, allerdings nur in der Rolle der beiläufigen Ehefrau. Viel mehr braucht es aber auch nicht, damit sie und Neil ein funktionierendes Duo abgeben. Jason Clarke („The Great Gatsby“/„Terminator Genisys“) spielt einen anderen Astronauten und Weggefährten von Neil und zwar Edward Higgins White. Clarke besitzt von Grund auf eine dramatische Haltung und kann sie auch in diesem Film perfekt einsetzten. Er wird Neils bester Freund und tiefgründigen Gesprächen zeigt sich viel vom introvertierten Neil. Zu dem weiteren nennenswerten Cast gehören Kyle Chandler („Wolf of Wall Street“), Corey Stoll („Ant-Man“) und Ciarán Hinds („Harry Potter“), welche allesamt eine gute und authentische Darstellung der Besetzung der Weltraumprogrammleitung darbieten. Letztendlich ist es aber doch Ryan Gosling, welcher alle Zügel in der Hand hält und den Film trägt.

Bild:
Das Bild ist gewollt(!) an vielen Stellen unscharf, sehr verwackelt und mit ordentlich Filmkorn überzogen. Dadurch fühlt sich der ganze Film so an, als wäre man selbst stets Teil der Handlung. Der Kameramann Linus Sandgren ist dabei anscheinend nie weiter von Armstrong entfernt als einen Meter. Viele lieben diese Nähe und Echtheit in den einzelnen Szenen, es gibt aber auch Einige, die das Ganze eher abstoßend finden. Jeder sollte sich selbst ein Meinungsbild darüber machen und sich besser mit der Situation anfreunden, da der Film bei diesem Aspekt keinen Kompromiss eingeht: Der Zuschauer ist stets nah bei den agierenden Figuren. Die Oscar-ausgezeichneten Spezialeffekte integrieren sich perfekt in das Gesehene und man hat nie das Gefühl, dass das Ganze in eine Science Fiction-Schlacht ausartet. Die Modelle der Flugzeuge und Raumschiffe sind sehr akkurat und das Innenleben strotzt nur so von Details. Alle Szenen auf dem Mond sehen so aus, als hätten die Macher des Films wirklich dort gedreht und noch nicht einmal das Fehlen der amerikanischen Flagge mindert die Bildgewalt.

Ton:
Der Ton unterstützt permanent das Gesehene. Sei es in den ruhigen Situationen bei den Armstrongs Zuhause oder bei den etwas aktionlastigeren Szenen. Justin Hurwitz hat selbst eigene Stücke komponiert, setzt aber bei einigen spannenden Momenten mehr auf Klänge und den Umgebungsgeräuschen. An vielen Stellen wirkt der Ton zu gewaltig, was aber dennoch keines Falls störend wirkt, sondern perfekt die Atmosphäre unterstreichend.

Extras:
Die Blu-ray hat eine Menge Extras zu bieten. Es gibt zwei unveröffentlichte Szenen, die meiner Meinung nach dem Film nur noch mehr bereichert hätten. Des Weiteren etliche Kommentare von Damien Chazelle, Ryan Gosling, Claire Foy, Josh Singer (Drehbuchautor) und Tom Cross (Editor) über die Herangehensweise an den Stoff, die Würdigung von Neil Amstrong und die Schwierigkeiten der realistischen Darstellung der Mondlandung. Außerdem historische Aufnahmen von Neil Armstrong und des Starts + Kommentare der beiden Söhne von Neil Armstrong und Aufnahmen des Astronauten-Trainings von Ryan Goslings und anderen Darstellern.


Fazit:
„Aufbruch zum Mond“ ist ein wunderschönes Charakter-Portait, über Neil Armstrong. Der Film setzt dabei nicht auf übertriebene Science Fiction-Feuerwerke, sondern geht eher auf eine subtilere und emotionalere Weise an. Damien Chazelle inszeniert dabei ein weiteres Mal Ryan Gosling in der Hauptrolle, welcher wieder einmal durch eher feinfühlige Emotionen Großes bewirkt. Wenn aber ein Prädikat den Film beschreiben kann, dann ist es „atemberaubend authentisch“ und das auf allen Ebenen des filmischen Erzählens.

by René Fischell
Bilder © Universal Pictures