Arsenal - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min

Arsenal Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach einer schwierigen Kindheit im US-Staat Mississippi entwickeln sich die Brüder JP und Mikey zu zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: während JP ein solides und bodenständiges Leben als Familienmensch und Geschäftsführer einer Baufirma führt, hat der impulsive und unberechenbare Mikey immer wieder Probleme. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit diversen kriminellen Machenschaften - zum absoluten Unverständnis seines Bruders. Doch als Mikey und seine Tochter in die Fänge des perfiden und brutalen Gangsterbosses‘ Eddie King geraten, wird die Bruderbande auf eine harte Probe gestellt. JP gerät in gefährliche Gefilde und wird gezwungen, Position zu beziehen. Wie weit wird er gehen, um seinen Bruder und dessen Tochter zu retten? Mit der Unterstützung des Polizisten Sal versucht JP alles in seiner Macht Stehende, um Mikey und seine Tochter zu befreien. Zwei Brüder, 48 Stunden und eine Mission - ein gnadenloser Kampf und unerbittlicher Rachefeldzug beginnt…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Behind the Scenes, Trailer

DVD und Blu-ray | Arsenal

Blu-ray
Arsenal Arsenal
Blu-ray Start:
10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Arsenal Arsenal
DVD Start:
10.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Arsenal

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Die Geschichte zweier Brüder wie Feuer und Wasser, ein wahnsinniger Unterweltboss und die ganz große Kohle. Eine Geschichte über Familienbande und Kriminalität, gewürzt mit hochkarätigem Cast der leider teils zu Nebendarstellern degradiert wurde.  

2 Brüder, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. JP (Adrian Grenier): erfolgreicher Leiter einer Baufirma, verheiratet mit seiner wunderschönen Frau Lizzie (Lydia Hull), lebt ein rechtschaffenes Leben, nachdem sich in dessen früher Jugend sein Onkel das Gesicht weggeschossen hat und sein älterer Bruder Mickey (Jonathon Schaech) ihn aufgezogen und sich um ihn gekümmert hat. Mickey's Leben indessen verläuft in etwas anderen Bahnen. Als Schläger und Gelegenheitsgangster arbeitete er einige Zeit für den hiesigen Gangsterboss Eddie King (Nicolas Cage), der für seine unkontrollierten Wut- und Gewaltausbrüche bekannt ist. Er versuchte sich aus dem kriminellen Milieu auszuklinken, heiratete eine Frau mit der er sich ständig stritt und bekam eine Tochter für die er sich nicht interessierte. Chronisch pleite, permanent betrunken und als ein Magnet für alle Arten von Ärger zieht er den Zorn des cholerischen Eddie auf sich und wird von ihm kurzerhand entführt. Eddie verlangt Lösegeld von JP, der mit Unterstützung seines alten Kollegen Sal (John Cusack) versucht seinen großen Bruder zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.  
Sal (John Cusack)
Sal (John Cusack) © Universum Film
Dieser 98 minütige Actionthriller von Steven C. Miller, der mit durchschnittlichen aber soliden Vertretern des Genres (Maurauders, Aggression Scale ) Erfahrung hat, bietet zwar im Kern nichts wirklich neues, unterhält dafür trotzdem recht gut durch andere kleine Schauwerte, aber dazu später mehr. Der bereits aus Marauders und Entcourage bekannte Adrian Grenier liefert eine ordentliche Leistung als Held der Geschichte ab und holt das Beste aus seiner Rolle raus, leider ohne sich dabei hinreichend auf seine Charakterentwicklung zu konzentrieren. Der Figur der zweiten Hauptrolle und auch aus dem Vorgänger Marauders bekannte Johnathon Schaech hingegen wird versucht mehr Tiefgang zu verleihen. Den abgebrühten Schläger mit weichem Kern nimmt man ihm ab und man entwickelt sogar ein Quäntchen Sympathie für ihn. Oscar-Preisträger Nicolas Cage sieht man zwar gefühlt nur noch in zweitklassigen direct-to-DVD/Blu-ray Produktionen, aber in Dog eat Dog sowie hier in Arsenal zeigt er, dass er noch nicht ganz eingestaubt ist. So wahnwitzig und böse hat er zuletzt in Kiss of Death einen Antagonisten abgegeben und das steht ihm wirklich gut. Man weiß nie wie er als nächstes reagiert. In einem Moment mimt er den wehleidigen und gebrochenen Mann, nur um sich dann urplötzlich in unkontrollierten Gewaltausbrüchen zu entladen. John Cusack hat leider im gesamten Werk nur ein Minimum an Auftritten, und das angekündigte Zusammenspiel von Cage und Cusack, die sich im gesamten Film nie gegenüber stehen, bleibt vollständig aus.  

JP (Adrian Grenier)
JP (Adrian Grenier) © Universum Film
In Sachen stilistische Mittel bedient man sich hier in Action-Sequenzen gezielt eingesetzter Bullet-Times in Kombination mit brachialen Gewaltspitzen, die Action Liebhabern a la Tarantino sicher gefallen werden. Natürlich macht das den Film nicht zu einem guten Film, aber es wertet ihn auf jeden Fall auf. Der Sound unterstreicht passend den Grundton des Films in den unterschiedlichen Abschnitten: Rockige Gitarrenklänge zu Verfolgungsjagden und Schießereien, Klavier und Streichinstrumente in tiefgründigeren Dialogszenen bis hin zu skurriler 80er Jahre Popmusik in den unpassendsten Stellen. Welche das sind seien an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Leider ist der gesamte Plot vorhersehbar und handlungstechnisch mehr ermüdend als fesselnd. Sprunghaft wird der Zuschauer durch verschiedene Perspektiven, Rückblenden und schnelle Szenenwechsel gehetzt, was es merklich unnötig erschwert dem roten Faden zu folgen.  

Gangsterboss Eddie King (Nicolas Cage)
Gangsterboss Eddie King (Nicolas Cage) © Universum Film
Das Bild lässt keinen Raum für Kritik. Egal ob schöne helle Naturaufnahmen in warmen, satten Farben, nächtliche Verfolgungsjagden in angenehm abgestimmten Hell/Dunkelverhältnissen oder den bereits erwähnten Bullet-Time-Action Sequenzen, in denen Mündungsfeuer und blutige Einschusslöcher in brillantem 1080p 2,40:1 wunderbar zur Geltung kommen.  

Der Ton, hier vorhanden in DTS-HD 5.1 Master Audio, ist für einen Actionfilm sehr gut ausgewogen, holt aber in den Zeitlupenszenen durch beispielweise dumpfe Schussgeräusche alles aus dem Basskasten raus was geht. Der Sound rockt.  

Die Extras sind leider, wie so oft, etwas mager und bieten ausgenommen einiger Trailer und einem relativ kurzen Behind the Scenes nichts interessantes.


Fazit:
Wer auf einen Blockbuster a la Con Air oder einen intelligenten Thriller wie Frozen Ground, in denen die Kinolegenden Cage und Cusack gemeinsam die Kinoleinwand erbeben lassen gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Keine neue Story, keine tiefgründigen Charaktere die den Zuschauer mitfiebern lassen und auch kein Showdown zweier Giganten. Das einzige das mit Arsenal geboten wird ist ein kleiner, schneller, unterhaltsam blutiger Film für zwischendurch, der aufgrund interessant inszenierter Schießereien und Schlägereien unterhaltungstechnisch mit einem unheimlich schrillen und wahnsinnigen Nicolas Cage zumindest mir viel Freude gemacht hat.

by Christoph Berger
Bilder © Universum Film