Anna - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.11.2019
Digital VoD: 14.11.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min

Anna Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Hinter Anna Poliatovas atemberaubender Schönheit versteckt sich ein Geheimnis: Sie ist nicht nur eines der gefragtesten Models in Paris, die junge Russin besitzt auch einzigartige Fähigkeiten, die sie zu einer der weltweit gefürchtetsten Killerinnen des KGB macht. Als die CIA sie ins Visier nimmt, verstrickt Anna sich zunehmend in einem Netz aus Lügen und Intrigen, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making Of, Featurettes, Wendecover, Trailer

DVD und Blu-ray | Anna

Blu-ray
Anna Anna
Blu-ray Start:
28.11.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min.

zur Blu-ray Kritik
Anna (4K Ultra HD) Anna (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
28.11.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min.
DVD
Anna Anna
DVD Start:
28.11.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

Blu-ray Kritik - Anna

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Bei einem Blick auf Luc Bessons Filmografie wird schnell deutlich, dass der französische Action-Auteur ein unbestreitbares Faible für die nahezu fetischistische Inszenierung junger Frauen in Extremsituationen hat: „Nikita“, „Léon – Der Profi“, „Das fünfte Element“, „Johanna von Orléans“ oder zuletzt „Lucy“ bezeugen das. Sein neuer Film nach der überbordenden Sci-Fi-Oper „Valerian“ reiht sich nahtlos in dieses Muster ein und zeigt Besson in dem, was er am besten tut: Ästhetisches Hochglanz-Filmemachen par Excellence, vollgepackt mit schönen Menschen in schicken Bildern, erstklassig inszenierter Action und der gewohnten Prise Bessonschen Exzentrik. Auch wenn die Parallelen zu „Nikita“ teils nahe ans Quasi-Remake-Territorium reicht, liefert Besson hier zahlreiche erzählerische Wendungen und Überraschungen, die gerade bei nicht allzu hoher Erwartungshaltung für mitreißende Unterhaltung und kompetente Genre-Thrills sorgen.

Es tut dem Film sicher gut, wenn man möglichst wenig über seinen Plot weiß. Besson erzählt nur scheinbar erneut die Geschichte einer jungen Frau, die von einer staatlichen Geheimdienst-Behörde aus der Drogenabhängigkeit gerissen wird, um als Profilkillerin ausgebildet zu werden und schließlich gegen ihre Auftraggeber rebelliert. So weit, so „Nikita“. Helen Mirren nimmt dann noch spielfreudig Jeanne Moreaus Platz als kühle Mentorin beim KGB ein, während Luke Evans Annas Rekrutierer spielt, der in ähnlicher Form von Tchéky Karyo in „Nikita“ verkörpert wurde. Hinzu kommt außerdem wie in Bessons Kultfilm von 1990 die erste Mission, die Anna in ein vollgepacktes Restaurant führt, wo sie ein hochrangiges Ziel ausschalten und sich aus einer ausweglosen Situation kämpfen muss.

Sasha Luss in Anna
Sasha Luss in Anna © Studiocanal Home Entertainment
Doch ganz auf Anfang: Die Story von „Anna“ ist irgendwann um die Zeit des Mauerfalls angelegt. Der Film beginnt damit, dass die hübsche, aber unscheinbare Matroschka-Puppenverkäuferin Anna (Sasha Luss) auf einem Markt von einem französischen Talentscout entdeckt wird, der sie direkt nach Paris in eine renommierte Modelagentur in Paris führt. Anna lebt sich problem- aber etwas lustlos in die High Fashion-Welt ein und beginnt eine Liebelei mit ihrer WG-Genossin Maude (Lera Abova). Doch nach einer Weile wird klar, dass Anna tatsächlich Auftragskillerin des KGB ist, die den Modeljob nur als Tarnung im Auftrag des KGB ausübt, um an einen Waffenhändler zu gelangen.

Fortan springt der Film recht wild in seiner non-linearen Erzählung hin und her, um Annas komplexe Geschichte zu offenbaren. Besson zeigt etwa in einer Rückblende, wie Anna heruntergekommen an der Seite eines russischen Kriminellen drogenabhängig vor sich hinvegetiert, um nach einem misslungenen Raubzug vom KGB entdeckt und genutzt zu werden. Da Anna alles tun würde, um aus ihrer Misere herauszukommen, nimmt sie die Herausforderung an und stellt sich in den Dienst ihres Landes.

Luke Evans in Anna
Luke Evans in Anna © Studiocanal Home Entertainment
Besson gelingt es tatsächlich gut, den Film in regelmäßigen Abständen immer wieder erzählerisch auf den Kopf zu stellen und so den Zuschauer bei der Stange zu halten. So setzt er eine nicht allzu elegante, aber effektive Rückblendenstruktur ein, die er konsequent bis zum Ende durchzieht. Während die kühle Anna und ihre Motive zunächst noch schwer greifbar wirken, ergibt sich Stück für Stück ein klareres und schließlich überraschend mitreißendes Bild. Besson und Thierry Arbogasts Kamera lieben spürbar Sasha Luss, die selbst russisches Topmodel ist und hier nach einem stark maskierten Auftritt in „Valerian“ ihre erste Hauptrolle spielt. Luss verfügt über jede Menge Ausstrahlung, die ihr vielleicht nicht immer routiniertes Spiel locker ausgleicht und für eine starke Leinwandpräsenz sorgt, die Lust auf mehr macht.

Luss gibt ihrer Rolle nicht nur die obligatorische Coolness und unzweifelhafte erotische Ausstrahlung (die sie als tödlicher Lockvogel regelmäßig ausnutzt), sie gibt ihrer Rolle auch Seele, Intelligenz und eine augenzwinkernde Leichtigkeit. Gerade eine Montage zu INXS „Need You Tonight“ zur Mitte des Films macht besonders Spaß: Hier tötet sich die des Mordens überdrüssige Anna durch zahlreiche Missionen, die sie alle mit Leichtigkeit und bestechender Lässigkeit erfüllt, ohne scheinbar große Mühe aufwenden zu müssen. So könnte man hier meinen, dass der Film nicht mehr bietet als die Geschichte einer Profikillerin, die aussteigen will, aber nicht darf, da sie ihrem Auftraggeber etwas schuldig ist, doch Besson plündert kräftig und wirkungsvoll aus dem Spionagefilm-Fundus. So spielt hier manch einer ein doppeltes Spiel, was zu immer schneller eintretenden Story-Wendungen führt und im Kern eine Emanzipationsgeschichte offenbart.

Helen Mirren in Anna
Helen Mirren in Anna © Studiocanal Home Entertainment
Man mag angesichts der immer noch offenen Missbrauchsanschuldigungen an Besson bei „Anna“ einen bitteren Beigeschmack empfinden und den Film trotz spürbarer feministischer Ambitionen für nicht mehr zeitgemäß halten. Auch wenn Besson sich an seiner Hauptdarstellerin spürbar ergötzt, feiert er damit auch ihre Weiblichkeit und nimmt sie jederzeit als Figur ernst, die sich gekonnt und erfindungsreich von der Autorität und männlichen Welt emanzipiert und befreit.

Das mag vielleicht keine große Kunst sein, jedoch beweist Besson erneut sein herausragendes visuelles Gespür, Stilsicherheit und ein unzweifelhaftes Händchen für spektakuläre Action. Da wären eine sehr gut inszenierte Auto-Verfolgungsjagd und dann das bereits angesprochene Action-Herzstück des Films in Form von Annas erster Mission. Besagte Restaurantszene ist herausragend choreografiert und gefilmt, während Luss als Action-Amazone eine enorm starke Figur macht und wie eine Mischung aus Uma Thurman und Daisy Ridley daherkommt.

Besson gelingt es letztlich die Aufmerksamkeit über fast zwei Stunden konstant hochzuhalten. Gerade Genre- und Besson-Fans sollten Spaß an „Anna“ haben, dessen Erzählstruktur am Ende vielleicht eine Spur bemüht erscheint, aber dennoch mitreißt. Einige merkwürdige technologische Anachronismen trüben den Spaß ebenso und manche Elemente erinnern vielleicht etwas zu sehr an „Nikita“ oder auch ähnlich geartete Filme wie etwa „Atomic Blonde“ oder „Red Sparrow“, dennoch kann man hier eine überraschend gute Zeit haben.

Sasha Luss in Anna
Sasha Luss in Anna © Studiocanal Home Entertainment
Bild
„Anna“ wurde digital auf Arri Alexa aufgezeichnet und lässt bezüglich seiner zeitgemäßen Hochglanz-Bildqualität kaum Wünsche offen. Der Film sieht super auf Blu-ray aus, überzeugt durch scharfe Detailzeichnung, knackige Kontraste und tiefe Schwarzwerte. Die vielschichtige Farbpalette kommt nuanciert und natürlich zur Geltung, die vielfachen Farbakzente werden nie zu stark betont, wodurch sich ein sehr befriedigender Bildeindruck entwickelt. Bildfehler liegen keine vor. Ein astreiner Transfer, auch wenn der letzte „Wow“-Effekt ausbleibt.

Ton
Auch akustisch präsentiert sich die Blu-ray auf hohem technischem Niveau. Leider liegt die Originalversion nur in 5.1 DTS-HD vor, während man der deutschen Fassung einen 7.1-Mix spendiert hat. In erstgenannter Version erhält man dennoch kräftig-krachenden Sound, der den Zuschauer voll einbezieht. Auf den Surround-Kanälen ist konstant viel los, während gerade Action- und Musiksequenzen zudem für eine gehörige Dynamik und viel Druck auf dem Tieftöner sorgt. Stimmen ertönen präsent und perfekt verständlich.

Extras
Das Bonusmaterial der Blu-ray weiß durchaus mit einer Handvoll informativen und kurzweiligen Featurettes zu überzeugen. Auch wenn nicht alle Bereiche der Produktion zufriedenstellend beleuchtet werden, erhält man hier doch einen guten Eindruck.
• Die Kostüme (08:05 Min.)
• Der Restaurant-Kampf (06:40 Min.)
• Die Produktion (13:56 Min.)
• Die Verfolgungsjagd (05:39 Min.)
• Trailer (02:07 Min.)
• Trailershow


Fazit:
„Anna“ mag nicht der originellste Film sein, jedoch stellt Luc Besson erneut sein Können als stilsicherer Action-Fetischist unter Beweis. Ihm gelingt ein unterhaltsamer und dank mancher überraschender Wendung mitreißender und flotter Spionagethriller, der zudem mit einigen starken Actionszenen glänzt. Dazu kommt Neuentdeckung Sasha Luss, die den Film charismatisch trägt und von guten Nebendarstellern wie Luke Evans, Cillian Murphy und vor allem der spielfreudigen Helen Mirren unterstützt wird.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




Anna - Trailer