Aniara - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.02.2020
Digital VoD: 13.02.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min

Aniara Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach der Zerstörung der Erde treten wenige ausgewählte Menschen die Reise zu ihrem neuen Heimatplaneten Mars an. Das dafür eigens entwickelte Raumschiff Aniara erfüllt alle Bedürfnisse einer konsumgetriebenen Spezies, die gerade ihren Planeten verzehrt hat. Doch nach der Kollision mit Weltraumschrott kommt die Aniara vom Kurs ab und den Passagieren steht eine ungewisse Zeit in der Endlosigkeit des Universums bevor.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Schwedisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

Video on demand - Aniara

DVD und Blu-ray | Aniara

Blu-ray
Aniara Aniara
Blu-ray Start:
13.02.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Aniara Aniara
DVD Start:
13.02.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

Blu-ray Kritik - Aniara

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Die Welt ist nicht mehr bewohnbar, die Umwelt ist zerstört. Der einzige Weg für die Menschheit zu überleben ist es auf den Mars umzusiedeln. Nach einer kurzen Intro-Sequenz betritt der Zuschauer gemeinsam mit Mimaroben – unserer Protagonistin – die ANIARA. Ein ultramodernes Raumschiff, das die Reise zum Mars so angenehm wie möglich machen soll. An Bord finden sich zahlreiche Freizeiteinrichtungen wie Spielhallen und Clubs. Die Nahrung und Luft wird durch riesige Algenfarmen produziert und in der Mitte des Ganzen findet sich „Mima“. Mima ist eine künstliche Intelligenz, die es erlaubt in die eigenen Erinnerungen einzutreten und dadurch zu meditieren.
Während der Reise zum Mars wird die ANIARA allerdings unerwartet von Weltraumschrott getroffen und die Crew ist gezwungen den kompletten Treibstoff abzulassen. Die ANIARA ist vom Kurs abgekommen und kann ihn nicht von sich aus wieder korrigieren. Nun schwebt sie unaufhaltsam in eine ungewollte Richtung.

Szene aus Aniara
Szene aus Aniara © Eurovideo
ANIARA startet in einer sehr interessanten Ausgangssituation. Viele der Ideen sind gut und vielversprechend. Zunächst wirkt der Film und die Charaktere auch gut geschrieben, sobald wir aber ein wenig tiefer in den Film eintauchen zeigen sich sehr schnell die Schwächen. Der Film beginnt sprunghaft einzelne Zeitpunkte auszuwählen an denen storyrelevante Ereignisse passieren, lässt aber größtenteils Entwicklungen, die in dieser Zeit hätten passieren können oder gar müssen, einfach weg. Gleichzeitig freunden sich aber Charaktere ohne für den Zuschauer ersichtlichen Grund miteinander an oder verlieben sich gar. Ab einem gewissen Punkt zerläuft sich der Film dann vollständig. Es ist kein Ziel mehr zu erkennen und es wird fast schon stichpunktartig durch Geschehnisse gespult. Zufällige Ereignisse werden ohne ersichtlichen Grund gezeigt und passieren so vor sich hin. Irgendwann hört der Film dann auf und das war es dann einfach.

Die Regie ist meist nicht der Rede wert, aber auch nicht besonders schlecht. Hin und wieder bekommen wir hier sogar Szenen zu sehen, bei denen tatsächlich nichts fehlt. Diese sind allerdings selten und sind meistens auch recht schnell wieder vorbei.

Szene aus Aniara
Szene aus Aniara © Eurovideo
Die Kameraarbeit hingegen ist meistens solide. Es sind ein paar schöne Einstellungen gewählt und die Farbgebung und Lichtverhältnisse tragen meist erfolgreich zur Atmosphäre bei.

Die schauspielerischen Darbietungen sind nichts Besonderes. Hier fällt niemand besonders negativ oder positiv auf. Merkwürdige Momente bezogen auf die Emotionen der Charaktere sind hier mehr dem Drehbuch anzukreiden.

Das Set ist meistens interessant bestückt und liefert ein recht authentisches Bild ab.

Alles in allem haben wir mit ANIARA einen unterdurchschnittlichen Film, der vor allem durch sein sehr schwaches Drehbuch runtergezogen wird.

Szene aus Aniara
Szene aus Aniara © Eurovideo
Bild:
Die Bildqualität ist zwar nicht besonders schlimm, aber wirkt leider leicht schwammig.

Ton:
Der Ton ist meist in Ordnung, allerdings sind die deutschen Stimmen meist sehr monoton und emotionslos. Was besonders auffällt, ist das die deutsche Version schlecht abgemischt erscheint, da die Stimmen an einigen Stellen viel zu laut sind. Da wir keine Untertitel haben sind wir aber leider darauf angewiesen diese Version anzusehen.

Extras:
Nachdem der Zuschauer durch ein lieblos gestaltetes Menü begrüßt wird, stellt sich schnell heraus, dass das einzige Extra mitgeliefert wurde der Trailer von ANIARA selbst ist. Hier finden sich keine Interviews, Kommentare oder BTS Content.


Fazit:
Ein Raumschiff, das vom Weg zum Mars abgekommen ist. Eine Künstliche Intelligenz die den Benutzer in seine Erinnerungen versinken lässt. Eine Gesellschaft die sich ausschließlich mit Algen ernährt. Menschliche Verzweiflung. Das alles klingt sehr interessant und zeigt wie viel Potenzial ANIARA gehabt hat. Leider kann der Film vor allem seitens des Drehbuchs nicht wirklich überzeugen und springt durch zufällig gewählte Ereignisse. Vor allem aber die Blu-ray Version von Eurovideo grenzt an eine Frechheit, da es keine Untertitel gibt und der Film generell sehr lieblos gehandhabt wurde.


by Albert Bailo
Bilder © Eurovideo