Angel Has Fallen - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.01.2020
Digital VoD: 03.01.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min

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Inhalt

Immer an vorderster Front, um sein Leben für den Präsidenten zu geben: Mike Banning (Gerard Butler) ist der loyalste Mann des Secret Service. Zweimal in seiner langen Karriere hat er bereits den US-Präsidenten gerettet – Zeit, einen Gang runter zu schalten und über eine Versetzung in den Innendienst nachzudenken. Doch alles ändert sich nach einem vermeintlichen Routineeinsatz: Bei einem großangelegten Anschlag auf Präsident Trumbull (Morgan Freeman) stirbt fast das gesamte Secret Service-Team – nur Mike Banning überlebt und ist plötzlich der Hauptverdächtige. Während der Präsident schwer verletzt im Koma liegt, wird Banning von seinen Kollegen und dem FBI quer durchs Land gejagt und muss beweisen, wer die wahren Drahtzieher sind. Ein gnadenlos rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
9 Featurettes

Video on demand - Angel Has Fallen

DVD und Blu-ray | Angel Has Fallen

Blu-ray
Angel Has Fallen Angel Has Fallen
Blu-ray Start:
03.01.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min.

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Blu-ray Kritik - Angel Has Fallen

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Kaum einer hätte es vor sieben Jahren wohl für möglich gehalten, aber aus dem Stirb-langsam-im-Weißen-Haus-Verschnitt „Olympus Has Fallen“ hat sich so etwas wie eine unwahrscheinliche Erfolgsfranchise entwickelt. Das ist gar nicht mal so wenig nachvollziehbar, denn Fans dürsten förmlich nach dem mittlerweile selten gewordenen Holzhammer-Actionkino der Achtziger Jahre. Erfolgsgarant ist hier sicher Gerard Butler, eines der letzten typischen Alpha-Männchen, der das Fähnchen für gutes, altmodisches, handgemachtes Männerkino weiter unerbittlich hochhält. So ist nun auch „Angel Has Fallen“, der dritte Teil der Secret Service Agent Mike Banning-Saga, ein solider finanzieller Erfolg, der sogar weitere Teile und sogar TV-Spin-offs nach sich ziehen könnte.

Dass Teil 3 tatsächlich gar nicht mal schlecht ist, darf durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Das liegt sicher daran, dass man sich neu positionieren und nicht wiederholen will. So verzichtet man auf ein weiteres terroristisches Invasionsszenario und setzt stattdessen auf ein klassisches „Auf der Flucht”-Konzept, das mit den ursprünglichen Zutaten der in die Enge getriebenen einzelgängerischen Kampfmaschine durchaus wirkungsvoll und packend kombiniert wird. Regie-Neuzugang Ric Roman Waugh („Snitch“, „Shot Caller“) erweist sich als Glücksgriff, der die Franchise mit dem dritten Teil spürbar erdet und persönlicher gestaltet. War gerade „London Has Fallen“ Opfer von billigen Produktionsbedingungen, inkompetenter Regie und äußerst künstlich wirkenden Computer-Effekten geschwächt, setzt Waugh angenehmerweise auf handgemachte Action, die oft Wirkung zeigt. Es klingt banal, aber Waugh weiß neben solider Charakterarbeit, wie er Explosionen gut in Szene setzen kann.

Unerschütterliches Vertrauen: Präsident Trumbull (Morgan Freeman) bietet Mike Banning (Gerard Butler) den Posten des Geheimdienst-Direktors an.
Unerschütterliches Vertrauen: Präsident Trumbull (Morgan Freeman) bietet Mike Banning (Gerard Butler) den Posten des Geheimdienst-Direktors an. © Universum Film
Das kommt am deutlichsten in der wohl besten Szene des Films zum Vorschein, die die Story ins Rollen bringt. Waugh inszeniert hier eine durchaus innovative und wirklich spektakuläre Sequenz, bei der Präsident Trumbull (Morgan Freeman) und Banning mit seinem Secret Service-Team bei einem Angelausflug auf einem idyllischen See von einem Drohnenangriff überrascht werden. Hier ist nicht die Rede von ein paar Drohnen, sondern von einem bienenartigen Drohnenschwarm, der überaus rasant und unberechenbar umherschwirrt, Ziele gnadenlos erfasst und unbarmherzig in die Luft sprengt. Die tödliche und scheinbar ausweglose Gefahr ist greifbar, die Explosionen wuchtig, die menschlichen Körper umherfliegend. Banning, der aus zunächst noch unbekannten Gründen von der Zielerfassung ausgelassen wird, kann Trumbull gerade noch retten, sein gesamtes Team kommt bei dem Anschlag allerdings ums Leben.

Der Präsident liegt im Koma und auch Banning benötigt eine gewisse Zeit, um wieder zu sich zu kommen. Zu seiner Überraschung ist er jedoch an sein Krankenhausbett gekettet, da er tatsächlich als Hauptverdächtiger in der heimtückischen Attacke gilt. Nicht nur ist er der einzige Überlebende, auch wurden seine DNS-Spuren am Tatort sowie Auslandskonto- und Darknet-Verbindungen zu Russland gefunden. Banning ist ganz offensichtlich der Sündenbock in einem politischen Komplott und muss nun seine Unschuld beweisen. Doch hierfür muss ihm erst einmal die Flucht gelingen…

 FBI-Agentin Thompson (Jada Pinkett Smith) und ihr Team
FBI-Agentin Thompson (Jada Pinkett Smith) und ihr Team © Universum Film
Wer tatsächlich der Drahtzieher hinter dem Mordanschlag ist, sollte auch für unerfahrene Zuschauer kaum eine Überraschung sein. Überhaupt erweist sich „Angel Has Fallen“ durchaus als völlig vorhersehbare Angelegenheit, die aber dank effektiver Inszenierung durchaus über lange Zeit mitreißt. Klar, der Film ist letztlich eine Ansammlung von gängigen Genre-Versatzstücken, aber Waughs geerdete und realistische Herangehensweise sowie auch der immer charismatische Butler machen den Film sehenswerter als man nach den lustvoll absurden, aber meist völlig gehirnverbrannten Vorgängern hätte erwarten können. Banning ist zu Beginn geplagt von posttraumatischem Stress, der sich in Schmerzen und Pillen-Abhängigkeit niederschlägt, wodurch seine besten Tage scheinbar bereits hinter ihm liegen.

Als zusätzliches Ass im Ärmel erfreut Nick Nolte, der Bannings zurückgezogenen Vater und Kriegsveteran Clay mit überraschender Spielfreude und Sensibilität darstellt. Die entfremdete Vater-Sohn-Dynamik zwischen dem regierungstreuen Mike und dem bärtig-grummelnden paranoiden Einsiedler Clay gefällt zudem mit manchem humoristischen Moment, der auch dank der gelungenen Chemie zwischen Butler und Nolte funktioniert. Das schließt allerdings einen eher deplatzierten Mid-Credits-Gag aus, der mit dem nüchternen Ton des Films kollidiert und regelrecht aus einem anderen Film zu stammen scheint.

Mag das immer wieder wirkungsvolle „Auf der Flucht“-Szenario etwa eine Stunde lang durchaus überraschend gut funktionieren, wird der Film jedoch zunehmend generisch und nutzt sich spürbar ab. Fast schon wünscht man sich schließlich schon die herrlich plumpen und politisch unkorrekten One-Liner und exzessive Übertriebenheit der Vorgänger zurück, so formelhaft und eintönig wird der an sich solide inszenierte Actioner in seiner zweiten Hälfte. Die Ambition, Ein-Mann-Armee Banning mehr zu erden und ihn von einer persönlicheren und auch schwächeren Seite zu zeigen, ist löblich, geht aber auch nicht weit genug, um den Film wirklich so ernst zu nehmen, wie er sich selbst nimmt. Zudem wirken gerade die Schauplätze im dritten Akt zu sehr nach europäischen Ersatzschauplätzen, um glaubhaft amerikanisch zu wirken. Dennoch: gerade für Fans der Reihe und handgemachter altmodischer Action lohnt hier durchaus ein Blick.

 Mike Banning (Gerard Butler) kämpft für seine Unschuld
Mike Banning (Gerard Butler) kämpft für seine Unschuld © Universum Film
Bild
„Angel Has Fallen“ wurde digital auf Arri Alexa aufgezeichnet und überzeugt mit einem meist gestochen scharfen und überaus detailreichen Bild, das gerade in hellen Nahaufnahmen jedes noch so kleine Staubkorn offenbart. Die oft harten Kontraste und tiefen Schwarzwerte überzeugen, während die Farbpalette natürlich und meist in bläulich angehauchten kühlen Tönen daherkommt. Auch für wärmere Momente ist Platz, etwa bei den häuslichen Szenen zwischen Banning und seiner Frau Leah (Piper Perabo) zu Beginn. Bewusst eingesetztes digitales Korn sorgt gelegentlich für willkommene Textur, die „Angel Has Fallen“ einen etwas filmischeren und raueren Look verleiht. Alles in allem ein sehr hochwertiger Transfer.

Ton
Die Tonspuren von „Angel Has Fallen“ erweisen sich als bombastisch und äußerst effektgeladen. Gerade der Drohnenangriff ist ein absolutes Highlight, bei dem man durch die im gesamten Raum umherschwirrenden Flugobjekte und die äußerst wuchtigen Explosionen für echte Beklemmung sorgen. Auch ansonsten geht es hier akustisch jederzeit äußerst wirkungsvoll und lebendig zu. Der Sound begeistert mit hohem Dynamikumfang, exzellenter Klarheit und tadelloser Priorisierung der stets sehr gut verständlichen Stimmen.

Extras
Das Bonusmaterial überrascht mit einer Fülle von ausführlichen Featurettes, die den Film von allen Seiten beleuchten. Über eine Stunde wird man hier ausgiebig und kurzweilig über die Hintergründe der Produktion informiert, sodass kaum eine Frage offenbleibt. Lediglich ein Audiokommentar und eine deutsche Untertitelung fehlen, um das überzeugende Paket gänzlich zufriedenstellend abzurunden.
  • Even Heroes Fall – The Story (08:34 Min.) 
• Someone to Watch Over Me – New Blood (13:01 Min.) 
• Calling All Angels – Casting (18:13 Min.) 
• True Faith – Authenticity (09:38 Min.) 
• Fight for You – Stunts and Action (09:38 Min.) 
• Earth Angel – Recreating DC (06:24 Min.) 
• Angel Declassified: Drone Attack (03:12 Min.)
  • Angel Declassified: Truck Chase (03:18 Min.) 
• Angel Declassified: Zero Gravity (02:08 Min.) 
• Trailer 1 (01:04 Min.)
  • Trailer 2 (01:23 Min.)
  • Trailershow 


Fazit:
Es ist angesichts der beiden schwachen Vorgänger sicher nur ein Lob unter Vorbehalt, aber „Angel Has Fallen“ darf sich als bisher bester Vertreter der Überraschungs-Franchise um Secret Service-Ein-Mann-Armee Mike Banning bezeichnen. Regisseur Ric Roman Waugh überzeugt mit einem bodenständigeren Ton und variiert das Konzept mit einer weitestgehend effektiven „Auf der Flucht“-Prämisse. Dennoch ermüden das Dauerfeuer und die durchschaubare Handlung trotz mancher überraschend gelungener Action- und Charaktermomente dann am Ende doch.


by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film




Angel Has Fallen - Trailer