Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min

Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eine über New Mexico abgestürzte Militärsonde hat katastrophale Folgen: Im nahegelegenen Örtchen Piedmont sterben fast alle Einwohner innerhalb weniger Sekunden, die US-Regierung reagiert mit fieberhaften Untersuchungen in einem unterirdischen Labor in Nevada. Tatsächlich scheint es sich bei dem tödlichen Staub um einen außerirdischen Organismus zu handeln, der nicht nur mutiert, sondern auch imstande ist, zur Bedrohung für die gesamte Menschheit zu werden. Zwischen möglicher atomarer Lösung oder einem rettenden Forschungsergebnis beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Deutscher und englischer Trailer, Making of, Portrait über Michael Crichton, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All

Blu-ray
Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All (Steelbook) Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All (Steelbook)
Blu-ray Start:
17.04.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.
Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All
Blu-ray Start:
28.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Da waren’s nur noch zwei: In Windeseile hat sich die Bevölkerung von Piedmont, New Mexico, nach dem Absturz einer Militärsonde dezimiert. Lediglich ein Säufer und ein schreiendes Baby überleben – und geben dem rekrutierten Forscherteam um Dr. Jeremy Stone (Arthur Hill) Rätsel auf. Wieso ist ihr Blut nicht wie bei allen anderen Toten geronnen? Was haben sie gemeinsam? Den Wissenschaftlern bleiben nur wenige Tage, die kollektive Bedrohung zu entschlüsseln, während US-Präsident, Berater und Militär um eine nukleare Lösung ringen. Dass die katastrophale Folgen hätte, erkennen alle erst spät. Fast zu spät. Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All SzenenbildDenn was da aus dem Weltall in der amerikanischen Provinz gestrandet ist, will nicht nur mal eben nach Hause telefonieren.

Im Vergleich zu Stil prägenden Science-Fiction-Meilensteinen seiner Zeit wie Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ (1968) oder Steven Spielbergs „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977) nimmt „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ in der öffentlichen Wahrnehmung eher eine untergeordnete Rolle ein. Wer sich das Werk von Robert Wise („Bis das Blut gefriert“, „Star Trek: Der Film“) nun, 45 Jahre nach seiner Entstehung, auf Blu-ray anschaut, muss sich zwangsläufig fragen: WARUM? „The Andromeda Strain“, der auf dem gleichnamigen Roman von Michael Crichton („Jurassic Park“) basiert, gehört zu einer Kategorie von Filmen, wie sie heute im SF-Genre mit seinem immer hektischeren CGI-Overkill längst nicht mehr gedreht werden, und deren Artverwandte, wenn überhaupt, an einer Hand abzählbar sind. Denn mit welcher Detailbesessenheit, inszenatorischen Sorgfalt und technischen Raffinesse Regisseur Wise, Drehbuchautor Nelson Gidding und Spezialeffekte-Pionier Douglas Trumbull (seine Leistungsshow umfasst auch „2001“, „Unheimliche…“ und „Blade Runner“) hier in die Chronologie einer akuten biologischen Krise eintauchen, raubt einem auch nach viereinhalb Jahrzehnten noch den Atem.

Geht es im Kubrick-Universum zuweilen verkopft und prätentiös und bei Spielberg zu rührselig zu, kommt der „Andromeda“-Plot gänzlich nüchtern und sachlich daher – was sich aber keineswegs negativ auf Spannung und Atmosphäre auswirkt. Das apokalyptische Szenario, das hier entworfen wird, wirkt in den Cinemascope-Aufnahmen so realistisch, dass sich der Zuschauer voller Neugier, aber auch etwas mulmigem Gefühl mit Dr. Stone und seinem Kollegen Dr. Mark Hall (James Olson) auf den Weg macht, das von Leichen übersäte Schreckensnest Piedmont zu erkunden. Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All SzenenbildWie hier von einer auf die andere Sekunde sämtliche Bewohner jäh aus dem Leben gerissen wurden, beunruhigt nicht nur die Herren Wissenschaftler. Eine wahrlich ausgestorbene Geisterstadt – und das komplett ohne Zombies oder virusmutierte Hinterwäldler.

„Andromeda“ ist im weiteren Verlauf nicht nur Blaupause (Forscher unter Zugzwang im Wettlauf gegen die Zeit und das Militär etc.) für sämtliche Seuchen-Thriller folgender Generationen wie Wolfgang Petersens „Outbreak“ (1994), sondern gewinnt mit dem Schauplatzwechsel ins fünfstöckige, unterirdische „Steppenbrand“-Labor (hier haben sich die Architekten der Umbrella Corporation aus „Resident Evil“ offenbar inspirieren lassen) auch ungemein an klaustrophobischer Dramatik. Allein die Dekontaminations-Prozedur, der sich Dr. Stone und Co. unterziehen müssen, um ins unterste Level 5 des Zylinder-Baus zu gelangen, muss man gesehen haben. Ebenso die folgenden Untersuchungen von Mensch, Materie und Tier (die Versuche sind sensationell realistisch, sollen aber laut Blu-ray-Extras keine Opfer gefordert haben). Und dass bei der hochtechnischen Perfektion des Quarantäne-Apparates und der einzelnen Forschungsabteilungen auch noch Platz für Ironie ist – ein profanes, feststeckendes Stück Papier verhindert in einem Empfänger das akustische Signal für Nachrichten von außen und beschwört so fast eine Katastrophe herauf – ist ungemein erfrischend.

Zu den Zugaben der Blu-ray zählen eine Bildergalerie, Trailer (grottige Bildqualität, aber Robert Wise wendet sich direkt ans Publikum) sowie ein Porträt (OmU) von Vorlagen-Autor Michael Crichton. Darin erzählt der ehemalige Arzt (als solcher in einem Cameo auch im Film zu sehen) und mittlerweile verstorbene Bestseller-Schreiber von seinen Anfängen unter Pseudonym und wie die Idee zu „Andromeda“ entstand – durch eine Fußnote in einem Sachbuch („Kein Science-Fiction-Autor hat je über Organismen geschrieben, die in der oberen Schicht der Atmosphäre vorkommen könnten.“). Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All SzenenbildAbgerundet werden die Extras von einem Making-of (OmU), in dem Regisseur Robert Wise erläutert, warum er bewusst auf große Leinwandstars verzichtete, und Drehbuch-Koryphäe Nelson Gidding verrät, dass das technische Vokabular („Indikator in MP4“, „RF zeigt 6 Punkte über Normal bei Druck 3“), das so überzeugend klingt, komplett ausgedacht ist.

Apropos, die pseudo-wissenschaftlichen Dauer-Einschübe im Hintergrund könnten den einen oder anderen auf die Dauer nerven, zumal sie sich mitunter mit den Dialog-Passagen überlappen. Die Bild-Qualität ist solide, nicht überragend, aber für einen 45 Jahre alten Film immer noch vollkommen in Ordnung. Klar ist aber auch, dass „Andromeda“ mit seinem eher gemächlichen Erzähltempo und seinem zuweilen sehr ausführlichen (Kritiker würden sagen langatmigen) Fach-Chinesisch einiges an Geduld verlangt.


Fazit:
Unbedingt eine Wiederentdeckung wert: „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ ist ein ungemein fesselnder, brillant inszenierter Wissenschafts-Thriller mit beachtlicher Tricktechnik, der ein hohes Maß an Konzentration erfordert, dafür aber mit einem authentischen Schreckensszenario aufwartet.

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by Florian Ferber
Bilder © Koch Media