Anarchie - Blu-ray

Blu-ray Start: 21.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Cymbeline, der skrupellose Drogenboss und Anführer der Bikergang „Die Britons“ wird von keinem Geringeren als Oscar®-Nominee Ed Harris („Apollo 13“, „Die Truman Show“) verkörpert. Milla Jovovich („Das 5. Element“, „Resident Evil“) steht als seine Frau Queen mit an der Spitze der Gang, verfolgt insgeheim aber eigene Pläne und will die Krone für ihren Sohn Cloten, gespielt von Anton Yelchin („Star Trek“, „Terminator: Die Erlösung“). Als wäre das nicht genug, muss sich Cymbeline um die Liebschaft seiner Tochter Imogen (Dakota Johnson, „The Social Network“, „Fifty Shades of Grey“) kümmern. Diese heiratet heimlich Posthumus (Penn Badgley, „Der große Crash“, „Gossip Girl“), ein Gangmitglied und Ziehsohn von Cymbeline. Daneben tritt noch Lachimo, ein Betrüger und Feind Cymbelines, gespielt von Oscar®-Nominee Ethan Hawke („Training Day“, „Total Recall“), auf den Plan. Er hetzt Posthumus gegen dessen eigene Frau auf und überzeugt ihn von deren Untreue. Von Enttäuschung und Wut getrieben, will Posthumus nun seine Frau tot sehen. Eine packende Actionverfilmung mit komplizierten Intrigen, wilden Verfolgungsjagden und Schießereien sowie einem ungewissen Ausgang nimmt ihren Lauf.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit den Stars (ca. 21 Minuten), Behind the Scenes, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Anarchie

Blu-ray
Anarchie Anarchie
Blu-ray Start:
21.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Anarchie Anarchie
DVD Start:
21.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Anarchie

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Jahrelang hat Cymbeline (Ed Harris), König des britischen Motorradklubs, einen wackligen Frieden mit der Polizei von Rom aufrechterhalten. Die Königin (Milla Jovovich), seine zweite Frau, schmiedet ihre eigenen Pläne. Aber sie verliert die Hoffnung, dass sich ihr Sohn Cloten (Anton Yelchin) mit Imogen (Dakota Johnson), der einzigen Tochter der Königs, verbindet. Ohne ihre königlichen Eltern zu befragen, beschließt Imogen den mittellosen Posthumus (Penn Badgley) zu heiraten, den von Cymbeline mittlerweile verachteten Schützling. Die Hochzeit macht den König wütend und setzt eine Reihe verheerender Ereignisse in Gang, in denen auch Pisanio (John Leguizamo), Iachimo (Ethan Hawke) und Belarius (Delroy Lindo) eine große Rolle spielen.

Die Geschichte ist gut umgesetzt. Allerdings muss man sich erst an die Machart von „Anarchie“ (ein unpassend gewählter deutscher Filmtitel) gewöhnen. Doch spätestens nach einer Viertelstunde entfaltet der eigene Stil seine Wirkung und ist packend umgesetzt, weil die verschiedenen Charaktere gelungen dargestellt sind, weshalb ihre Motive nachvollziehbar erscheinen. Die vielen Ränkespiele sind klug aufgebaut, daher interessant und mit zunehmender Dauer auch spannend. Deshalb verzeiht man es der Storyline, dass die Mischung aus dem Alten Rom und der heutigen, modernen Zeit nicht immer funktioniert und an einigen Stellen hakt, weshalb der Film zwischendurch auch einige langatmige Sequenzen hat. Dafür sind die poetischen Dialoge sehr gut umgesetzt und auch die Intelligenz der Storyführung und die vielen schlauen Anspielungen machen „Anarchie“ zu einem insgesamt sehenswerten Film. Getragen wird dieser von den starken Schauspielern. Ed Harris (Snowpiercer, Gone Baby Gone, The Hours), der von seiner Statur und Größe nicht unbedingt wie der Anführer einer Bikergang aussieht, überzeugt dann seines ausdrucksstarken, bedrohlichen Spieles aber in dieser Rolle, was eine große Leistung ist. Ethan Hawke (Boyhood, Good Kill, Training Day) spielt seinen verschlagenen, ängstlichen Charakter klasse und zurückhaltender, als man es von ihm gewohnt ist, was aber zu der Figur passt. Eine sehr reife Leistung zeigt Jungstar Penn Badgley (Einfach zu haben, Der große Crash, Gossip Girl) als liebestrunkener Posthumus. Milla Jovovich (Resident Evil, Die drei Musketiere, Das fünfte Element) hat eine emotional sehr beeindruckende Sequenz und spielt ansonsten solide. Für John Leguizamo (John Wick, Der Mandant, Kiss the Cook) gilt letzteres ebenfalls. Anton Yelchin (Star Trek, Der Biber, Odd Thomas) darf sich hingegen in einer weiteren verrückten Rolle austoben und tut dies auf sehr gutem Niveau. Dakota Johnson (Fifty Shades of Grey, Need for Speed, 21 Jump Street) kann insgesamt überzeugen ohne zu überragen. Auch die mit größeren Nebenrollen versehenen Delroy Lindo (Malcolm X, Sahara - Abenteuer in der Wüste, Nur noch 60 Sekunden), Vondie Curtis-Hall (Stirb Langsam 2, Operation: Broken Arrow, Marvel’s Daredevil), Peter Gerety (A Most Violent Year, Flight, Inside Man) und James Ransone (Oldboy, Broken City, Sinister) zeigen ansprechende Leistungen. Kevin Corrigan (Fringe, Winter's Tale, Unstoppable) und Bill Pullman (The Equalizer, Schlaflos in Seattle, Independence Day) haben zudem witzige Gastauftritte. Neben der exzellenten Schauspielerriege überzeugen auch die ruhige Kameraführung, die schönen Locations, die guten Kostüme, die annehmbaren Spezialeffekte und vor allem die sehr stimmige, klug ausgesuchte Musikuntermalung.
Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen. Harris hat mit Wolfgang Condrus seine kernige, gewohnte Stimme, Hawke seinen ausdrucksstarken Standardsprecher Frank Schaff, Yelchin mit Constantin von Jascheroff die Stimme abbekommen, die ihn am passendsten vertont. Bis auf Jovovich und Leguizamo, die ungewohnte und in letzterem Fall auch eine ausdruckslose Stimme erhalten haben, wurden auch die restlichen Schauspieler gut vertont, was zur dichten Stimmung des Filmes beiträgt.

Die Blu-ray-Umsetzung ist solide. Das Bild ist beinahe durchgängig scharf, hat nur einige wenige unscharfe und verwaschene Sequenzen zu bieten, in denen die Kamera nicht scharf gestellt wurde. Auch ein paar krislige und flackernde Momente gibt es zu notieren. Dafür ist der Ton detailreich, deutlich und in angenehmer Lautstärke hervorragend im DTS-HD-Master-5.1-Format abgemischt. Die Extras beinhalten ein dreizehnminütiges Making-of, Interviews mit sechs Schauspielern, den Trailer und eine Bildergalerie. Das ist Durchschnitt, weil der hochgelobte Regisseur nie selbst zu Wort kommt und die Interviews nur mäßig aufschlussreich sind.


Fazit:
Guter, packender Film mit eigenem Stil, einer interessanten Mischung aus Altertum und Moderne - die allerdings nicht immer funktioniert - und einem exzellent ausgesuchten Cast. Trotz kleinerer Schwächen und Längen insgesamt sehenswert.

by Stefan Bröhl
Bilder © KSM GmbH