Ammonite - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.01.2022
Digital VoD: 01.01.2022
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min

Ammonite Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

England Mitte des 19. Jahrhunderts: Resigniert von der männlich-dominierten Wissenschaftswelt Londons, hat sich die einst gefeierte Paläontologin Mary (Kate Winslet) in ein Provinznest an der Küste im Südwesten Englands zurückgezogen. Dort hält sie sich und ihre von Krankheit gezeichnete Mutter (Gemma Jones) mühsam mit dem Verkauf von Fossilien an Touristen über Wasser. Deshalb kann Mary auch das lukrative Angebot eines wohlhabenden Kunden keinesfalls ausschlagen, der ihr seine schwermütige junge Ehefrau Charlotte (Saoirse Ronan) zur Erholung in Obhut geben will, um seine Studienreise ungestört fortsetzen zu können. Mary begegnet ihrem ungewollten Gast zunächst kühl und abweisend, bis Charlotte schwer erkrankt und Marys volle Aufmerksamkeit erfordert. Einhergehend mit Charlottes Genesung, gewinnt auch Mary langsam die Lebensfreude zurück, und ihre schroffe Fassade beginnt zu bröckeln. Aus den für beide unerwarteten Glücksgefühlen entwickelt sich bald leidenschaftliche Begierde, die alle gesellschaftlichen Konventionen ins Wanken bringt und den Lebensweg beider Frauen unwiderruflich verändern wird.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE / Tobis Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Interviews, B-Roll, Making Of, Bildergalerie

Video on demand - Ammonite

DVD und Blu-ray | Ammonite

Blu-ray
Ammonite Ammonite
Blu-ray Start:
07.01.2022
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Ammonite Ammonite
DVD Start:
07.01.2022
FSK: 12 - Laufzeit: 1123 min.

Blu-ray Kritik - Ammonite

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


„Ammonite“ ist einer dieser Filme, der dieses Jahr im deutschen Kino völlig unterging. Auch international fand er keinen großen Anklang, finanziell ist der Film eher ein Flop. Jedoch ist die Besetzung, bestehend aus Kate Winslet und Saoirse Ronan bereits Grund genug, um einen Blick auf diesen Film zu werfen. Ob sich „Ammonite“ lohnt, wird in dieser Kritik näher erläutert.

Wir befinden uns im England der 1840-er Jahre. Mary Anning (Kate Winslet) ist eine Paläontologin und verdient ihr Geld durch den Verkauf von Fossilien an Touristen. Der große Durchbruch gelang ihr nicht, obwohl ihre früheren Funde für Aufsehen gesorgt haben. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie in einfachen Verhältnissen, einen Ehemann oder Kinder hat sie nicht. Eines Tages kommt ein Mann in ihren Laden, der ihr ein Angebot anbietet, welches sie nicht ablehnen kann: Während einer mehrwöchigen Reise soll sie Charlotte (Saoirse Ronan), die Ehefrau des Mannes, in ihren Künsten unterrichten und bei ihrer Arbeit mitnehmen. Charlotte leidet an einer „Melancholie“, welche, wie sich der Gatte erhofft, über die Wochen wieder legen soll. Aus Geldmangel nimmt Mary den Auftrag an, jedoch entwickelt sich zwischen den Zwei eine romantische Affäre.

Kate Winslet und Saoirse Ronan in Ammonite
Kate Winslet und Saoirse Ronan in Ammonite © Tobis Film
Bei Filminteressierten dürfte nach der Inhaltsangabe etwas klingeln. Der 2019 erschienene „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ handelt von einer ähnlichen Geschichte, in der ebenfalls zwei Frauen entgegen dem damals herrschenden Rollenbild eine Affäre haben. Jedoch hat der französische „Portrait einer jungen Frau in Flammen“ etwas, was „Ammonite“ fehlt, und das ist Chemie. Kate Winslet und Saoirse Ronan sind für sich genommen hochkarätige Schauspielerinnen. Winslet hat in der Vergangenheit schon zahlreich ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, die Vorfreude war aber besonders bei Saoirse Ronan hoch. Ronan überzeugte jüngst in Filmen wie „Lady Bird“ und „Little Women“ mit sehr emotionalen Rollen, die durch ihr Schauspiel eine gewisse Gewichtung bekamen. Da sie ihre Rollen in den letzten Jahren sehr bedacht wählte und ihr Name schon fast als Qualitätsmerkmal galt, war ich umso überraschter, dass die Zwei nicht annähernd den Effekt erzielten, den ich erwartet habe.

Dabei behandelt der Film aber wichtige Themen und kritisiert die damals herrschenden Umstände, ganz im Vordergrund die Untergebenheit von Frauen und deren Ausbruch von sozialen Normen. Am Ende wurde mir aber nicht klar, wohin dieser Film eigentlich will. Bei „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ hatten die Figuren immer im Hinterkopf, dass die gemeinsame Zeit irgendwann enden wird und erschafft durch dieses Wissen einen Spannungsbogen. Bei „Ammonite“ ist die Ausgangssituation die Gleiche, macht im zweiten Drittel aber einen überraschenden Schnitt und endet ebenso plötzlich. Die Geschichte bekommt dadurch nicht annähernd die Tragweite, die sie bekommen könnte.

Saoirse Ronan in Ammonite
Saoirse Ronan in Ammonite © Tobis Film
Leider konnte „Ammonite“ nicht die Gefühle hervorbringen, wie es eben „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ schaffte. Trotzdem hat der Film seine Qualitäten. Mary Anning bei ihrer Arbeit zu verfolgen ist durchgehend unterhaltsam, besonders sie bekommt schöne Momente. Jedoch ist es schwer ein romantisches Drama zu empfehlen, bei welchem weder die Hauptfiguren eine gute Chemie zueinander haben noch man eine kohärente Geschichte bekommt.

Bild:
Der Film sieht sehr wertig aus. Schauplatz ist die Süd-Westküste Englands, die meist in kühlem Blau eingefangen wird. Eine 4k-Version gibt es nicht, jedoch ist die Blu-ray Qualität vollkommen ausreichend.

Ton:
Die Musik ist sehr dezent aufgetragen, untermalt die Geschichte und ist sehr stimmig. In der Originalsprache wird teilweise mit starkem Dialekt gesprochen, der Ton ist aber sehr sauber abgemischt, wodurch man keine Verständnisprobleme haben sollte.

Extras:
Bei den Extras wurde nicht gespart. Insgesamt gibt es über eine Stunde Interviewmaterial mit Kate Winslet, dem Regisseur Francis Lee und Saoirse Ronan. Enthalten sind ebenfalls rund 30 Minuten B-Roll aufnahmen, sowie verschiedene Trailer zum Film, aber auch Trailer zu „Vergiftete Wahrheit“, „The Father“ und „Weißbier im Blut“. Wirklich klasse!


Fazit:
„Ammonite“ ist leider nicht der emotionale Tritt in die Magengrube, den ich mir erhofft habe. Trotzdem merkt man die Ambitionen hinter dieser Produktion, auch wenn diese nicht an den Zuschauer weitergegeben werden.


by Thomas Stadler
Bilder © LEONINE / Tobis Film




Ammonite - Trailer



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