Akira - Steelbook (Special Edition) - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 124 min

Akira - Steelbook (Special Edition) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Freunde Tetsuo und Kaneda sind typische Jugendliche Neo-Tokyos. Als Mitglieder einer Motorradgang machen sie nachts die Straßen unsicher und liefern sich harte Kämpfe mit rivalisierenden Gangs. Bei einem dieser Konflikte stößt Tetsuo mit einer seltsamen Gestalt zusammen. Kurz darauf taucht das Militär auf, nimmt Tetsuo gefangen und führt an ihm Experimente durch, die unglaubliche psychische Kräfte in ihm wecken. Während Kaneda verzweifelt versucht, Tetsuo zu befreien, geraten dessen neugewonnene Kräfte immer mehr außer Kontrolle und drohen nun ein zweites Mal Tokyo zu vernichten.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Japanisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Animation Library, Art Works Gallery, Booklet (32 Seiten), Making Of, Original Japanischer Trailer, Teaser & TV-Spots

DVD und Blu-ray | Akira - Steelbook (Special Edition)

Blu-ray
Akira - Steelbook (Special Edition) Akira - Steelbook (Special Edition)
Blu-ray Start:
31.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 124 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Akira - Steelbook (Special Edition) Akira - Steelbook (Special Edition)
DVD Start:
31.10.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 119 min.

Blu-ray Kritik - Akira - Steelbook (Special Edition)

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Japan im Jahr 2019: Als der dritte Weltkrieg vor 31 Jahren ausbrach, zerstörte eine gewaltige Explosion die Stadt Tokio. Aber der Bevölkerung ist es in den nächsten 30 Jahren gelungen, Tokio aus der Asche wieder auferstehen zu lassen. In diesem neuen postnuklearen „Neo Tokio“ herrscht jedoch Anarchie und es wimmelt von Gangs und Terroristen, die von der korrupten Regierung nur mühsam mit militärischer Gewalt unter Kontrolle gehalten werden können. Die Freunde Tetsuo und Kaneda sind zwei typische Jugendliche Neo-Tokios, die mit ihrer Motorradgang und ihren heißen Maschinen nachts die Straßen unsicher machen und sich erbitterte Kämpfe mit rivalisierenden Gangs liefern. Bei einer dieser Auseinandersetzungen stößt Tetsuo mit einer seltsamen, greisenhaften Gestalt zusammen. Kurz darauf taucht das Militär auf, nimmt Tetsuo gefangen und führt an ihm Experimente durch, die unglaubliche psychische Kräfte in ihm wecken. Während Kaneda verzweifelt versucht, seinen Freund aus der Gefangenschaft zu befreien, geraten dessen neugewonnene Kräfte immer mehr außer Kontrolle und drohen, die Stadt Tokio ein zweites Mal zu zerstören.

Kritik:
Mangas und Animes gibt es inzwischen beinahe so viele wie Sand am Meer. Der wohl Bekannteste von allen dürfte aber Akira von Katsuhiro Otomo sein. Die Manga-Reihe, die 1982 startete und 1990 abgeschlossen wurde, gilt heutzutage als Meilenstein der Comic-Geschichte und trug maßgeblich dazu bei, das sich Manga und Anime auch in westlichen Gefilden verbreitete. Mehr sogar: Akira, bei dessen Entstehung sich Katsuhiro Otomo offensichtlich auch von Ridley Scotts „Blade Runner“ hat inspirieren lassen, war seinerzeit sogar die erste in Deutschland komplett veröffentlichte Manga-Serie. 1988 adaptierte Autor Katsuhiro Otomo seinen Comic fürs Kino, der aus heutiger Sicht dem Erfolg der Comic-Reihe in keinster Weise nachsteht. Nun ist Akira kürzlich endlich auch auf Blu-ray erschienen und wir haben es uns nicht nehmen lassen, die HD-Variante einem ausführlichen Test zu unterziehen.

Die Handlung spielt wie eingangs bereits erwähnt, in Neo-Tokio des Jahres 2019, nachdem die japanische Hauptstadt 1988 im dritten Weltkrieg komplett zerstört wurde. Eines Abends begegnen die zwei jugendlichen Motorrad-Freaks und Gang-Mitglieder Kaneda und Tetsuo zufällig einem kleinen Jungen mit übernatürlichen Fähigkeiten, der sie ungewollt in politische Scharmützel auf höchster Ebene verwickelt. Kaneda ist dabei eigentlich unwichtig, jedoch wird Tetsuo vom Militär entführt, das an ihm in einem unterirdischen Forschungslabor geheime Experimente durchführt. In diesem Labor liegt auch der mysteriöse Akira im Kälteschlaf, dessen Kraft bei Erwachen angeblich das Ende der Welt heraufbeschwören soll. Auch bei Tetsuo werden übernatürliche Fähigkeiten festgestellt, allerdings wird der junge Biker zunehmend größenwahnsinnig und immer unberechenbarer. Als er aus dem geheimen Forschungslabor ausbricht, könnte dies den Auftakt für eine unvorstellbare Katastrophe bedeuten – aber vielleicht auch für einen Neuanfang.

Katsuhiro Otomos Akira ist keine leicht verdauliche Kost – weder für Jugendliche noch für Erwachsene. Der komplexen Handlung, die mit zunehmender Laufzeit immer mehr ins Cyberpunk-Genre abdriftet, kann man nämlich nur schwerlich folgen. Aus diesem Grund sollte man sich das filmische Werk, das inzwischen Kult-Status genießt, besser mehrmals zu Gemüte führen, da sich einem nur auf diese Weise das komplette Spektrum des Plots erschließt. Zudem ist Akira hart, weshalb der Film nicht ohne Grund eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten hat. Zwar handelt es sich bei dem Titel um einen waschechten Manga, allerdings von der keinesfalls kindgerechten Sorte und bei dem es nicht gerade zimperlich zugeht. Während der Straßenschlachten werden knallharte Rennen gefahren, es gibt brutale Schlägereien, bei denen selbst das weibliche Geschlecht nicht verschont wird und es spritzt auch reichlich Blut. Alleine schon aus letztgenanntem Grund ist Akira eindeutig nichts für Kinder, zudem vermittelt der Film eine Story, die definitiv nicht für Köpfe jüngerer Semester geeignet ist. Ältere Zuschauer, welche sich auf den Streifen einlassen, sollten nicht verwundert sein, das gegen Ende des Films die Geschichte nicht immer schlüssig ist, was hier aber auch nicht wirklich wichtig ist, denn immerhin bietet Akira eine recht anspruchsvolle Science-Fiction-Cyberpunkt-Story, die man in dieser Form sonst nirgends zu sehen bekommt. Handwerklich und Tricktechnisch ist die Produktion für heutige Verhältnisse jedenfalls immer noch sehr beeindruckend umgesetzt, weshalb Akira nach Sichtung definitiv einen bleiben Eindruck hinterlässt.

Vor allem in Bezug auf die audiovisuelle Umsetzung trifft das eindeutig zu, denn Akira ist wahrlich ein Erlebnis! Der Bildtransfer im Seitenverhältnis von 1.85:1 (16:9) sieht wahrlich erstklassig aus, was auf ein gutes und aufwendiges Remastering zurückzuführen ist. Die Schärfe ist gut, die Animationen und gemalten Hintergründe können sich ebenfalls sehen lassen und auch die Farben kommen auf Blu-ray sehr sauber und gleichermaßen natürlich rüber. Das hohe Alter von 26 Jahren sieht man der Produktion zu keiner Zeit an, eine wirklich sehr gelungene Leistung. Beim deutschen Sound sieht es ebenfalls rosig aus, denn Universum Film spendiert der High Definition-Variante von Akira gleich drei HD-Tonspuren. Zwei davon sind in Deutsch, eine als DTS-HD MA 5.1-Mix mit der 2005er Vertonung und eine als DTS-HD MA 2.0-Abmischung mit der Synchronisation aus dem Jahr 1991. Ebenfalls mit an Bord ist ein japanischer Dolby TrueHD 5.1-Mix, zu dem sich für das bessere Verständnis optional deutsche Untertitel zuschalten lassen. Ganz gleich für welche der drei Varianten man sich letztlich entscheidet, alle haben eines gemeinsam: Sie klingen allesamt sehr frontlastig. Satte Surround-Effekte oder einen kräftigen Bass bietet Akira zu keiner Zeit, dafür stimmt aber die Dynamik und auch die Dialoge sind zu jeder Zeit klar verständlich. An dieser Stelle möchten wir auch noch darauf hinweisen, dass sich die beiden deutschen Tonspuren inhaltlich stark voneinander unterscheiden. Die Synchronisation aus dem Jahr 2005 beinhaltet nicht nur andere Sprecher, auch die Dialoge sind teils vollkommen anders als in der 1991er Variante. Den Vorzug sollte man hier der Synchronisation aus dem Jahr 2005 geben, da diese nicht nur besser, sondern auch zeitgemäßer klingt.

Schön anzusehen ist, dass es einige sehr interessante Specials auf die Blu-ray geschafft haben. Den Anfang macht hier ein sehenswertes „Making-of“ (43:04 min.), welches die 5.1-Ton-Überarbeitung des Soundtracks zeigt, die im Jahr 2001 stattfand. Ebenfalls sehr informativ ist die „Animation Library“ (31:33 min.), in der man unter anderem gezeigt bekommt, wie aus einzelnen Zeichnungen ein vollwertiger Animationsfilm entsteht. Neben den Zeichnern des Films äußert sich hier auch Autor und Regisseur Katsuhiro Otomo über die Produktion. Positiv abgerundet wird das Bonusmaterial zudem durch eine „Art Works Galerie“ (11:16 min.) sowie den originalen „Kinotrailer“ (2:08 min.), einen Teaser und diverse TV-Spots. Erwähnenswert ist außerdem, dass sämtliche Extras mit deutschen Untertiteln versehen wurden.

Fazit: An der technischen Umsetzung von Akira gibt es nichts auszusetzen. Die Bildqualität ist erstaunlich gut ausgefallen, beim deutschen Sound wurden dem Titel löblicherweise gleich zwei Tonspuren spendiert und auch bei den Extras kommen Fans des Films auf ihre Kosten. Kurzum: Akira ist auf Blu-ray ein Hochgenuss, den sich Manga- und Anime-Fans keinesfalls entgehen lassen sollten.

by Roland Nicolai
Bilder © Universum Film