Ai Weiwei - Never Sorry - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.04.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 91 min

Ai Weiwei - Never Sorry Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ai Weiwei ist der prominenteste chinesische Gegenwartskünstler und schärfste Regimekritiker im eigenen Land. Er ist Teil der internationalen Kunstszene und der globalen Popkultur und inspiriert seine Anhänger in aller Welt. Im April 2011 verschwindet Ai Weiwei spurlos – niemand weiß, wo er ist und wie es ihm geht. Weltweit regt sich Protest, die Menschen machen sich stark für ihn und fragen „Wo ist Ai Weiwei?“. Nach drei Monaten ist er plötzlich wieder da. Seit Juni 2011 steht Ai Weiwei unter politischem Hausarrest. Die junge Regisseurin Alison Klayman hat den international gefeierten Künstler und Aktivisten drei Jahre lang begleitet. Sie hat mit langjährigen Wegbegleitern Ai Weiweis gesprochen, mit Künstlern und Autoren, aber auch sehr persönliche Gespräche zwischen Ai Weiwei und seiner Mutter Gao Ying aufgezeichnet und zeigt Ai Weiwei als Vater eines drei-jährigen Sohnes. Ihr Portrait ermöglicht einen einzigartigen Einblick in Ai Weiweis Persönlichkeit, sein Privatleben und sein Schaffen: eine differenzierte Beschreibung des heutigen Chinas zwischen Willkür und Widerstand.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / dcm
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Mandarin, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interview mit Regisseurin Alison Klayman, Originaltrailer

DVD und Blu-ray | Ai Weiwei - Never Sorry

Blu-ray
Ai Weiwei - Never Sorry Ai Weiwei - Never Sorry
Blu-ray Start:
03.04.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Ai Weiwei - Never Sorry Ai Weiwei - Never Sorry
DVD Start:
03.04.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 87 min.

Blu-ray Kritik - Ai Weiwei - Never Sorry

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 6/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Der Dokumentarfilm von Regisseurin Alison Klayman über den chinesischen Aktivisten und Künstler Ai Weiwei wurde auf beinahe jedem internationalen Filmfestival gezeigt. Auf dem renommierten Sundance Film Festival erhielt er 2012 sogar den Jury-Spezialpreis.

Ai Weiwei ist ein Mensch, der sich nicht verbiegen lässt. Der Sohn des Dichters Ai Qing wurde am 28.August 1957 in Peking geboren. Er studierte ab 1983 in New York und verfolgte die Entwicklung seines Heimatlandes immer aufmerksam und vor allem kritisch. Nach und nach entwickelte er sich zu einem Aktivisten, der das diktatorische Regime Chinas immer wieder scharf kritisierte. Das hatte große Probleme mit der Polizei zur Folge. Einmal wurde Weiwei auf den Kopf geschlagen und hatte fortan starke Kopfschmerzen. Er musste wegen einer Gehirnschwellung operiert werden und ist nur knapp dem Tod entronnen.
Weiwei musste auf seinem beschwerlichen Weg als Kritiker viel von der chinesischen Regierung einstecken. Dieses Filmporträt zeigt in beeindruckender Art und Weise, wie ein einzelner Mann das gut 1,3 Milliarden Einwohner große Land zu verändern und zu verbessern versucht.

Weiwei ist charismatisch, philosophisch und provokant. Damit ist er dem mächtigen Regime ein Dorn im Auge und muss aus deren totalitärer Weltsicht kontrolliert werden. Ihm wurden und werden immer Steine in den Weg gelegt, doch Weiwei lässt sich davon nicht aufhalten und kämpft weiter, obwohl seine Freunde und Verwandten sich große Sorgen um ihn machen, da kritische Menschen in China gerne mal plötzlich verschwinden oder verhaftet und eingesperrt werden.
Zumal Weiwei den Leidensweg bereits durch seinen Vater Ai Qing kannte. Dieser wurde als Staatsfeind gebrandmarkt und musste 19 Jahre in einem Arbeitslager leben. Er versuchte einige Male, sich selbst umzubringen. Das hat Weiwei bis heute nicht überwunden und ist tief in ihm verankert. Dennoch kämpft der mittlerweile 57-Jährige weiter für ein gerechteres China.
Es ist bemerkenswert, wie sehr sich Weiwei diesem Ziel verschrieben hat und was er alles auf sich nimmt, um es zu erreichen. Am Ende des spannenden, brisanten und hochinteressanten Filmes ergibt sich ein gelungenes, beinahe allumfassendes Gesamtbild des Künstlers. Der Schnitt ist eigen, doch man kann ihm durchgehend folgen, obwohl es einige Zeitsprünge gibt und die Hintergründe von Weiweis frühen Lebensjahren erst allmählich erklärt werden. Dennoch ist „Never Sorry“ ein hervorstechender und wichtiger Dokumentarfilm, der äußerst sehenswert ist und einen tiefen Einblick in ein von außen fremd erscheinendes Land gibt.

Die Blu-ray Umsetzung ist gut. Das Bild ist an einigen Stellen etwas unscharf und körnig, an anderen Stellen hingegen scharf und klar. Der Ton ist laut, deutlich und gut im DTS HD 5.1-Format abgemischt. Im Bonusmaterial erfährt man anhand des ausführlichen, 37-minütigen Interviews viel Wissenswertes.


Fazit:
Intimer, bemerkenswerter Einblick in das Leben des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei, dessen beschwerlicher Weg hier gut und verständlich nachgezeichnet wird. Der Film lebt vom Charme seines Protagonisten, ist ihm gegenüber dadurch aber etwas unkritisch, was der einzige kleine Schwachpunkt ist. Dennoch ist Klaymans Werk herausragend. Ein wichtiger Film, den man gesehen haben sollte.

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by Stefan Bröhl
Bilder © Universum Film / dcm