A Quiet Place - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

Die Welt ist von rätselhaften, scheinbar unverwundbaren Kreaturen eingenommen worden, die durch jedes noch so kleine Geräusch angelockt werden und sich auf die Jagd begeben… Lediglich einer einzigen Familie gelang es bisher zu überleben. Der Preis hierfür ist jedoch hoch: Ihr gesamter Alltag ist darauf ausgerichtet, sich vollkommen lautlos zu verhalten, denn das kleinste Geräusch könnte ihr Ende bedeuten...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Paramount Home Entertainment
Tonformate:
D, GB, FR, IT, PO, RU, ES, TH, HU: 5.1 Surround
GB: Dolby Atmos
Untertitel:
D, GB, AR, ZH, DA, ET, FI, FR, EL, HE, HI, IS, IT, JA, KO, LT, MS, NL, NO, PT, RU, SV, SK, ES, TH, CS, TR, HU
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Creating the Quiet – Behind the Scenes of A Quiet Place
The Sound of Darkness – Editing Sound for A Quiet Place
A Reason for Silence – The Visual Effects of A Quiet Place

DVD und Blu-ray | A Quiet Place

Blu-ray
A Quiet Place A Quiet Place
Blu-ray Start:
23.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
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23.08.2018
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DVD
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23.08.2018
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Blu-ray Kritik - A Quiet Place

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


John Krasinski, Hauptrolle und gleichzeitig Regisseur von "A Quiet Place" schafft mit selbigem ein alptraumhaftes, dystopisches Drama in dessen Zentrum eine vierköpfige Familie sich damit arrangiert hat in einer Welt zu leben, die beherrscht wird von riesigen Ungeheuern mit ultrasensiblem Gehör, die durch kleinste Geräusche angelockt blitzschnell zuschlagen.

Emily Blunt als Evelyn Abbott und Millicent Simmonds als Regan Abbott
Emily Blunt als Evelyn Abbott und Millicent Simmonds als Regan Abbott © Paramount Home Entertainment
Der Großteil der Menschheit wurde nach einer Invasion unbekannter Kreaturen von ihnen dahingerafft. Sie reagieren auf jede Form von Geräuschen, haben dafür aber nicht die Fähigkeit zu sehen. Zu den wenigen Überlebenden gehört die Familie Abbot, die sich mit der Zeit an die Gegebenheiten gewöhnt und es geschafft hat, sich in dieser lebensfeindlichen Welt ein gemütliches zu Hause auf einem entlegenen Bauernhof mit eigenem Kornspeicher aufzubauen. Alles ist so gut geräuschisoliert und die Verständigung untereinander funktioniert fast ausschließlich über Zeichensprache. Lee (John Krasinski) und seine Frau Evelyn (Emily Blunt) erziehen ihre beiden Kinder Marcus (Noah Jupe) und die beinahe gehörlose Regan (Millicent Simmons) unter dem Prinzip der absoluten Stille. Als Evelyn jedoch schwanger wird, stellt sich die Frage: Wie gebäre ich ein Kind ohne ein Geräusch von mir zu geben?

Horrorfilme, sowohl reinrassige als auch Genreübergreifende Werke, haben es heutzutage besonders schwer Kritiker und Publikum zu begeistern, da man das Gefühl hat einfach schon alles gesehen zu haben. Originalität ist das Zauberwort, das die Herzen höher schlagen lässt. Gute aktuelle Beispiele dafür sind Pascal Laugier's Traumaschocker Ghostland, der bizarr großartige Hereditary oder der kürzlich erschienene Pyewacket. In diese Riege reiht sich nunmehr der vorliegende "A Quiet Place" nahtlos ein und bereichert die Sammlung von kleinen extravaganten Gruselperlen. A Quiet Place punktet weniger durch eine ausgeklügelte und wendungsreiche Story, dafür umso mehr im Erzeugen einer authentischen und realitätsnahen Atmosphäre inmitten einer postapokalyptischen Welt, die es so nie geben kann. Das zu schaffen bedarf allerdings einiger Zutaten, derer sich John Krasinski bedienten musste um das auf die Leinwand zu bringen, was nun als Endergebnis am 23.08.2018 in die Heimkinos kommt.

John Krasinski in A Quiet Place
John Krasinski in A Quiet Place © Paramount Home Entertainment
Angefangen bei einem grandiosen Cast, angeführt vom Herrn Regisseur persönlich, der eine tolle Performance als schützender Familienvater und helles Köpfchen abliefert. Zu jeder Zeit weiß man, dass dieser Mann alles für seine Frau und seine beiden Kinder tun würde, ohne dabei den Hollywood Helden raushängen lassen zu müssen und durch todesmutige Konfrontation mit den übermenschlich schnellen und unverwundbaren Wesen bloß klischeehafte Dummheit zu unterstreichen. Er verkörpert eher den kühlen Kopf, der in einer solchen Umgebung überlebensnotwendig ist, scheut aber auch nicht davor zurück offen Angst und Nervosität zu zeigen. Besonders in Gegenwart seiner Frau Evelyn, die in Form von Ehefrau Emily Blunt perfekt besetzt wurde. Sie verkörpert das Bindeglied zwischen ihrem vor Sorge blinden Mann und den Kindern, die in dieser zerrütteten Welt viel zu schnell erwachsen werden müssen. Und genau darauf liegt der Hauptfokus des Werkes. Die Problematiken des Alltags und des Erwachsenwerdens in Zeiten von Gefahr und Tod zu verdeutlichen und dabei eine gefühlte Bindung zu den agierenden Personen aufzubauen und Anteil an ihrem Leben zu haben. Das gelingt Krasinski in vollem Umfang und auch die Kinderdarsteller Noah Jupe und Millicent Simmons passen perfekt ins Bild. Sie zeigen eine tiefgehende Geschwisterbeziehung, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder entgegen ihres Alters zu agieren, was leider sehr oft in anderen Filmen praktiziert wird.

Emily Blunt in A Quiet Place
Emily Blunt in A Quiet Place © Paramount Home Entertainment
Die Familienharmonie mit ihren Reibereien, die alle im Stillen von Statten gehen und die doch tiefer gehende Verbundenheit und Einheit. Bei der Wahl der Kulissen wurde eine abgelegene Farm als Handlungsort auserkoren, die, ein wenig an "The Walking Dead" erinnernd, fantastisch hergerichtet und in Szene gesetzt wurde. Mit viel Liebe zum Detail wurde alles möglichst situationsbezogen schallisoliert hergerichtet, eine Art Beleuchtungswarnsystem installiert und so realistisch dargestellt, dass man das Gefühl hat mitten drin zu sein, und nicht bloß als dritter das abstruse Geschehen zu beobachten. Besonders hervorzuheben ist noch die Wirkung der fast absoluten Stille die sich durch den gesamten Film zieht. Man ertappt sich selbst dabei, wie man beim Schauen tunlichst vermeidet irgendein Geräusch von sich zu geben. Die Gebärdensprache, sprich die Untertitel, waren zu keiner Zeit störend und die wenigen Gespräche die stattfanden waren klug und einfühlsam geschrieben. Ebenso wie die geschickt eingesetzten Geräuschkulissen und das markerschütternde Geschrei der blinden Kreaturen, die furchteinflößend gut animiert wurden. Der Gewaltgrad hält sich sehr in Grenzen, dafür ist die Stimmung bis zum Zerreißen gespannt und das Acting über die perfekte Laufzeit von 90 Minuten so überzeugend geraten, dass prompt ein zweiter Teil bestellt wurde.

John Krasinski spielt Lee Abbott
John Krasinski spielt Lee Abbott © Paramount Home Entertainment
Das Bild überzeugt im 1080p Full HD im Format 2,40:1 und nutzt diese auch voll und ganz aus. Zwar ist der Film überwiegend dunkel gehalten, aber das tut der Detailfülle keinen Abbruch. Alles ist glasklar zu erkennen und keinerlei Körnung oder andere Fehler trüben das Bild. Die Kameraführung ist im Allgemeinen sehr ruhig und bis auf kleine Ausnahmen kommt "A Quiet Place" ohne hektische Schnitte und verwackeltes Bild aus.

Der Ton, vorliegend in deutscher und englischer Originaltonspur, sowie russisch, polnisch, ungarisch, italienisch, französisch und spanisch im Format DD 5.1 Surround fällt bei diesem Film gar nicht so schwer ins Gewicht, da sich ja ein Großteil in absoluter Stille abspielt. Höchstens leise Hintergrundmelodien oder sehr wenige tatsächliche Gespräche sind zu vernehmen. Kleine Ausnahmen bilden da die doch etwas actionlastigeren finalen 20 Minuten in denen das Soundsystem dann mal etwas zum Einsatz kommt. Aber auch dann nicht mit übermäßig viel Krach, dass einem die Teller aus den Boxen fliegen. Im Gesamten ein gutes Gleichgewicht.

Als Extras gibt es "Die Erschaffung der Stille - Hinter den Kulissen", "Der Klang der Dunkelheit - Die Tonbearbeitung" und "Ein Grund zum Schweigen - Die visuellen Effekte". Interessante Backround Informationen zur Entstehung des Films.


Fazit:
A Quiet Place lässt sich keinem speziellen Genre zuordnen und nutzt das beste aus jedem, dessen er sich bedient: Endzeit-Thriller, Familiendrama und Horror, und all das so geschickt portioniert, dass ein Meisterwerk dabei herauskam, das sich lohnt auch mehr als einmal gesehen zu werden. Ich für meinen Teil war begeistert von der Charakterentwicklung, insbesondere die der gehörlosen Regan und der Grundstimmung die durch diese allumfassende Stille erzeugt und sich durch den gesamten Film konstant aufrecht halten konnte. Für mich persönlich neben "Ghostland" der bisher beste "Horror"-Film diesen Jahres.

by Christoph Berger
Bilder © Universal Pictures / Paramount Home Entertainment