96 Hours - Taken 3 (Extended Cut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.05.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min

96 Hours - Taken 3 (Extended Cut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Liam Neeson kehrt zurück als ehemaliger Top-Agent Bryan Mills. Dessen Leben bricht völlig auseinander, als er fälschlicherweise eines Mordes beschuldigt wird, dessen Opfer ihm sehr nahe stand. Während er von einem hartnäckigen Polizeiinspektor (Forest Whitaker) verfolgt wird, setzt Mills seine ganz besonderen Fähigkeiten ein, um den wahren Killer zu finden und ihn zur Rechenschaft zu ziehen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Taken 3: Featurettes, Interviews mit Cast & Crew, Deleted Scene

DVD und Blu-ray | 96 Hours - Taken 3 (Extended Cut)

Blu-ray
96 Hours - Taken 3 (Extended Cut) 96 Hours - Taken 3 (Extended Cut)
Blu-ray Start:
29.05.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
96 Hours - Taken 3 (Extended Cut) 96 Hours - Taken 3 (Extended Cut)
DVD Start:
29.05.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - 96 Hours - Taken 3 (Extended Cut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 6/10
Ton: | 5/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Was wäre ein erfolgreicher und einfallsreicher Hollywood-Streifen ohne zwei obligatorische Sequels, die im Eifer des Gefechts und dem Ringen um möglichst hohen Profit innerhalb kürzester Zeit auf den Markt gefeuert werden. Das dachten sich auch die Produzenten des Erfolgsthrillers „96 Hours“ alias „Taken“ mit Liam Neeson. So folgt sechs Jahre nach dem Original mit „96 Hours – Taken 3“ (OT: „Taken 3“) nun der (vorläufige) Abschluss der Trilogie auf DVD und Blu-ray.

Nachdem seine Familie bereits zwei Mal entführt wurde, ereilt den ehemaligen Special-Agent Bryan Mills (Liam Neeson, „Non-Stop“) der nächste Schicksalsschlag: Seine Ex-Frau und Mutter seiner Tochter Kim (Maggie Grace, „Lockout“) wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf Bryan, doch dieser geht der Sache auf eigene Faust auf den Grund. Von der Polizei verfolgt, entdeckt er bald die wahren Mörder und bricht zu einem eiskalten Rachefeldzug auf.

2008 gelang Regisseur Pierre Morel („The Transporter“) mit „96 Hours“ ein echter Überraschungserfolg: Kompromisslos und brachial inszeniert er den Rache-Thriller mit einem durch Liam Neeson perfekt besetzten Protagonisten. Neeson kehrt über Nacht zurück in den Hollywood-Olymp und beschert den Produzenten einen ordentlichen Einnahmebonus. Doch wie schon zuvor bei „Hangover“ geschehen, muss natürlich schlagartig ein Sequel folgen, das 2012 erscheint und die Story des ersten Teils in minderer Qualität wiederkäut. Im Anschluss an „96 Hours – Taken 2“ dementierte Neeson lange Zeit einen drittem Teil, stimmte letztendlich aber zu; unter der Bedingung, dass dieses Mal niemand entführt würde. Und so steht der von Vorfreude begeisterte Fan nun vor dem Abschluss der Trilogie, den man wohl besser als Scherbenhaufen betitelt.

Teil drei, genau wie sein Vorgänger von Olivier Megaton inszeniert, macht nämlich leider alles falsch. Dort, wo in „96 Hours“ beeindruckende Kampf- und Schusswechsel stattfanden, reiht sich im dritten Part eine mechanisch einstudierte Schlägerei an die andere. Hinzu kommen eine knappe Handvoll minder spannende Verfolgungsjagden, die zumeist mit CGI-Effekten ordentlich aufgemotzt wurden. Dabei zeichnete sich der ursprüngliche Film gerade durch seinen Verzicht auf viele Computereffekte aus, indem er sich auf die Überzeugungskraft gut choreografierter Schlägereien und eine starke Geschichte verlies. Auch letztere fehlt „96 Hours – Taken 3“. Von Beginn an erkennt der Zuschauer den Drahtzieher des Geschehens und fiebert nur wenig mit dem verweichlichten Hauptcharakter mit, der seine Kompromisslosigkeit aus Teil eins auf der Strecke gelassen hat. Stattdessen bekommt man einen routinierten Actionfilm präsentiert, der bewusst auf ein möglichst breites und damit auch junges Publikum zurechtgeschnitten wurde. Tragisch zudem, dass Forrest Withaker in seiner Rolle als Chefermittler nicht nur blass und unbeteiligt wirkt, sondern dem Film damit auch noch eine B-Movie-Atmosphäre zuteilwird.

Das Bild der Blu-ray, welches im Format 2.40:1 vorliegt, wirkt vordergründig immer scharf. Störend fällt jedoch auf, dass Szenen zeitweise unscharfe Objekte im Hintergrund besitzen. Diese fallen sofort ins Auge und lenken vom eigentlichen Geschehen ab. Die beiden DTS-HD Master Audio 5.1-Tonspuren in deutscher und englischer Sprache sind ebenfalls nicht ganz auf der Höhe. Besonders die Effekte bei Schlägereien oder Verfolgungsjagden wirken oft halb verschluckt, sodass trotz Surround-System keine Kinoatmosphäre zustande kommt.
Das Bonusmaterial der Disc umfasst rund 80 Minuten und zeigt neben Interviews mit Cast und Crew diverse Featurettes, die sich mit den Stunts, der Garderobe und den Locations in „96 Hours – Taken 3“ beschäftigen. Außerdem gibt es einige entfernte beziehungsweise erweiterte Szenen und zwei kurze Fun Clips, die kurzweiligen Werbespots ähneln. Die Blu-ray-Variante des Films beinhaltet dabei einen Extended Cut des Films, welcher rund fünf zusätzliche Minuten enthält. Die Kinofassung ist nicht enthalten.


Fazit:
Enttäuschender Abschluss einer mittelmäßigen Trilogie, die sich im Grunde genommen nur durch ihren exzellenten ersten Part auszeichnet, der zwangsläufig als Vergleichsreferenz herhalten muss. Auch losgelöst aus seinem Kontext, stellt "96 Hours - Taken 3" allenfalls einen durchschnittlichen Actionfilm dar, der an seiner routinierten Aufmachung und einem schwach erzählten Plot scheitert - das kann auch Liam Neeson nicht mehr ändern.


by Yannik Riedl
Bilder © Universum Film