7500 - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.06.2020
Digital VoD: 05.06.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

7500, ein Thriller, der ausschließlich im Cockpit spielt, zeigt den Horror des modernen Terrorismus auf eine nie dagewesene Weise: Ein Flug von Berlin nach Paris. Alltägliche Arbeiten im Cockpit eines Airbus A319. Co-Pilot Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) bereitet routiniert den Abflug der Maschine vor. Der Start verläuft wie immer reibungslos. Doch dann hört man Geschrei in der Kabine. Eine Gruppe junger Männer, unter ihnen der achtzehnjährige Vedat (Omid Memar), versuchen ins Cockpit einzudringen. Es beginnt ein Kampf zwischen Besatzung und Angreifern, eine Zerreißprobe zwischen dem Wunsch, einzelne Leben zu retten und noch größeren Schaden abzuwenden. Die Cockpittür wird zum Kampfgebiet und Tobias gerät in die Position, über Leben und Tod entscheiden zu müssen...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
6 Featurettes (Regie, Drehbuch, Cast, Kamera, Szenenbild, VFX), Hörfilmfassung (Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte)

Video on demand - 7500

DVD und Blu-ray | 7500

Blu-ray
7500 7500
Blu-ray Start:
05.06.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
7500 7500
DVD Start:
05.06.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - 7500

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Die Piloten Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) und Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) wollen eigentlich nur ihre Passagiere von Berlin nach Paris fliegen. Kurz nach dem Start stürmen allerdings Terroristen das Cockpit und wollen das Flugzeug entführen. Michael stirbt bei dem Angriff, doch Tobias schafft es das Cockpit unter seine Kontrolle zu bringen. Er versucht das Flugzeug notzulanden, doch die Terroristen beginnen die Besatzung und Passagiere zu töten. Vor allem die Bedrohung seiner Freundin Gökce (Aylin Tezel), eine Stewardess, stellt ihn vor eine riesige moralische Frage.

„7500“ ist ein deutscher Genre-Film, was an sich schon sehr untypisch. Die deutsche Filmlandschaft ist oftmals von Dramen und Komödien überflutet, sodass solche Filme untergehen. Bei diesem Thriller zeigt sich aber, dass das komplett ungerechtfertigt ist. Nur weil er eben nicht den deutschen Standards entspricht, bietet die Geschichte trotzdem unglaubliches Potenzial. Die Ausgangslage ist dabei recht simpel: Terroristen wollen ein Flugzeug entführen, um es in einer Stadt abstürzen zu lassen. Sie wollen verdeutlichen, dass in ihrem Land der Mord von fremden Menschen an ihren Landsmännern allgegenwärtig ist und Deutschland nichts dagegen unternimmt. Der Co-Pilot Tobias schafft es das Cockpit wieder unter seine Kontrolle zu bringen, doch verliert dabei seinen Kollegen.

Joseph Gordon-Levitt als Tobias Ellis in 7500
Joseph Gordon-Levitt als Tobias Ellis in 7500 © LEONINE
Der Film entwickelt sich zwar nicht in eine unglaublich innovative Richtung, die Spannung steigert sich dennoch stetig. Vor allem die moralischen Entscheidungen lassen eine dichte Atmosphäre entstehen. Da der Protagonist direkt von Beginn an sehr sympathisch wirkt, wird er schnell zur Identifikationsfigur. Vor allem durch die Beziehung zu der Stewardess Gökce entsteht ein sehr unangenehm spannender Kniff. Der Thriller überragt zwar nicht mit gewagten Plot Twist, sondern erzählt die Geschichte logisch weiter.

Da der Film im deutschen Luftraum spielt und einige Ereignisse aus anderen Ländern bekannt sind, entwickelt sich sehr schnell ein mulmiges Gefühl. Man hat eben Angst um sein Land und das so etwas wirklich passieren könnte. Vor allem wirkt die Bewältigung der Crew sehr einfach. Die Terroristen kommen fast mühelos ins Cockpit und durch diese persönliche Ebene, wirkt der Film noch mehr. Leider zieht sich ein gewisser Teil des letzten Akts ein wenig. Der Film versucht vorher nicht belehrend zu sein, doch zum Schluss sind einige Moral-geladene Dialoge zu hören. Das Finale ist zwar tendenziell spannend, allerdings wird es unnötig gestreckt, sodass viel Spannung verloren geht. Der Film hat nur eine Lauflänge von 92 Minuten und hätte ruhig etwas länger sein können, allerdings ohne die moralische Belehrung.

Stewardess Gökçe (Aylin Tezel) nimmt die ersten Fluggäste in Empfang.
Stewardess Gökçe (Aylin Tezel) nimmt die ersten Fluggäste in Empfang. © LEONINE
Generell könnte man sich fragen, ob der Film ein Problem mit Rassismus hat. Die Antagonisten sind keine Deutschen und verfolgen einer sehr plakativen Ideologie. Der Film ist zwar intelligent geschrieben und inszeniert, aber bei den Motiven wurde sich nicht viel Mühe gegeben. Dadurch bleibt die Gegenseite unglaublich flach. Außerdem werden Klischees erfüllt und Vorurteile bestätigt, die in der aktuellen Zeit nichts mehr zu suchen haben.

Für den Regisseur Patrick Vollrath ist das sein Debüt-Kinofilm. Er zeigt mit welch einem Potenzial er außergewöhnliche Filme für das deutsche Kino kreieren kann. Es bleibt abzuwarten, was er noch so machen wird. Der gesamte Cast wird von Joseph Gordon-Levitt („Inception“/„The Dark Knight Rises“) überschattet. Er legt aber auch die mit Abstand beste schauspielerische Leistung ab.

Vedat (Omid Memar) droht dem Co-Piloten.
Vedat (Omid Memar) droht dem Co-Piloten. © LEONINE
Bild:
Da nahezu der ganze Film im Cockpit spielt, ist das Bild meistens sehr dunkel, es tritt trotzdem kaum Rauschen auf. Obwohl man bei einem Flugzeug-Thriller eher eine hektische Kameraarbeit erwartet, ist der Film nahezu dokumentarisch. Die Kamera ist stets bei den Schauspielern und baut so eine Nähe auf. Für den Kameramann Sebastian Thaler ist das seine erste Langspielfilmarbeit und er leistet einen tollen Job.

Ton:
Der Ton wurde auf DTS-HD MA 5.1 abgemischt und überzeugt vor allem mit dem realistischen Sounddesign. Auf Musik wurde zwar größtenteils verzichtet, die das Sounddesign ist dafür umso bedrückender. Man hört ständig die Gefahr von außerhalb des Cockpits und das kreiert eine unheimliche Atmosphäre.

Extras:
Bei den Extras lassen sich über 30 Minuten Bonusmaterial finden. Es kommen viele verschiedene Departments zu Wort, wie der Regisseur, die Produzenten, die Schauspieler, der Kameramann, die VFX-Abteilung usw., welche über die Machart des Films sprechen.


Fazit:
„7500“ ist ein wirklich außergewöhnlicher Genre-Film, der in der deutschen Filmlandschaft einzigartig ist. Die Ausgangslage und die Motive der Antagonisten wirken zwar relativ flach, es entwickelt sich aber ein extrem spannender und atmosphärischer Thriller, der vor allem durch das Setting überzeugt. Von solchen Filmen sollte es deutlich mehr geben, um Abwechslung in den Filmmarkt zu bringen.


by René Fischell
Bilder © LEONINE




7500 - Trailer