24 Wochen - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min

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Inhalt

Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Die Diagnose trifft sie wie das blinde Schicksal, das sie auf sich nehmen müssen. Gemeinsam wollen sie lernen, damit umzugehen. Doch während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann, die eine Entscheidung über Tod und Leben ist.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: goodmovies / Neue Visionen
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-of, 3 Interviews, Berlinale-Premierendoku, Deleted Scenes, Kurzfilm »Der Pausenclown«, Bildergalerie


DVD und Blu-ray | 24 Wochen

Blu-ray
24 Wochen 24 Wochen
Blu-ray Start:
31.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
24 Wochen 24 Wochen
DVD Start:
31.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - 24 Wochen

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


90% - eine äußerst hohe Quote und in dem folgenden Kontext sehr überraschend. Denn 9 von 10 Frauen treiben ihr Kind ab, wenn sie in der Schwangerschaft erfahren, dass das Kind am Down-Syndrom leiden wird. Gehört Astrid in dem Drama „24 Wochen“ ebenfalls zu dieser überwältigenden Mehrheit? Sie und ihr Mann erfahren, dass ihr Kind am Down-Syndrom leiden wird. Eine bittere Diagnose und eine wichtige und schwer zu verdauende Thematik, die der Film hier ausgezeichnet aufgreift und emotional in Szene setzt.

24 Wochen Szenenbild Eine Situation in der keine Mutter, kein Vater und kein Ehepaar stecken möchte. Die Frau wird schwanger, die Schwangerschaft läuft soweit gut und die Vorfreude beginnt und man erhält eine folgenschwere Nachricht: Down-Syndrom. Eine Diagnose, die das Leben von Astrid und Markus auf den Kopf stellt. Astrid ist von Beruf eine erfolgreiche Stand-up Comedian. Ihr Mann Markus ist ihr Manager, unterstützt sie und organisiert ihre Auftritte. Beide sind ein starkes Team, doch auch ein solch starkes Band, das beide in ihrer Beziehung besitzen, wird durch diese Diagnose äußerst belastet und beginnt zu bröckeln.

Der Film ist eine emotionale Wucht, die einen einfach umhaut. 24 Wochen ist ein Drama, das schwer zu ertragen ist, insbesondere was das letzte Viertel des Streifens angeht. Die erste Hälfte kommt nicht ganz ohne Längen aus, doch besonders viele Schwächen besitzt der Film nicht. Die anfängliche Atmosphäre ist eher angenehm. Man sieht Astrid bei ihren Comedy-Auftritten und dies sorgt für gute Stimmung. Auch nach dem sie die Diagnose erfahren haben, ist die Stimmung des Filmes nicht bedrückend. Dies kommt verstärkt in der 2. Hälfte zum Ausdruck. Der Film wirkt sehr authentisch. Vor allem die Arztgespräche und die Szenen im Krankenhaus wirken sehr real. Dies liegt vor allem daran, dass die Fachkräfte keine Schauspieler sind, sondern wirkliche Mediziner. Die Dialoge sind stark geschrieben und glaubhaft. Oft haben deutsche Filme das Problem, dass Dialoge hölzern klingen und man als Zuschauer schnell denkt „so redet man doch nicht in echt“. Dies ist bei 24 Wochen jedoch nicht der Fall. Man kann sich gut in die Figuren reinversetzen und sie verstehen. Dazu tragen ebenfalls die starken Schauspieler bei. Julia Jentsch zeigt eine Wahnsinnsleistung. Man kann es nicht anders ausdrücken. Sie ist nicht umsonst für den deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin nominiert, auch wenn dieser wahrscheinlich an Sandra Hüller geht, die eine noch bessere Performance in „Toni Erdmann“ hinlegte. Julia Jentsch spielt äußerst facettenreich mit den verschiedensten Emotionen. Sie schafft es den Zuschauer emotional zu berühren. Man leidet mit ihr mit und beginnt dank ihrer glaubwürdigen Darbietung eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Gleiches gilt auch für Bjarne Mädel, der Markus spielt. Seine Leistung kommt nicht ganz an die Qualität der Performance von Jentsch ran, doch auch er spielt den Manager, Ehemann und Familienvater, dem diese Situation immer mehr zu schaffen macht, wirklich gut. 24 Wochen SzenenbildDie beiden Darsteller tragen die Handlung auf ihre Schultern und ergänzen das Drehbuch perfekt. Die Geschichte und die Inszenierung sind sehr unaufgeregt und zurückhaltend. Die letzten 25 Minuten werden jedoch äußerst emotional und man kann nicht anders als die eine oder andere Träne zu verdrücken. Es fällt einem schwer, das Ganze mit Fassung anzuschauen. Die brachiale und radikale Inszenierung macht einen sehr betroffen, vor allem mit der Gewissheit, dass jährlich unzählige Ehepaare im realen Leben das alles durchmachen müssen.

Die Extras sind äußerst umfangreich. Es gibt ein ausführliches Interview mit der Regisseurin sowie zwei kurze Interviews mit den beiden Hauptdarstellern. Zudem gibt es ein interessantes Making-of, mehrere deleted scenes, ein Kurzfilm von der Regisseurin Anne Zohra Berrached, ein kurzes Featurette bzgl. der Premiere auf der Berlinale und der dortigen Pressekonferenz, eine Bildershow und den Trailer. Es gibt zudem eine Fassung für Hörgeschädigte. Die Bild – und Tonqualität ist gut, aber nicht überragend. Der Ton ist grundsätzlich etwas zu leise, weswegen man die Lautstärke aufdrehen muss. Das Bild ist leicht kriselig und körnig und nicht gestochen scharf.


Fazit:
24 Wochen zeigt das bittere Schicksal einer Kleinfamilie, die ein 2. Kind erwartet, auf einer unnachahmlichen Art und Weise, die berührt und schockiert. Das Leben bietet so viel. Doch dieser Film zeigt, dass es sehr viel Ungerechtes bieten kann.

by Morteza Wakilian
Bilder © goodmovies / Neue Visionen