24 Hours to Live - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min

24 Hours to Live Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad ist nach dem Verlust seiner Familie am Boden zerstört und hängt seinen Job als Söldner an den Nagel. Als jedoch sein alter Freund Jim Morrow, mit dem er für das private Militärunternehmen Red Mountain gearbeitet hat, mit einem unwiderstehlichen Angebot auftaucht, nimmt Travis diesen allerletzten Auftrag an. Doch die Mission missglückt: Bevor Travis die Zielperson töten kann, entlarvt ihn die Interpol Agentin Lin Bisset und eliminiert ihn kurzerhand. Doch Travis erwacht in einem Operationssaal wieder zum Leben – an ihm wurde ein von Red Mountain entwickeltes, höchst experimentelles medizinisches Verfahren getestet, das ihn für weitere 24 Stunden am Leben hält – damit er Jim den geheimen Aufenthaltsort der Zielperson nennen kann. Von seinem alten Freund betrogen, hat Travis nur noch ein letztes Ziel: Red Mountain zu zerstören, bevor seine Zeit abläuft...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | 24 Hours to Live

Blu-ray
24 Hours to Live 24 Hours to Live
Blu-ray Start:
11.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
24 Hours to Live 24 Hours to Live
DVD Start:
11.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - 24 Hours to Live

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


John Wick trifft auf Crank. Ethan Hawke versucht sich als eiskalter Auftragskiller und riskiert alles um eine Frau und ihren Sohn zu retten, bevor seine Zeit im Wahrsten Sinne des Wortes abläuft, und setzt dabei auf einen immens hohen Bodycount.

Nach dem tragischen Tod seiner Familie hat Ex-Söldner Travis Conrad der Gewalt den Rücken gekehrt und verbringt seine Zeit lieber mit seinem Schwiegervater Frank (Rutger Hauer) am Strand beim Angeln. Bis sein langjähriger Freund und Kollege Jim Morrow (Paul Anderson) auftaucht und ihm ein unwiderstehliches Angebot macht: Er soll für eine Million Dollar pro Tag einen Kronzeugen eliminieren, da er der einzige ist, der diesen recht haarigen Job erledigen kann. Bevor er allerdings den Auftrag ausführen kann, wird er von der Interpol Agentin Lin Bisset kurzerhand erschossen. Zu seinem Erstaunen erwacht Travis in einem OP-Saal. Sein alter Boss Wetzler (Liam Cunningham) teilt ihm mit, dass ein experimentelles Medikament entwickelt wurde, das es ermöglicht ihn für weitere 24 Stunden am Leben zu erhalten, um ihm den Aufenthaltsort des Kronzeugen zu nennen. Als er bemerkt, dass er verraten und fallen gelassen wurde, nutzt er seine verbleibenden 24 Stunden um der Organisation den Krieg zu erklären und sowohl Lin als auch ihren Sohn zu retten.

24 Hours to Live: Travis Conrad (Ethan Hawke)
24 Hours to Live: Travis Conrad (Ethan Hawke) © Universum Film
Nachdem er sich sonst als Regieassistent in vielen namenhaften Actionern wie "Stirb Langsam 4.0" und "X-Men - Zukunft ist Vergangenheit" bewährt hat, stellt "24 Hours to live" Brian Smrz' zweites Projekt in Eigenregie dar. Hierfür hat er sich keinen geringeren als Ethan Hawke geangelt, der zuletzt in den beiden Western "Die glorreichen Sieben" und "In a Valley of Violence" zu den Waffen griff und eine gute Figur gemacht hat. Als wunderbar abgebrühten Kontrahenten wählte Smrz den aus "Game of Thrones" bekannten Liam Cunningham, der zwar mehr aus dem Hintergrund agiert, aber dennoch einen ernstzunehmenden Gegner darstellt.

24 Hours to Live: Wetzler (Liam Cunningham)
24 Hours to Live: Wetzler (Liam Cunningham) © Universum Film
Selbstjustiz scheint in der letzten Zeit wieder groß im Kommen zu sein, wirft man einen Blick auf das letzte halbe Jahr, in dem nicht nur Antonio Banderas (Pfad der Rache), Bruce Willis (Death Wish) und sogar Jackie Chan (The Foreigner) sich als einsamer Rächer versuchten. Jeder dieser Vertreter hob sich durch kleinere Unterschiede von den anderen ab, aber die Rahmenstory blieb doch immer dieselbe: Ein gut ausgebildeter Berufsmörder wird von seinen ehemaligen Arbeitgebern dummerweise sauer gemacht in dem ihm jemand genommen wird den er liebte und setzt Himmel und Hölle in Bewegung um die Tat zu sühnen. In der Masse ist es da gar nicht so einfach etwas zu präsentieren, was das mittlerweile sehr anspruchsvolle Publikum aufhorchen lässt. "24 Hours to Live" bildet da den kleinen aber feinen Unterschied, in dem den handelnden Personen eine ungewöhnliche Tiefe verliehen wird, die den Zuschauer vom ersten bis zum letzten Moment fesselt und mitfühlen lässt. Gleich zu Beginn sitzt Travis mit seinem Schwiegervater Frank, dem in die Jahre gekommenen aber nicht weniger heraus stechenden Rutger Hauer ("Blade Runner", "Hitcher - Der Highwaykiller") am Strand und lässt sich vollaufen. Die beiden haben trotz dem Tod von Travis' Frau und Kind ein gutes Verhältnis und geben sich gegenseitig Halt. Nach dem Trinkgelage verschlägt es Travis noch in eine Bar in der sein ehemaliger Partner und Freund Jim, der von "Peaky Blinders"- Darsteller Paul Anderson repräsentiert wird, ihn zu einem letzten lukrativen aber anspruchsvollen Job zu gewinnen versucht. Nach einigen Überredungskünsten und einer Schlägerei gelingt dies auch und Travis macht sich umgehend an die Arbeit. Die Sache hat nur einen Haken: Das Ziel wird von einer mehr als überdurchschnittlich guten Interpol Agentin namens Lin Bisset beschützt, die ihn dann auch recht zügig enttarnt und eliminiert. Bis dahin sind circa 25 der 93 Minuten Laufzeit um, in denen ohne Abstriche machen zu müssen, jeder Charakter seine eigene Rahmenstory bekommen hat und keine Fragen offen bleiben. Als Travis dann wider erwarten erwacht und merkt dass er von den eigenen Leuten aufs Kreuz genommen wurde, kann der Spaß losgehen: Ihm bleiben weniger als 24 Stunden Zeit um sich an allen Drecksäcken zu rächen, die ihn über den Tisch gezogen haben, und eine unschuldige Frau und ihren Sohn zu retten, bevor nach Ablauf der Zeit sein Leben ein zweites Mal zu Ende geht. In stattlicher "John Wick" Manier wird hier das volle "Ein-Schuss-ein-Treffer" Prinzip durchgezogen. Präzise, einfallsreich und immer einen zynischen Spruch auf den Lippen wird geschossen, gesprengt und geprügelt was das Zeug hält. Zwischendrin gibt es viele Momente in denen durch Rückblenden und damit einhergehende Halluzinationen der geistige Zustand unseres Hitmans in Frage gestellt wird, die ihn im wahrsten Sinne des Wortes lähmen. So bleibt auch der emotionale Teil bis zum Grande Finale nachvollziehbar und bietet gleichzeitig eine positive Abwechslung zum blutigen Geschnetzel.

24 Hours to Live: Lin (Qing Xu)
24 Hours to Live: Lin (Qing Xu) © Universum Film
Das Bild im 16:9 1080p besticht durch kristallklare Aufnahmen und lässt keine Wünsche offen. Afrikanische Landstriche und Slums kommen ebenso gut zur Geltung wie kalte Kellerräume und Versuchslabore. Auch die Kameraführung wirkt nicht überhetzt, selbst in kurzen Sequenzen in denen man sich für die Ego-Perspektive entschieden hat. Auch Kontrast und Konturenschärfe kann sich sehen lassen und steht seinen Vorbildern in nichts nach.

Der Ton liegt in zwei Audiospuren (deutsch und englisch) DTS-HD 5.1 vor und bietet die komplette Bandbreite: In Actionszenen treibende Sounduntermalung, und hier und da eine traurige, melancholische Melodie. Auch die Ausgewogenheit von Schießereien und Dialogen ist fein abgestimmt, sodass unnötiges Lauter-Leiser Schalten auf Dauer nicht nötig ist.

Extras sind bis auf eine Trailershow und Filmtrailer nicht vorhanden.


Fazit:
24 Hours to Live merkt man seine großen Vorbilder auf jeden Fall an, wirkt aber dennoch nicht wie eine billige Imitation. Man bekommt was man erwartet, und sogar noch ein wenig mehr: Blutige Action, einen Coolen Helden, sympathische Nebendarsteller und eine schnell erzählte Geschichte, die zum Schluss mit kleinen Überraschungen aufwaten kann. Alles in allem macht es viel Spaß den Film zu sehen und überbrückt ganz gut die Wartezeit auf "John Wick 3" der uns leider erst im kommenden Jahr erwartet.

by Christoph Berger
Bilder © Universum Film