13 - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Nach den Anweisungen eines geheimnisvollen Umschlags, gerät Vince auf ein illegales Russisch-Roulette-Turnier, auf dem schwerreiche Glücksspieler um das Leben und den Tod der Turnierteilnehmer wetten.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch DTS-HD High Res 5.1
Englisch DTS-HD High Res 5.1
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-Of
Interviews
Blick hinter die Kulissen

DVD und Blu-ray | 13

Blu-ray
13 13
Blu-ray Start:
02.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
13 13
DVD Start:
02.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - 13

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Der ewige Kreislauf Hollywoods: dreht ein europäischer Regisseur einen vermeintlich gewinnbringenden Film, versorgt sich das amerikanische Industriekino mit den Rechten und verwurstet diese dann in kurzer Zeit zu einem Remake. Im besten Falle darf auch der Regisseur des Originals etwas von dem Geld abhaben und sein Werk gleich noch selbst neu verfilmen.

Dieses Angebot erhielt zumindest auch der Georgier Géla Babluani, der bereits 2005 mit seinem Debütfilm 13 Tzameti einen unkonventionellen Thriller vorgelegt hatte und für dessen Remake nun selbst wieder Hand anlegen darf.

Ohne sich jetzt engstirnig in polemische Verdammung von Neuverfilmungen zu ergehen, darf man sich ja zumindest fragen, ob der Regisseur für das Remake einen neuen Ansatzpunkt gefunden hat, den Fokus anders legt und durch das höhere Budget einen technisch ausgereifteren Film realisieren kann. Zumindest der Cast ist ansehnlich, neben großen Namen wie Rourke und Statham sorgen vor allem die wunderbaren und in der Regel viel zu wenig beachteten Nebendarsteller für Vorfreude, mit dabei sind unter anderem Alexander Skarsgård, Ray Winstone, Michael Shannon und Ben Gazzara.

Bereits die ersten Minuten sorgen für Ernüchterung auf ganzer Linie, denn paradoxerweise wurden 13 eben jene Stärken genommen, die 13 Tzameti ausmachten. Dieser kam nämlich in eiskalten Schwarz-Weiß-Bildern daher und generierte von Anfang an eine unfreundliche, unpersönliche Atmosphäre. Außerdem ist das erste Drittel des Films recht spannend, denn die Beantwortung der Frage, worum es sich bei dem Spiel, dass viel Geld bringen soll, handelt, bleibt lange unbeantwortet und macht neugierig. Und das Remake? Das ist selbstverständlich in Farbe, kommt ohne jegliche Atmosphäre daher und offenbart nicht nur mit der ersten Szene, worum sich das geheimnisvolle Spiel dreht, sondern nimmt gleich das Ende vorweg. Was den Regisseur geritten hat, seinen Film derart zu demontieren und sämtliche Spannung von vorneherein kaputt zu machen, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. Wenn dann auch noch die deutsche Synchronisation völlig unnatürlich und aufgesetzt klingt weiß man wieder, warum man Filme im Originalton mit Untertiteln gucken sollte.

Spannung, Bilder und Atmosphäre weg – bleiben immerhin noch Darsteller und Handlung. Letztere war schon im Original eher funktional und schlicht, aber aufgrund der Spannung effektvoll. Folgerichtig ist die Handlung von 13 dann nur noch schlicht. Überhaupt ist das Drehbuch äußerst schwach ausgefallen. Es vergeht keine Szene, in der nicht Dialoge zum Haare raufen aufgesagt werden. Ein weiterer Schwachpunkt sind die Charaktere und somit auch die Darsteller. Es nützt ja gar nichts, profilierte Darsteller wie Shannon oder Gazzara unter Vertrag zu nehmen, wenn ihre Figuren derart eindimensional ausfallen, dass die Schauspieler ihnen keinerlei Persönlichkeit vermitteln können. Skarsgård, Gazzara und Rourke werden völlig verschenkt. Michael Shannon kompensiert seine schlichte Rolle, die auch ein Statist hätte spielen können, durch chargierendes Overacting, was aber wenigstens etwas Leben in den im übertragenen Sinne blutarmen Film bringt. Rourkes Auftritt wird damit gerechtfertigt, seine Nebenfigur in einigen wenigen und recht platten Sequenzen etwas näher zu beleuchten, auch wenn dies für Geschichte oder Charaktere kein bisschen Relevanz hat. Einzig Jason Statham tut, was er am Besten kann; er hält den Mund und guckt grimmig in die Runde. Den ganzen Film über, denn in die Action ist er nicht involviert. Einzig Hauptdarsteller Sam Riley überzeugt szenenweise, seine Figur ist zudem die einzige mit etwas Profil.

So verkörpert 13 letztlich alles, was ein typisches US-Remake ausmacht, es ist ein seelenloser, mit Stars, aber ohne Leidenschaft heruntergekurbeltes Werk, das zu keinem Zeitpunkt an das solide Original heran reicht, das somit klar vorzuziehen ist.

Die Blu-ray ist dagegen ordentlich, zumindest was Bild- und Tonqualität anbelangt. Die Extras sind durchschnittlich, neben einem kurzen Making-Of sind Interviews und ein Blick hinter die Kulissen vorhanden.

by Tom Schünemann
Bilder © Paramount Home Entertainment