Zimmer 205

Zimmer 205 (2011), Deutschland
Laufzeit: - Genre: Horror
Kinostart Deutschland: - Verleih: NFP

-> Trailer anschauen

Zimmer 205 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Katrin (Jennifer Ulrich) kann es kaum erwarten, mit ihrem Studium zu beginnen. Endlich weg von zu Hause und der Aufsicht des überfürsorglichen Vaters, endlich weg von einer düsteren Vergangenheit – ein neuer Lebensabschnitt soll beginnen! Sie zieht in ein Studentenwohnheim, stürzt sich ins Unileben und lernt schnell eine Clique aus höheren Semestern kennen. Dass ihre Vormieterin spurlos verschwunden ist, kümmert sie zunächst wenig. Doch kurz darauf findet sie das Videotagebuch der Vermissten, das ein grausames Licht auf ihre neue Clique wirft. Katrin versucht herauszufinden, was im Zimmer 205 passiert ist und weckt durch ihre Neugier die Dämonen der Vergangenheit. Was versuchen sie zu vertuschen? Ein unerklärlicher Bann zwischen ihr und der Verschwundenen sorgt für mysteriöse Todesfälle und plötzlich steht Katrin im Zentrum der polizeilichen Ermittlungen. Dabei schwebt sie selbst in größter Lebensgefahr.

Jennifer Ulrich, André Hennicke und Julia Dietze | mehr Cast & Crew


Zimmer 205 - Trailer




DVD und Blu-ray | Zimmer 205

Blu-ray
Zimmer 205 - Traust du dich rein? Zimmer 205 - Traust du dich rein?
Blu-ray Start:
10.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.
DVD
Zimmer 205 - Traust du dich rein? Zimmer 205 - Traust du dich rein?
DVD Start:
10.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

Filmkritik Zimmer 205

Filmwertung: | 6/10


Ausgestattet mit einer funktionierenden Psyche ist der Mensch ein Meisterwerk der Natur. Emotionen und Gedanken können empfunden und immer wieder durch bestimmte Ereignisse hervorgerufen werden. Aber verliert man die Kontrolle über den eigenen Körper, drohen sich die geistigen Zustände zu einem undurchsichtigen Wirrwahr zu vermischen, aus dem man kaum entfliehen kann. Nach dem tragischen Selbstmord ihrer Mutter, hofft Katrin (Jennifer Ulrich) mit dem Beginn des Studiums auf einen sorgenfreien Neuanfang. Doch der ersehnte Umzug in die neue Stadt und die Freundschaft mit den Kommilitonen entwickelt sich zu einem wahren Albtraum. Nicht nur in ihrem Zimmer 205 passieren mysteriöse Dinge. Doch ist wirklich alles wahr oder ist Katrin bereits das Opfer ihrer eigenen Fantasie geworden?

Basierend auf Martin Barnewitz´ dänischen Horrorfilm „Kollegiet“ (2007), versucht Regisseur Rainer Matsutani („Gangs“), seinem deutschen Psychothriller „Zimmer 205“ mit einem neuartigen Stil zu etablieren. Drehbuchautor Eckhard Vollmar bildet mit einer psychologisch nachvollziehbaren Vergangenheit der Hauptfigur eine wesentlich ausführlichere Grundlage, als das Original.. Dadurch kann selbst der Zuschauer nicht immer sicher sein, ob die Erlebnisse Wirklichkeit oder nur bloße Ausgeburten der Fantasie sind. Dank der klaren Bilder von Kameramann Jan Fehse (“Heiter bis wolkig“) wird der stetige Perspektivwechsel aufrechterhalten. Die durchweg düstere Atmosphäre wird durch flackernde Lichter, hervorsickernder Schlamm oder spritzendes Blut erzeugt. Zudem spielt die Akustik bei dem Film eine große Rolle. Ebenso die immer wiederkehrende optische Elemente, die den nächsten Todesfall ankündigen. Was zunächst innovativ und nahezu stilistisch wirkt, verliert jedoch recht schnell seinen Reiz und nimmt der Handlung die Spannung. Gruselige Momente birgt der Film durchaus in sich. Nur leider wird der immer wieder identisch erscheinende Ablauf der Morde schnell mühselig und ab der dritten Leiche fast schon langweilig. Am Ende überspringt der Film die Grenze zum Übersinnlichen, endet aber kurz darauf ohne das Potenzial auch nur annähernd zu nutzen.

Die Stärken des Films liegen eindeutig bei den Darstellern. Jennifer Ulrich („Die Welle“) lässt ihre Figur an ihrer Wahrnehmung wachsen. Aus dem einst naiven Mädchen wird eine mutige junge Frau. Davon überzeugt, dass sie den Spuk mit der Aufklärung des Verschwindens ihrer Vormieterin beenden kann, begibt sie sich selbst in größte Gefahr. Ebenso sympathisch erscheint Julia Dietze („Iron Sky“) als lebenslustige Studentin Annika. Genau wie Katrin fällt auch der Zuschauer zunächst auf ihr sonniges Wesen rein, bevor er ihr wahres Gesicht kennenlernt.

Fazit: Mittelmäßiger Psychothriller, der trotz guter schauspielerischer Leistungen nicht über den Spannungsabfall hinwegtäuschen kann.
by Sandy Kolbuch

Bilder © NFP