X-Men: Apocalypse

X-Men: Apocalypse (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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X-Men: Apocalypse Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Seit Anbeginn der Menschheit wurde er als Gott verehrt: Apocalypse, der erste und mächtigste Mutant des Marvel X-Men Universums, vereint die Kräfte vieler verschiedener Mutanten und ist dadurch unsterblich und unbesiegbar.
Nachdem Apocalypse nach tausenden von Jahren erwacht, ist er desillusioniert von der Entwicklung der Welt und rekrutiert ein Team von mächtigen Mutanten – unter ihnen der entmutigte Magneto (Michael Fassbender) – um die Menschheit zu reinigen, eine neue Weltordnung zu erschaffen und über alles zu herrschen.
Als das Schicksal der Erde in der Schwebe ist, muss Raven (Jennifer Lawrence) mit Hilfe von Prof. X (James McAvoy) ein Team junger Mutanten anführen, um ihren größten Erzfeind aufzuhalten und die Auslöschung der Menschheit zu verhindern.


Jennifer Lawrence, James McAvoy und Michael Fassbender | mehr Cast & Crew


X-Men: Apocalypse - Trailer




DVD und Blu-ray | X-Men: Apocalypse

Blu-ray
X-Men: Apocalypse X-Men: Apocalypse
Blu-ray Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.
X-Men: Apocalypse (3D Blu-ray) X-Men: Apocalypse (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.
X-Men: Apocalypse (4K Ultra HD) X-Men: Apocalypse (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.
DVD
X-Men: Apocalypse X-Men: Apocalypse
DVD Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.

Filmkritik X-Men: Apocalypse

Filmwertung: | 8/10


X-Men: Apocalypse ist der inzwischen neunte Film der X-Men-Reihe, sofern man die beiden Wolverine Ableger und Deadpool hinzurechnet. Der 3D Blockbuster, der in Deutschland am 19. Mai seine Premiere feiert, ist der bisher am teuersten produzierte Film der Reihe und läuft etwa 144 Minuten. Der Inhalt eines neuen Super-Mutanten, der zusammen mit einigen Untertanen die Welt erobern möchte, ist zwar selbst innerhalb des X-Men Kosmos' nicht besonders neuartig. X-Men: Apocalypse SzenenbildAber ein Bösewicht mit geringen Zielen wäre im Kinozeitalter der Superhelden, Superschurken und Superlativen wohl auch kaum wert bekämpft zu werden. Bei der großen Fanschaft muss man schließlich auch keine Experimente wagen. Und jene kommt bei X-Men: Apocalypse voll auf ihre Kosten.

Zur Orientierung der bisherigen X-Men Filme ein kurzer Überblick: Während die erste Trilogie (X-Men, X-Men 2 und X-Men: Der letzte Widerstand) in diesem Jahrtausend spielt, behandelt die zweite Trilogie (bestehend aus X-Men: Erste Entscheidung, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit und jetzt X-Men: Apocalypse) die 60er, 70er und 80er Jahre. Darin wurde die Zukunft nach einer Zeitreise so verändert, dass ein neuer Zeitstrang entstand, der mit Leben gefüllt werden musste. Diese Logik führt (wie praktisch!) zur Berechtigung von weiteren Kinofilmen und Fans zum Vergnügen des aktuellen Streifens. Wer sich die Mühe macht, Widersprüche zwischen den Filmen bzw. den Comics zu suchen, wird früher oder später fündig werden. Die beiden Wolverines und Deadpool spielen wiederum zu anderen Zeiten, behandeln aber nur die Schicksale der einzelnen Mutanten.

Im aktuellen X-Men: Apocalypse tauchen dieselben Gesichter vom Telepathen Professor Charles Xavier (James McAvoy), dem metallbeherrschenden Magneto (Michael Fassbender) und auch der Gestaltwandlerin Mystique (Jennifer Lawrence) auf, die bereits in den vorherigen Vergangenheitsfilmen mitwirkten. Hinzu kommen u.a. die Jugendlichen Storm - von der man im Folgenden fast zu wenig sieht -, Cyclops und Nightcrawler, welche bisher nur als Erwachsene bekannt waren. X-Men: Apocalypse SzenenbildIm ersten Drittel des Kinofilms wird das unterschiedliche Leben dieser und weiterer Mutanten gezeigt, bevor sie von der guten bzw. bösen Seite eifrig rekrutiert werden. Neben interessanten Fakten (wie lebte Cyclops ohne seine Schutzbrille und woher hat Storm die weißen Haare?) aus derer Jugend ist vor allem Magnetos Geschichte hervorzuheben. Aus dem vorherigen Streifen X-Men: Zukunft ist Vergangenheit geflohen, hat er sich in seiner Heimat Polen getarnt ein neues Leben aufgebaut. Dort arbeitet er - wo auch sonst - in einer metallverarbeitenden Fabrik und ernährt Ehefrau und Tochter. Doch seine Rolle im Science-Fiction-Action-Film sieht natürlich mehr als den liebenswürdigen Familienvater vor. So ausgeschlachtet beispielsweise der Charakter des kultigen Wolverine, so interessant ist Magnetos Lebensgeschichte, die man nur zu Teilen kennt: Als Jude ins KZ gekommen, hat Erik Lehnsherr (so Magnetos richtiger Name) seine Kräfte zum Manipulieren von Metall geweckt. Nach einem Rachefeldzug als junger Erwachsener gegen einige Nazis in X-Men: Erste Entscheidung, ist seine Wut nicht erloschen und entflammt hier abermals. Filmübergreifend verkörpert, wird diese tragische Person von den herausragenden Schauspielern Michael Fassbender (wie in Apocalypse) bzw. Ian McKellen als älterer Mann.

Sind nach diesem Drittel die Seiten der Mutanten gewählt und ist der gewillte Zuschauer schnell im X-Men Universum versunken, könnte der Film eigentlich losgehen. Der nimmt sich jedoch noch etwas Zeit und beglückt zwischendurch mit kleineren Actionszenen und erfrischenden Gags. Coole Mutanten-Zweikämpfe sucht man allerdings vergeblich. Stattdessen werden mehr oder weniger liebgewonnene alte Bekannte getroffen, die aber nicht weiter mitwirken sollen.
Die finale Schlacht bleibt natürlich nicht aus, doch der Kampf zwischen den Mutanten mit ihren verschiedenen Kräften fällt im Verhältnis zur gesamten Spieldauer dann doch ein bisschen zu kurz aus. X-Men: Apocalypse SzenenbildOb die vier apokalyptischen Reiter des titelgebenden Bösewichts alle tatsächlich zu den stärksten Mutanten gehören, muss sich jeder selber fragen. Apocalypse hat sich (in kurzer Zeit) jedenfalls für diese entschieden und das muss man respektieren. Immerhin hat er diese noch verstärkt. Apocalypse (bzw. En Sabah Nur wie er früher als Pharao genannt wurde) hat dagegen jede Menge Kräfte, woraus ein guter Endkampf folgert. Seine - optisch in 3D - beeindruckendste Fähigkeit ist in jedem Fall das Manipulieren von Sand, mit dem er schon einmal seine Gegner lebendig begräbt. Überhaupt kommt der dreidimensionale Effekt vor allem bei solchen kleinen Elementen wie Sandkörnern oder Magnetos herumfliegenden Metallgegenständen am besten zur Geltung. Auch die Zeitlupe von Explosionen (wie in der Mutantenschule) ist hervorragend eingefangen und zaubert einem das Grinsen aufs 3D-Brillen-Gesicht.


Fazit:
X-Men: Apocalypse bietet zwar keine inhaltlichen Überraschungen, unterhält mit Altbewährtem aber immer noch sehr gut. Dem X-Men Nerd interessiert zudem die Vorgeschichte der bekannten älteren Figuren. Die Actionszenen sind gut gesät, etwaige Langeweile kann auch aufgrund der guten Gags nicht aufkommen, doch der Finalkampf hätte noch etwas mehr Pulver verschießen dürfen.
by

Bilder © 20th Century Fox