World Invasion: Battle Los Angeles

Battle: Los Angeles (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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World Invasion: Battle Los Angeles Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Seit Jahren werden überall auf der Welt immer wieder UFO-Sichtungen gemeldet - in Buenos Aires, Seoul, Frankreich, Deutschland, China. Aber 2011 wird aus diesen Beobachtungen eine furchteinflößende Gefahr: Die Erde wird auf einmal von unbekannten Streitmächten angegriffen. Während die Menschen weltweit machtlos mit ansehen müssen, wie ihre Städte dieser Invasion zum Opfer fallen, wird Los Angeles der letzte Zufluchtsort der Menschheit in einem Krieg, den keiner sich vorzustellen wagte. Ein Marine-Unteroffizier (AARON ECKHART) und seine Truppe haben den Auftrag, eine letzte Verteidigungslinie zu errichten und sich dem Kampf gegen den übermächtigen Feind zu stellen. Ein Feind, wie er ihnen noch nie zuvor begegnet ist...

Michelle Rodriguez, Aaron Eckhart und Bridget Moynahan | mehr Cast & Crew


World Invasion: Battle Los Angeles - Trailer


Deutscher Trailer


Englischer Trailer


DVD und Blu-ray | World Invasion: Battle Los Angeles

Blu-ray
World Invasion: Battle Los Angeles World Invasion: Battle Los Angeles
Blu-ray Start:
14.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.
World Invasion: Battle Los Angeles (4K Mastered) World Invasion: Battle Los Angeles (4K Mastered)
Blu-ray Start:
05.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.
DVD
World Invasion: Battle Los Angeles World Invasion: Battle Los Angeles
DVD Start:
14.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik World Invasion: Battle Los Angeles

Filmwertung: | 5/10


Die Geschichte von „World Invasion: Battle Los Angeles“ ist schnell erzählt. Der ausgebrannte Staff Sgt. Michael Nantz (Aaron Eckhart) steht kurz vor seinem Austritt aus dem Marinecorps, als plötzlich getarnte Alien-Flugkörper auf die Erde knallen und die außerirdischen Invasoren alle Großstädte der Welt in heftige Gefechte verwickeln. Nantz bleibt nichts anderes übrig, als sich in einen letzten Kampfeinsatz zu stürzen und mit einer Handvoll junger Soldaten (u.a. Michelle Rodriguez) versucht er Zivilisten aus der Gefahrenzone am Küstenrand der Metropole LA zu bringen. Wie immer ist dies ein Spiel gegen die Zeit, denn die Airforce plant weite Teile Santa Monicas in Schutt und Asche zu legen, um den Vormarsch der extraterrestrischen Bösewichte abzubremsen.

Es ist durchaus interessant zu beobachten, welche Auswirkungen der zunehmende Preisverfall digitaler Spezialeffekte auf moderne Hollywoodblockbuster hat. Erst vor einigen Monaten wurde versucht, dem Zuschauer den Invasionsfilm „Skyline“ auf Grund seiner durchaus beeindruckenden Spezialeffekte als amerikanische Großproduktion zu verkaufen, obwohl dieser in allen anderen Bereichen maximal B-Movie Qualitäten besaß. Die Produktionskosten von „World Invasion: Battle Los Angeles“ liegen mit geschätzten 70Millionen Dollar zwar etwa sieben mal höher als bei „Skyline“, reichen aber nicht mal an die Kosten des großen Vorbildes „Independence Day“ aus den 90ern heran. Damit soll nicht behauptet werden, dass die Qualität eines Films an dessen Produktionskosten gemessen werden kann. Aber es scheint doch so, dass sich aktuelle Actionfilme à la „World Invasion“ und Co. fast ausschließlich über die Qualität ihrer Spezialeffekte definieren und kaum Geld in die restlichen Produktionsbereiche investiert wird. Während es Hollywood bei Emmerichs Zerstörungsorgie noch verstand, dass es neben spektakulären Explosionen auch Dinge wie ein stimmiges Drehbuch und eine Mischung aus sympathischen Jungstars und Genre versierten Schauspielern braucht, um einen Boxoffice Hit zu landen, steht all dies bei Jonathan Liebesmanns moderner Neuauflage hinten an. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung deren Erfolg zweifelhaft scheint.

„World Invasion: Battle Los Angeles“ konzentriert sich inhaltlich ausschließlich auf den Kampfeinsatz der Soldaten rund um Sgt. Nantz. Bis auf einige wenige Fernsehbilder, die im Hintergrund zu sehen sind, werden jegliche anderen Schauplätze ausgeblendet. Die Tiefe des Drehbuchs beschränkt sich dabei auf Folgendes: Soldaten bewegen sich von A nach B, bringen Zivilisten nach C und zerstören Ziel D. Der Streifen verkommt dadurch zum reinen Kriegsfilm und tatsächlich vergeht kaum eine Sekunde der zwei Stunden Lauflänge, ohne dass ein Schuss fällt oder wie wild Befehle gebrüllt werden. Jegliche Auseinandersetzung mit dem Thema des außerirdischen Lebens wird im Keim erstickt. Besonders Alienfans, die sich auf neue Theorien zu einer möglichen Invasion aus dem All gefreut haben, wird dies zu recht enttäuschen. Lediglich ein kurzer Fernsehkommentar spricht von den natürlichen Ressourcen der Erde, auf die es die Außerirdischen möglicherweise abgesehen haben. Ohne jegliche Hintergrundinformationen zu den Invasoren werden diese völlig austauschbar und es könnte sich genauso gut um wildgewordene Fabelwesen oder außer Kontrolle geratene Haushaltsgeräte handeln, gegen die die Menschheit antreten muss. Warum die Angreifer Millionen Lichtjahre auf sich genommen haben, um die Erde anzugreifen ist unwichtig. Wichtig ist nur der Kampf.

Inszeniert wird dieser Kampf in typischer blau-orange Optik im besten Michael Bay Stil. Hinzu kommt die wohl wackeligste Shaky-Cam aller Zeiten. Selbst zu Beginn des Films, der 24 Stunden vor der Alieninvasion einsetzt, wird dieses Stilmittel so exzessiv verwendet, dass man sich nicht wundern sollte, wenn einem Anfangs ein wenig mulmig zu Mute ist. Die Handkamera-Optik wird meist dazu genutzt, dem Zuschauer ein „Mittendrin-Gefühl“ zu vermitteln, aber von Kameramann Lukas Ettlin so übertrieben eingesetzt, dass man sich des Öfteren wünscht, einfach mal einen ruhigen Blick auf die außerirdischen Angreifer werfen zu können, die meist nur im Fadenkreuz der Marines auftauchen. Einzig durch die beeindruckenden Panoramaaufnahmen der zerstörten Westküstenmetropole wird der Zuschauer einige wenige Male entschädigt. Zu Gute halten muss man dem Regisseur allerdings, dass die zahlreichen Feuergefechte durchaus packend und wuchtig inszeniert sind.

Neben der Actionkomponente funktioniert der Film, neben allem Pathos und aller Lobhudelei auf das Militär, aber vor allem auf einer ganz bestimmten, zugegebenermaßen sehr primitiven Ebene. Während ihres Streifzugs durch die zerstörten Straßen LA's treffen Sgt. Nantz und sein Trupp auf eine kleine Gruppe von Zivilisten. Der Vater eines etwa 12jährigen Jungen signalisiert Nantz in einem Gespräch, dass er und sein Sohn bereit seien, ihren Teil zur erfolgreichen Flucht beizutragen. Auch sie wollen nicht kampflos untergehen und stolz lässt er seinen kleinen Sohn salutieren. Und genau hier fühlt man sich zumindest als männlicher Zuschauer, prompt wie eben dieser Junge, der sich nichts mehr wünscht als auch ein Marine sein zu können. Ein stolzer Soldat, der den gerechten Kampf gegen böse Außerirdische kämpft und diesen kräftig in den Arsch tritt.

„World Invasion: Battle Los Angeles“ ist der „Independence Day“ der Call of Duty Generation: laut, schnell und vor allem wacklig.

by

Bilder © Sony Pictures