Wolf Creek 2

Wolf Creek 2 (2013), Australien
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: KSM

Wolf Creek 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Die deutschen Rucksacktouristen Katarina und Rutger wollen das „echte“ Australien kennenlernen und campen im einsamen Wolf Creek National Park. Unglücklicherweise ist dies auch das Jagdgebiet von Mick Taylor (John Jarratt), einem psychopathischen Serien-Mörder, der schon zahlreiche Backpacker auf dem Gewissen hat. Auch Surfer Paul (Ryan Corr) gerät ins Visier des Killers. Er macht Bekanntschaft mit Micks Folterkeller und ist dort dessen sadistischen Spielchen ausgeliefert. Ein gnadenloser Horror-Trip im australischen Outback nimmt seinen Lauf – kann irgendjemand diesem Albtraum entkommen?

John Jarratt, Ryan Corr und Shannon Ashlyn | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Wolf Creek 2

Blu-ray
Wolf Creek 2 Wolf Creek 2
Blu-ray Start:
20.10.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 103 min.
Wolf Creek 2 (Steelbook) Wolf Creek 2 (Steelbook)
Blu-ray Start:
16.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Wolf Creek 2 Wolf Creek 2
DVD Start:
20.10.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Wolf Creek 2

Filmwertung: | 8/10


Am 19. Juni darf Outback-Killer Mick Taylor in ausgewählten Lichtspielhäusern wieder Jagd auf chancenlose Touristen machen, bevor er ab dem 20.10.2014 dann im Heimkino fröhlich (und hoffentlich zu diesem Zeitpunkt auch vollkommen unzensiert) weitermetzeln darf. „Wolf Creek 2“ knüpft formal wie inhaltlich nicht bloß an den grandios kompromisslosen ersten Teil an, sondern übertrifft ihn in nahezu allen Belangen sogar!

Als die Rucksacktouristen Rutger (Phillipe Klaus) und Katarina (Shannon Ashlyn) den Meteoritenkrater "Wolf Creek" besuchen wollen, können sie nicht ahnen, dass sie bei diesem Vorhaben mit einem der gefährlichsten Männer Australiens konfrontiert werden: Der Psychopath Mick Taylor (John Jarratt) geht noch immer erbarmungslos auf Menschenjagd und hat keinerlei Interesse daran, Gefangene zu machen. Eine nervenaufreibendes Katz und Maus Spiel beginnt…

„Wolf Creek 2“ besticht vor allem durch seine erstaunliche Konsequenz, die den Film zu einer unglaublich intensiven Erfahrung macht und ganz nebenbei eine beeindruckend finstere Atmosphäre erzeugt. Die Welt des Filmes scheint von Egoismus und Gewalt beherrscht zu sein und dürfte auf angehende Australien-Touristen überaus abschreckend wirken. Nichtsdestotrotz ist die australische Einöde ein faszinierender Schauplatz, dem ein Großteil der Spannung des Filmes zu verdanken ist.
Überraschenderweise verfügt „Wolf Creek 2“ neben seinen eindeutigen Attributen als knallharter Terrorfilm auch über jede Menge spektakuläre Fahrzeug-Action. Die Stunts sind in Anbetracht des limitierten Budgets qualitativ sehr hochwertig geraten und wirken zumeist auch relativ realistisch. Besonderes visuelles Highlight ist eine absurd komische und ungemein brutale Konfrontation von einem LKW mit einer Horde Kangaroos. Vin Diesel dürfte stolz auf die Verantwortlichen sein!

Durchzogen ist „Wolf Creek 2“ von einem bitterbösen Humor, der seine zynischen Pointen zumeist aus den zahlreichen Onelinern des kultigen Killers generiert und für den ein oder anderen unmoralischen Lacher gut ist. Mick Taylor ist brutal, anarchisch und von einem verqueren Gerechtigkeitssinn geleitet – Charakterzüge, die ihn zu einer tickenden Zeitbombe werden lassen.
Gänzlich blass bleiben hingegen die Opfer, obgleich es nach etwa einem Drittel des Filmes einen erlösenden Perspektivwechsel gibt, der eine neue und sehr viel interessantere Identifikationsfigur etabliert. Dennoch: Wie andere Horrorreihen bezieht auch die „Wolf Creek“-Reihe ihren Kult einzig und alleine aus ihrem düsteren aber keineswegs humorlosen Bösewicht und zwingt den Zuschauer stellenweise sogar zur Komplizenschaft mit dem Psychopathen. So hat man in der Anfangsszene des Filmes beispielsweise sogar etwas Mitleid mit Mick Taylor, der von zwei zynischen Polizisten gedemütigt wird. Seine anschließende Rache empfindet man daher durchaus als Befriedigung. Das mag moralisch verwerflich sein – schließlich fehlt eine kritische Meta-Ebene völlig- macht aber im Kontext des Filmes auch einen höllischen Spaß! Tiefsinnige Kinounterhaltung gibt es eben anderswo. „Wolf Creek 2“ ist Exploitation in Reinform und macht daraus sympathischerweise auch nie ein Geheimnis.

Anmerkung zur FSK 18 Fassung: Trotz einer Kürzung von etwa 2 Minuten Länge kommt auch die Kinofassung von „Wolf Creek 2“ sehr brutal und konsequent daher, weshalb Genrefreunde ruhig Geld in das Kinoticket investieren können.

Fazit:
Hart, geschmacklos und höllisch unterhaltsam! Genrefans werden „Wolf Creek 2“ lieben! Alle anderen sollten jedoch lieber einen großen Bogen um den fiesen Streifen machen.

by

Bilder © KSM