Wie beim ersten Mal

Hope Springs (2012), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Wild Bunch / Majestic

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Wie beim ersten Mal Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Seit 30 Jahren sind Kay (Meryl Streep) und Arnold Soames (Tommy Lee Jones) verheiratet. Wie viele andere Paare haben die beiden sich im Laufe ihrer Ehe so sehr aneinander gewöhnt, dass mittlerweile jeder Tag einer fast choreographiert wirkenden Routine folgt. Die Kinder sind längst aus dem Haus und zum Hochzeitstag schenkt man sich Praktisches. Doch insgeheim sehnt sich Kay nach mehr. Ein wenig Liebe, vielleicht ab und zu sogar Leidenschaft. Arnold dagegen will einfach seine Ruhe...

Doch schließlich hält es Kay nicht länger aus: sie nötigt den störrischen Arnold zu einer Reise in das romantische Städtchen Hope Springs, um sich in die Hände des berühmten Eheberaters Dr. Bernie Feld (Steve Carell) zu begeben… Ihren Mann überhaupt dorthin zu bekommen, war schon schwer genug, doch als es darum geht, die festgefahrene Ehe-Routine und sogar die eingeschlafenen und noch nie besonders experimentierfreudigen Schlafzimmergewohnheiten auf den Kopf zu stellen, um den gewissen Funken in ihrer Ehe wieder zu entfachen, beginnt für Kay und Arnold das eigentliche Abenteuer… und für den Kinozuschauer ein großer Spaß!


Meryl Streep, Tommy Lee Jones und Steve Carell | mehr Cast & Crew


Wie beim ersten Mal - Trailer




DVD und Blu-ray | Wie beim ersten Mal

Blu-ray
Wie beim ersten Mal Wie beim ersten Mal
Blu-ray Start:
01.03.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.
DVD
Wie beim ersten Mal Wie beim ersten Mal
DVD Start:
01.03.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Wie beim ersten Mal - Alles Liebe Edition Wie beim ersten Mal - Alles Liebe Edition
DVD Start:
07.02.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 96 min.

Filmkritik Wie beim ersten Mal

Filmwertung: | 7/10


Der neue Film „Wie beim ersten Mal“ (Hope Springs) vom Regisseur David Frankel („Der Teufel trägt Prada“ (2006); „Marley und ich“ (2008)) suggeriert mit seinem deutschen Titel, mit der Vermarktung und mit dem Trailer eine leichte, unterhaltsame Liebeskomödie mit hochkarätiger Besetzung. Doch der Film weiß mehr als nur einfach zu unterhalten. Er bietet eine realistische Sicht auf die Probleme und Gefühle einer alternden Beziehung.

Kay (Meryl Streep) und Arnold Soames (Tommy Lee Jones) sind seit über 30 Jahren verheiratet und ihre Ehe besteht nur noch aus routinierten Vorgängen. Die davon frustrierte Hausfrau Kay, die sich sonst immer den Wünschen ihres Mannes untergeordnet hatte, „zwingt“ ihn zur Eheberatung und der damit verbundenen Reise in das Städtchen Great Hope Springs (Maine). Einmal dort angekommen, stellen sich dem Paar immer wieder neue Hindernisse und Probleme hin zu einer gesünderen und liebevollen Beziehung in den Weg. Ihr Therapeut Dr. Bernard Feld (Steve Carell) gibt den Beiden immer wieder neue Aufgaben und bietet Ihnen Herangehensweisen zur Lösung ihrer Probleme an. So schafft er es, dass das Ehepaar endlich über ihre Gedanken und Gefühle miteinander spricht und den Versuch wagt aufeinander einzugehen.

Ohne sich viel über den Film informiert zu haben und ohne zu wissen, dass Vanessa Taylor, die Drehbuchautorin, realistische und alltägliche Situationen als Grundlage für die Story verwendet hat, könnte man von dem Film enttäuscht werden. Dem Zuschauer, der auf leichte Unterhaltung (à la den zwar vorhandenen, aber recht seltenen, und doch amüsanten Intimszenen) hoffend ins Kino gegangen ist, wird ein fast überwiegend ernsthafter Film dargeboten, der zeigt, wie schwer es ist, Liebe und Zärtlichkeit in einer langjährigen Ehe aufrecht zu halten. Vermutlich auf die Aussicht auf mehr Zuschauer, vor allem auch aus dem jüngerem Publikum, wurde versucht, den ernsthaften Stoff mit witzigen Szenen zu unterlegen. Diese Mischung aus dramatischen und komödiantischen Elementen funktioniert leider nicht hundertprozentig und die Geschichte hätte auch ohne diese amüsanten Szenen leben können. Getragen wird der stark dialoglastige Film von den beiden ausgezeichneten Hauptdarstellern. Meryl Streep, die eben noch die Premierministerin Margaret Thatcher oscarreif darstellte, liefert hier ein sensibles Portrait einer gekränkten und vernachlässigten Hausfrau, der man jeden Schmerz und jede grausame Zurückweisung auf ihrem Gesicht ansieht. Genauso spiegelt sich aber auch jeder kleine Hoffnungsschimmer und der Glaube an die Liebe in ihrer Mimik wider. Sie spielt diese Rolle so überzeugend, dass Kay als Sympathieträgerin des Films perfekt funktioniert. Im Gegensatz dazu steht die von Tommy Lee Jones verkörperte Rolle Arnold, der so in seinem Alltagstrott gefangen ist, dass er nicht erkennt, dass er kurz davor ist, Kay zu verlieren. Er spielt den Part des ständig nörgelnden, stets unzufrieden, knausrigen Ehemannes überzeugend und zeigt mit seiner kraftvollen Darstellung, wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ein und dieselbe Ehe sein können. Steve Carell als einfühlsamer und in sich selbst ruhender Therapeut rundet das Ensemble gut ab.

Fazit: Der Zuschauer, der nur unterhalten werden will, ist bei „Wie beim ersten Mal“ fehl am Platz. Es handelt sich um einen anrührenden und warmherzigen Film, der eine menschliche Geschichte von schwindender Liebe und fehlender Zuneigung erzählt. Für alle, die einem ernsten und wirklich gut gespielten Film nicht abgeneigt sind, kann ich „Wie beim ersten Mal“ nur ans Herz legen.

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Bilder © Wild Bunch / Majestic