Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert

Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert (2020), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Familie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universum Film

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Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Nur zu gerne würde Wickie (Julius Weckauf) seinen Vater Halvar (Dietmar Bär) auf dessen Abenteuern begleiten. Aber Halvar meint, Wickie sei zu jung für das raue Leben der ‚starken Männer‘ an Bord. Dabei hat Wickie noch ganz andere Qualitäten: Er ist ein helles Köpfchen und denkt nach, bevor er handelt! Das Abenteuer beginnt, als Halvar dem Schrecklichen Sven ein magisches Schwert abknöpft. Dieses erweist sich als unkontrollierbar und verwandelt Wickies Mutter Ylva versehentlich in eine Statue aus purem Gold. Wickie ist natürlich wild entschlossen, seine Mutter zu retten und schmiedet zusammen mit seiner Cousine Ylvi (Malu Leicher) einen Rettungsplan. Der junge Krieger Leif (Ken Duken), der unerwartet im Dorf auftaucht, und ein ziemlich unkonventionelles Eichhörnchen helfen ihnen dabei. Leif weiß von einer sagenumwobenen Insel, wo jeder Zauber gebrochen werden kann. Die Reise dorthin führt die Gefährten ins „Piraten-Paradies“ und beschert ihnen eine haarsträubende Begegnung mit den gewaltigsten Sturmwellen. Gleichzeitig ist ihnen der Schreckliche Sven immer dicht auf den Fersen... Endlich auf der Insel angekommen, dämmert Wickie, dass Sven nicht ihr größtes Problem ist, sondern das weit mehr auf dem Spiel steht als gedacht!



Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert - Trailer




DVD und Blu-ray | Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert

Blu-ray
Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert
Blu-ray Start:
04.03.2022
FSK: 0 - Laufzeit: 82 min.
DVD
Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert
DVD Start:
04.03.2022
FSK: 0 - Laufzeit: 79 min.

Filmkritik Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert

Filmwertung: | 6/10


Nachdem Michael Bully Herbig 2009 zum ersten Mal die Wikinger aus Flake auf die Leinwand brachte und sie 2011 wieder kamen (allerdings ohne ihn, sonst aber mit dem komplett identischen Cast), wurde es 10 Jahre ruhig um den kleinen Wickie, seinen Vater und die Anderen. Nun gibt es aber tatsächlich eine weitere Fortsetzung. Jedoch fällt hier schnell der zweitklassige Look auf, mit dem der Film nicht wirklich überzeugen kann.

Der Film ist aber nicht der erste Film, wo man eine solchen "Schritt zurück" sehen konnte. Denn auch nach den beiden "Schlümpfen", den beiden "Stuart Little", den beiden "7 Zwerge" Filmen oder auch nach "Schuh des Manitu" und "(T)raumschiff Suprise" mit "Lissi und der wilde Kaiser" kam ein dritter animierter Teil und sah wirklich nicht gut aus. Es war eine echte Enttäuschung sich diese Filme anzusehen und man konnte einfach nicht verstehen, wieso sich die Macher dafür entschieden haben. Dabei war es auch vollkommen egal, ob die Figuren vorher integriert wurden und vielleicht sogar bereits in 2D oder 3D über die kleine oder große Leinwand gehuscht sind. Man hatte sich durch die zwei Filme an etwas anderes gewöhnt. Hier z.B. zweimal an Jonas Hämmerle als Held und nun muss man sich schweren Herzens umgewöhnen. Das liegt aber definitiv nicht an Wickies neuem Sprecher Julius Weckauf. Dieser macht seine erste Synchronarbeit vollkommen in Ordnung und doch schafft es der neue Held nicht mehr zu 100% zu überzeugen.

Im Kern geht es hier um die Wikinger von Flake, die von Halvar angeführt und wieder ein Problem mit dem schrecklichen Sven haben. Also alles so, wie die Fans es kennen und sehen wollen. Doch Sven hat dieses Mal ein magisches Schwert bei sich, ein Schwert, dass Halvar unbedingt haben will und es ihm daher klaut. Es soll durch einen gewissen Ablauf Dinge zu Gold machen und nachdem es bei einem Huhn und anderen Dingen funktioniert, schlagen sich die Männer darum wer es am meisten verdient hat reich zu werden. Doch bei ihrer Rauferei schießt die Magie des Schwertes auf Halvars Frau und Wickies Mama Ylva, die sofort zu Gold wird. Was für ein Schrecken für die beiden. Doch zum Glück hat der mysteriöse Leif einen klaren Plan, wie sie es rückgängig machen können. Sie müssen sich aber beeilen, denn die Zeit läuft gegen sie.

Das Beste am Film ist das Gewohnte. Es ist schön die Welt wieder zu besuchen und alle Figuren, Orte und Handlungen so vorfinden zu können wie immer. Man kann problemlos wieder da einsteigen, wo man aufgehört hat und es wird nicht versucht irgendwas Neues in der Handlung zu erzwingen. So bekommen auch Fans der ersten oder zweiten Stunde auf ihre Kosten, da sie sich an ihre Kontaktpunkte mit den Figuren erinnern können und nicht nur ihren Kindern zu sehen müssen, wie sie sich an etwas (für die Erwachsenen nicht zugänglichen) Neuen erfreuen. Es macht Spaß ein weiteres Mal diesen Ort und diese Figuren zu besuchen und man kann nur hoffen, dass das nicht das letzte Mal sein wird.

Am Ende passiert dann aber die größte Überraschung, die besonders die Herzen Marvel Fans höher schlagen lassen wird und ja, das klingt erstmal seltsam und auch ich hätte es nicht erwartet, aber es funktioniert, ist großartig und hebt den Film nochmal spürbar an. Natürlich wird er dadurch nicht zum Meisterwerk, aber es ist ein schönes Easter Egg und eine tolle Freude. Diese beginnt schon bei der Hintergrundgeschichte dieses magischen Schwertes. Doch als dann auch noch Tommy Morgenstern plötzlich als seine ikonische Avenger Figur zu hören ist, könnte die Zufriedenheit nicht höher sein. Wen jedoch Tommy Morgenstern spricht, möchte ich nicht verraten. Eingefleischte MCU Fans dürften dies aber bereits vor dem Film wissen. Das Lustigste an dem Finale ist dabei aber, dass eine Wandlung genauso abläuft, wie man es schon von Anfang an denkt und man danach nicht mehr viel erwartet. Man wusste die Wandlung bereits und ist darüber leicht enttäuscht, nur um direkt im Anschluss etwas zu erfahren, das echt aus dem Nichts kommt und einen komplett überraschen kann. Wenn man ehrlich ist, konnte man es sich rückblickend doch denken, aber in dem Moment war ich echt geflasht. So etwas passiert nicht so oft und in einem solchen Genrevertreter erst recht nicht!

Enttäuschend ist im Film aber der besagte Look, an den man sich wirklich gewöhnen muss und wo ich einfach nur hoffen kann, dass ein weiteres Abenteuer wieder anders aussehen wird. Der Film macht nämlich Lust noch ein Abenteuer zu sehen, mit diesem Look macht sich das Filmteam aber keine begeisterten Kinobesucher. Diese bleiben bei diesem Film sowieso fast komplett aus und er läuft sehr viel schlechter, als man es im Vorfeld annehmen konnte. Es ist hier nämlich alles bekannt und die beiden Realfilme + die Serie, Bücher und Co waren wirklich erfolgreich. Trotzdem macht der Film kaum Einnahmen. Ebenso muss man sich hier an die Synchronsprecher gewöhnen. Mit Ken Duken, Julius Weckauf oder auch Dietmar Bär gibt es zwar bekannte Sprecher, die man kennt und die in anderen Projekten auch wirklich überzeugen konnten. Die hier aber irgendwie nicht zu ihren Figuren passen. So merkt man, dass Herr Weckauf sich wirklich Mühe gegeben hat und seine erste Synchronarbeit gut machen wollte, dem Held aber trotzdem sein Tiefgang und die Fähigkeit, diesen Film zu tragen, fehlt.

Fazit:
Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert ist okay, mit dem ich rückblickend nicht unzufrieden bin. Er macht das, was er machen soll, vollkommen in Ordnung und wird Kindern eine tolle Zeit im Kino bescheren. Er hat eins der schönsten Easter Eggs des Kinojahres und wird in der zweiten Hälfte auch deutlich besser. Der Look, die Synchronsprecher und die erste Hälfte machen ihn aber nicht zum Meisterwerk.
by Peter Brauer

Bilder © Universum Film


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