We Are Your Friends

We Are Your Friends (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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We Are Your Friends Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der smarte Cole (Zac Efron) träumt davon, als Electro-DJ voll durchzustarten und den einen Song zu produzieren, der ihm den Durchbruch zum Erfolg bringt. Tagsüber hängt er mit seinen alten Freunden ab, nachts zieht es ihn jedoch in die Szene-Spots von Los Angeles. Als ihn der charismatische, etablierte DJ James (Wes Bentley) unter seine Fittiche nimmt, scheint seine Chance gekommen. Doch als Cole sich in James’ Freundin Sophie (Emily Ratajkowski) verliebt, setzt er alles, wofür er brennt, auf’s Spiel...

Zac Efron, Emily Ratajkowski und Jon Bernthal | mehr Cast & Crew


We Are Your Friends - Trailer


We Are Your Friends - Trailer


DVD und Blu-ray | We Are Your Friends

Blu-ray
We Are Your Friends We Are Your Friends
Blu-ray Start:
24.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
We Are Your Friends We Are Your Friends
DVD Start:
24.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

Filmkritik We Are Your Friends

Filmwertung: | 5/10


Zac Efron, bekannt aus der Disney-Filmreihe „High School Musical“, ist für seine smarte Art bekannt. Mit dem Schalk im Nacken kann er sowohl humorvollen, als auch ernsteren Rollen Charme verleihen. In „Bad Neighbors“ und “Für immer Single” sorgte er zuletzt für Unterhaltung. In Max Josephs Musik-Drama „We Are Your Friends“ verkörpert Efron den smarten DJ Cole, der mit seiner Musik das Lebensgefühl seiner Generation nachhaltig beeinflussen will. Doch bis ihm der große Durchbruch gelingt, muss er die Höhen und Tiefen der Musikindustrie am eigenen Leib zu spüren lernen. Und dabei nimmt er das Kinopublikum mit auf eine Schaffensreise der besonderen Art.

Die unkonventionelle Coming-of-Age-Geschichte von Max Joseph und Meaghan Oppenheimer bleibt trotz der dokumentarischen Elemente spannungsarm. Die drei Freunde, gespielt von Johnny Weston („Die Bestimmung - Insurgent“), Shiloh Fernandez („Evil Dead“) und Alex Shaffer (Serie „American Horror Story“), rund um Hauptfigur Cole sind blass charakterisiert und zeichnen sich nur durch Klischees aus. Als Taugenichtse in den Tag hinein lebend, verkörpern sie allesamt die Stereotypen der Szene, in der Musik, Drogen und belanglose Sexabenteuer zum Alltag gehören. Wie eine Gruppe pubertierende Jungs versuchen die Freunde stets das Maximum an Unterhaltung in ihr Lleben zu integrieren, ohne sich Gedanken um die finanzielle Zukunft zu machen. Erst als Cole durch Zufall die Bekanntschaft mit dem etablierten DJ James Reed (Wes Bentley) macht, der ihm schnell als Mentor beratend zur Seite steht, scheint sich sein langgehegter Traum von der erfolgreichen Karriere zu erfüllen. Engagiert nimmt er das Projekt seines Lebens in den Griff, während seine Freunde weiterhin ihrem Müßiggang folgen. Erwartungsgemäß lassen sich aber schnell die Schattenseiten des Ruhms erkennen. Und so wird dem Publikum bewusst vor Augen geführt, dass selbst der talentierteste DJ hinter seinen Boxen und den wummernden Beats manch einen Abgrund überwinden muss. Auch Coles Freunde werden durch einen traumatischen Zwischenfall aufgerüttelt und müssen, unabhängig voneinander, eine Entscheidung treffen, die ihr weiteres Leben beeinflussen soll. Während die schnellen Schnitte der Szenen rein optisch interessant scheinen, bleibt die Handlung im unteren Niveau hängen. So dient auch die Liebesaffäre von Cole und James Lebensgefährtin Sophie (Emily Ratajkowski) letztlich nur als Puffer zwischen den DJs und als Anlass zur Entzweiung der zwei kreativen Köpfe. Doch da die Beziehung der Musiker selbst durch den Verrat nur kurzzeitig gedämpft wird, verläuft selbst dieser Handlungsfaden ohne große Hürden spürbar im Sande.

Der Fokus des Dramas liegt auf der elektronischen Tanzmusik, die mit nahezu philosophischen Worten und ausschweifenden Dialogen kommentiert, analysiert und gewertet wird. Doch anstatt das Publikum anzusprechen oder es zu vereinnahmen, plätschern die Beats über einen längeren Zeitraum belanglos vor sich hin. Nur in wenigen Sequenzen, in der die Hintergründe des Aufbaus der Musik thematisiert werden, kann der Film dem Zuschauer Interesse abverlangen. Auch die Kunst des DJs, die darin besteht, Songs nahtlos ineinander überfließen zu lassen, wird interessant in Szene gesetzt. Doch leider endet die Einführung in die Theorie der Musik schon nach wenigen Minuten, wodurch der Spannungsbogen erkennbar wieder abflacht. Lediglich das musikalische Finale, das losgelöste Bilder mit schnellen Beats vereint und zum Mitwippen animiert, können den Film retten. Erst hier beginnt der Zuschauer zu verstehen, wie ein DJ den Soundtrack seines Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen erwecken kann.
Neben Zac Efron, der mit emotionalen Momenten gegen das dünne Drehbuch anspielen kann, liefert Wes Bentley („Die Tribute von Panem -The Hunger Games“) ein souveränes Schauspiel ab, auch wenn er mit seiner Rolle sichtlich unterfordert scheint.


Fazit:
Max Josephs Musik-Drama „We Are Your Friends“ macht auf den ersten Blick einen frischen und hitverdächtigen Eindruck. Nach kurzer Zeit scheitert das Projekt jedoch an den blass gezeichneten Figuren, der dünnen Story und dem fehlenden Esprit. Wer sich rein auf die Musik-Ebene konzentriert, wird jedoch seinen Spaß haben.
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Bilder © StudioCanal