We Have Always Lived in the Castle

We Have Always Lived in the Castle (2018), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Mysterie / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Kinostar

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We Have Always Lived in the Castle Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Merricat lebt mit ihrer Schwester Constance und ihrem Onkel Julian zusammen. Die Drei sind Überlebende einer Arsenvergiftung, die vor fünf Jahren sämtliche anderen Familienmitglieder dahingerafft hat. Wenn es darum geht, ihr Grundstück mit „Flüchen“ zu beschützen, erweist sich Merricat als besonders kühn und einfallsreich. Und einmal abgesehen davon, dass die Leute aus der Stadt sie hassen, führen die Schwestern ein idyllisches Leben. Bis Cousin Charles auftaucht. Charles bietet sich an, im Haus mitzuhelfen und interessiert sich auch sehr für die finanzielle Situation der Familie. Während Constance von Charles fasziniert ist, empfindet Merricat ihren Cousin als Eindringling. Als Charles und Merricat sich in Machtkämpfe verstricken, droht der Familie erneut eine Tragödie.

Alexandra Daddario, Taissa Farmiga und Sebastian Stan | mehr Cast & Crew


We Have Always Lived in the Castle - Trailer




Filmkritik We Have Always Lived in the Castle

Filmwertung: | 7/10


„We Have Always Lived In The Castle“ ist 90 Minuten lang und erscheint in Deutschland ab dem 03. Oktober 2019 in den Kinos. Die Romanverfilmung handelt von den Schwestern Merricat (Taissa Farmiga, „The Nun“) und Constance Blackwood (Alexandra Daddario, „True Detective“). Deren reiche Familie starb vor Jahren durch eine Arsenvergiftung in der heimischen Villa, nahe einer Kleinstadt. Seitdem werden die beiden als Giftmischerinnen und Hexen abgestempelt und von der Bevölkerung leidenschaftlich gehasst. Deshalb versucht Merricat mit Flüchen und Ritualen ihre Schwester und das Anwesen zu schützen. Als eines Tages der Cousin Charles (Sebastian Stan, „Avengers: Endgame“) der beiden an die Tür klopft, bemerkt Merricat, dass ihre Rituale gebrochen wurden und das Haus den Feinden schutzlos ausgeliefert ist – Ein schlechtes Omen kündigt den überraschenden Besuch an…

Alexandra Daddario in We Have Always Lived in the Castle
Alexandra Daddario in We Have Always Lived in the Castle © Kinostar Filmverleih
Der Mystery-Thriller basiert auf der gleichnamigen Geschichte der amerikanischen Autorin Shirley Jackson. Diese veröffentlichte vorher den heute eher bekannten Roman „The Haunting of Hill House“ (1959). Wem das Buch kein Begriff ist, könnte zumindest die sehr erfolgreiche und daraus resultierende Netflix-Serie kennen, welche den selben Namen trägt. Dass der Film auf einem wirklich guten Roman basiert, merkt man ihm in jeder einzelnen Einstellung an. Jedoch schafft es Regisseurin Stacie Passon nicht die markerschütternde Atmosphäre des Buches wiederzugeben. Allgemein fehlt ein wenig der Spannungsfaden, welcher eigentlich kurz vor dem Zerreißen sein müsste. Denn schließlich baut das Drama genau auf diese Spannung. Was passiert, wenn sich Merricat und Charles ein Starrduell liefern? Was hat Charles mit Constance gemacht, die plötzlich so völlig verändert daherkommt? Wie kommt Merricat mit der neuartigen, bklemmenden Situation zurecht? Diese Fragen werden zwar aufgeworfen, wirken aber nicht im Raum wider. Das erhoffte unangenehm flaue Gefühl in der Magengegend bleibt leider aus.

Taissa Farmiga in We Have Always Lived in the Castle
Taissa Farmiga in We Have Always Lived in the Castle © Kinostar Filmverleih
Dies liegt aber keineswegs an den Schauspielern! Alexandra Daddario hatte bis jetzt leider fast nur Rollen in seichten Unterhaltungsstreifen, die ihre Attraktivität, aber nicht ihre Schauspielkünste in den Mittelpunkt hievten. In „Baywatch“, der „Percy Jackson“-Reihe und „San Andreas“ konnte sie ihr Potential noch nicht unter Beweis stellen. Hier zeigt sie sich von einer ganz anderen Seite und überzeugt als große Schwester mit einer Art Posttraumatischen Belastungsstörung.
Auch Sebastian Stan, dessen Rolle als Winter Soldier im Marvel Cinematic Universe mir zunächst bitter aufgestoßen ist, verkörpert einen mehr als glaubwürdigen Antagonisten. Die absolute Überraschung hingegen ist Taissa Farmiga. Sie verkörpert die verschrobene, mysteriöse, ebenfalls noch immer geschockte Protagonisten spielerisch leicht. Ihre Darbietung ist oscarreif. Es ist kein Wunder, dass sie bereits in einigen anderen Horrorfilmen und -serien, wie „American Horror Story“ oder „The Nun“ mitgespielt hat. Ihre schauspielerische Leistung treibt wahrlich einen kalten Schauer über den Rücken.

Sebastian Stan in We Have Always Lived in the Castle
Sebastian Stan in We Have Always Lived in the Castle © Kinostar Filmverleih
Der Film selbst trifft einige komische stilistische Entscheidungen. So werden teilweise einige Gegenstände surreal und künstlich in Szene gesetzt, was überhaupt nicht zum Gesamtkonzept passt. Auch der Fokus ist einige Male sehr untypisch eingestellt, was jedoch den Seefluss deutlich behindert.


Fazit:
Alles in allem ist „We Have Always Lived In The Castle“ eine Romanverfilmung, welche gegen die Vorlage deutlich verliert. Die schauspielerische Leistung hingegen lohnt sich über alle Maßen. Es reicht aus diesen Thriller auf dem heimischen Fernseher anzusehen, man muss nicht unbedingt ins Kino gehen.
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Bilder © Kinostar