Top Gun: Maverick

Top Gun: Maverick (2020), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Top Gun: Maverick Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Seit mehr als 30 Jahren ist Pete „Maverick“ Mitchell (Tom Cruise) als Top-Pilot für die Navy im Einsatz. Als furchtloser Testflieger lotet er die Grenzen des Möglichen aus und drückt sich vor der Beförderung, die ihn auf den Boden verbannen würde. Als er eine Gruppe von Top-Gun- Auszubildenden für eine Sondermission trainieren soll, trifft er auf Lt. Bradley Bradshaw (Miles Teller) mit dem Spitznamen „Rooster“, den Sohn von Mavericks verstorbenem Co-Piloten und Freund Nick Bradshaw, „Goose“. Konfrontiert mit den Geistern der Vergangenheit, ist Maverick gezwungen, sich seinen tiefsten Ängsten zu stellen, denn die Sondermission wird von allen, die für diesen Einsatz auserwählt werden, das ultimative Opfer fordern.

Tom Cruise, Miles Teller und Jennifer Connelly | mehr Cast & Crew


Top Gun: Maverick - Trailer




Filmkritik Top Gun: Maverick

Filmwertung: | 8/10


Im Jahre 1986 erschien ein Film, über den man definitiv diskutieren kann und das wurde es auch sehr lange Zeit. Trotzdem kann man diesem Werk zwei Punkte nicht absprechen. Zum einen seine unfassbare Macht und ebenso der großartige Charme. Genau das hat an ihn zum Klassiker gemacht und 36 Jahre später ist es nun Zeit für eine Fortsetzung. Ein Film, von dem keiner erwartet hätte, dass er kommen würde und wo man auch im Vorfeld meinen könnte, dass man ihn nicht gebraucht hätte. Doch wenn man ihn sich dann ansieht, wird klar, wie sehr man sich doch getäuscht hat. Im Kern geht es hier um Maverick. Dieser hat sich zurückgezogen und Top Gun hinter sich gelassen. Doch seine Gedanken drehen sich noch immer um seinen toten Freund und er schafft es nicht diese abzustellen. Besonders da er weiß, dass es einen Sohn gibt, der ohne Vater aufwachsen musste und wo er nur zu gerne ein Vaterersatz sein würde. Doch die Verbindung ist angeknackst und so gehen sie verschiedene Wege. Als aber Iceman Maverick wieder ruft, wird er sich nicht nur seiner Vergangenheit stellen müssen, er soll nun auch ein weiteres Mal unterrichten. Er schlägt sich gut, doch er liebt auch das Fliegen und das kann ihm auch keiner nehmen, weshalb er schnell im Cockpit sitzt und bereit ist loszufliegen.

Top Gun: Maverick - Tom Cruise
Top Gun: Maverick - Tom Cruise © Paramount Pictures
Die erste Stärke dieser Fortsetzung ist die Art und Weise, wie man mit dem Vorgänger umgeht. Es ist eine sehr respektvolle und gibt diesem nochmal eine tiefere Bedeutung. Wer den Todesfall damals nicht gespürt hat, wird es hier definitiv tun. Man nutzt die heutige Technik und doch wirkte er genauso wie aus den 80ern. Es ist nicht ersichtlich, dass man 36 Jahre gewartet hat. Viel eher wirkte es wie es aus einem Guss und als wäre der erste Teil erst vor ein paar Jahren erschienen bzw. als wäre die Fortsetzung damals gedreht worden und käme nun erst ins Kino. Das fällt auch beim Aufbau auf. Einige Stellen hat man genauso übernommen und besonders der Anfang sieht so aus, als hätte man es genauso gelassen, wie die Fans es damals geliebt haben. Auch der Soundtrack ist teilweise der Gleiche und funktioniert noch immer so gut wie damals. Tatsächlich hat Lady Gaga hier aber einen neuen Song gemacht, den man immer wieder zu hören bekommt und der „Top Gun 2“ großartig abrundet, ebenfalls deutlich besser als vermutet. Auch das gewisse Etwas, wieso man dieses Werk sehen will, funktioniert großartig.

Die Flugsequenzen sind fantastisch, drücken einen in den Sitz und lassen immer wieder den Mund offen stehen. Es ist toll, dass sie tatsächlich geflogen sind und es nicht im Studio entstanden ist. Das wäre bei den heutigen Techniken gar kein Problem gewesen, doch in echt wirkt es dann einfach nochmal deutlich natürlicher. Miles Teller zeigt wieder, was er drauf hat. Dieser Mann hatte zwar bisher nicht das beste Händchen mit seiner Filmauswahl, aber da schlummert noch klares Talent und hoffentlich darf er es in den nächsten Jahren noch mehr zeigen. Natürlich darf beim Wort Talent auch ein gewisser Mann nicht fehlen: Tom Cruise. Diesem (im positiven Sinne) Wahnsinnigen sieht man sein Alter von knapp 60 Jahren wirklich nicht an. Er ist noch topfit, unfassbar sympathisch und ohne ihn wäre all das nicht möglich gewesen. Er und Teller haben auch eine wirklich gute Chemie und man glaubt diesen Männern, dass es da eine gewisse Vergangenheit gegeben hat.

Top Gun: Maverick - Die neuen Piloten
Top Gun: Maverick - Die neuen Piloten © Paramount Pictures
Dieses Projekt ist definitiv für Fans gemacht worden und doch ist es nicht nur ein Ausruhen auf Dingen, die es schonmal gegeben hat, sondern man es schafft es auch viel Neues miteinfließen zu lassen und man kann auch hierdurch zum Fan werden, wenn man Teil 1 nicht kennt. Im Saal saßen einige Kinder und diese wird dieser Film bestimmt weiter begleiten. Es ist toll einen solchen Film als Kind mit den "Kinderaugen" sehen zu können und die Eltern haben eine tolle Entscheidung getroffen. Er ist für die Kleinen nämlich nicht zu krass und doch hat er viele Punkte, die im Kopf bleiben und an die man sich gerne erinnern wird. Tatsächlich ist der Film aber definitiv zu lang geworden und wirkte nicht mehr ganz so frisch wie sein Vorgänger.

Fazit:
So bleibt hier ein absolutes Erlebnis, das die Kinoleinwand in allen Punkten auskostet und allen Fans das gibt, was sie sehen wollen. Er kommt genau zur richtigen Zeit, hat eine unfassbare Wucht und macht einfach glücklich. Der Film ist genau das, was man sich als Sommerblockbuster der Extraklasse vorstellt und während man Manches sofort wieder vergisst, wenn man den Kinosaal verlässt, wird dieses Werk definitiv nachhallen. Er wird dabei zwar nicht so ein Filmklassiker werden wie sein Vorgänger, aber er hat das Potenzial nicht vergessen zu werden.
by Peter Brauer

Bilder © Paramount Pictures Germany


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