Tom & Jerry

Tom and Jerry (2021), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Komödie / Familie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Tom & Jerry Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Jerry zieht in das vornehmste Hotel New Yorks ein – und zwar ausgerechnet einen Tag, bevor dort die prächtigste Hochzeit des Jahrhunderts stattfinden soll. Der verzweifelten Hochzeitsplanerin bleibt nichts anderes übrig, als Tom zu engagieren, um den ungebetenen Gast loszuwerden. Dem anschließenden Katz-und-Maus-Spiel droht ihre Karriere, die Hochzeit und möglicherweise das Hotel selbst zum Opfer zu fallen. Doch schon bald taucht ein noch größeres Problem auf: ein teuflisch ehrgeiziger Mitarbeiter, der sich gegen alle drei verschwört.

Chloe Grace Moretz, Michael Pena und Colin Jost | mehr Cast & Crew


Tom & Jerry - Trailer




Filmkritik Tom & Jerry

Filmwertung: | 2/10


Seit sehr vielen Jahren, gibt es die Katze Tom und die Maus Jerry - Ein ungleiches Team - in Aktion zu bestaunen und viele Menschen verbinden damit ein Teil ihrer Kindheit. Das Titellied von Udo Jürgens hat in Deutschland noch heute Kultstatus und erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Bei den beiden Protagonisten bin ich jedoch nicht ganz sicher, ob die Kinder sie noch heute gerne schauen. Meiner Meinung nach ist die Beliebtheit etwas zurückgegangen. So war ich sehr neugierig, als ein neuer Film angekündigt wurde und wollte unbedingt wissen, was der fertige Film können und wie Kinder ihn annehmen würde(n). Nun habe ich den Film gesehen und muss ehrlich sagen, das war nicht das, was ich mir im Vorfeld erwartet habe.

Tom & Jerry
Tom & Jerry © Warner Bros.
In dem Film geht es um die Maus Jerry. Sie hat nicht viel Geld, würde aber gerne in einer schicken kleinen Wohnung wohnen. Als sie mitbekommt, dass das in einem noblen Hotel funktioniert, zögert sie nicht lange und zieht ein. Leider sind Mäuse aber keine gern gesehenen Gäste und schon gar nicht während einer großen und edlen Hochzeit. Die Maus muss weg und wie geht das besser als mit einer Katze? Zum Glück hat Tom mit dem kleinen Nager noch eine Rechnung offen und zögert nicht lange, diese auch zu nutzen. Schnell herrscht Chaos im Hotel und Maus und Katze dürfen sich nach Lust und Laune jagen.

Das ist ein Film, der eine klare Zielgruppe hat: Kleine Kinder und die bekommen viel Slapstick zum Lachen. Diese zwei Figuren sind einfach liebenswert und ich kann mir nicht vorstellen, dass man sie nicht mag. Es macht Spaß sie durch dieses Abenteuer zu begleiten und der Look der Figuren ist so wie früher. Er sieht so aus als käme er direkt aus den 90ern, einer Zeit wo ein solcher Film hingehört. Auch das gewisse Etwas funktioniert und wer sehen möchte wie sich Maus und Katze jagen, ist hier richtig. Leider macht der Film jedoch zwei Sachen bedeutend falsch. Zum einen denkt er, er sei tatsächlich ein Familienfilm aus den 90ern und hat keine normale Figur. Alle Figuren sind überdreht, laut, anstrengend und definitiv am overacten. Sie sind 0815 Abziehbilder und kommen in keinem einzigen Moment wirklich zur Ruhe und atmen mal durch. Nicht dass das früher bei jedem Familienfilm so war - natürlich gab es da auch anderes - aber viele Filme hatten keine normalen Figuren. Das ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden und es kamen auch immer mal wieder Filme heraus, die tiefer gehen konnten und mehr hatten als stumpfen Kinderspaß. Vor einigen Jahren gab es mit "Die Schlümpfe" und vor allem "Paddington" zwei so starke Beispiele, dass sich der Film daran gerne orientiert hätte können. Sie nahmen Figuren für Kinder, haben sie in manche Slapstick-Momente gepackt und hatten keine Sorge mal zur Ruhe zu kommen und ein paar emotionalere Momente anzustimmen. Das schafft "Tom & Jerry" nicht ein einziges Mal.

Tom & Jerry und Chloë Grace Moretz
Tom & Jerry und Chloë Grace Moretz © Warner Bros.
Er ruht sich stattdessen einzig und alleine auf die Jagd von Katz und Maus aus. Das geht in einem Kurzfilm wirklich gut und (wie bereits gesagt) es ist so wie Fans es sehen wollen. Nur schafft es dies nicht, alleine einen kompletten Film zu füllen. Wenn nichts Anderes funktioniert, ermüdet sich auch das irgendwann. So passiert es viel zu schnell, dass sich der Film im Kreis dreht und deutlich länger wird, als er hätte sein müssen. Die andere Schwäche ist, dass die meisten Fans (die mit den Zweien aufgewachsen sind) älter geworden und die Kindheit hinter sich gelassen haben. Nun sind sie Erwachsen und haben vielleicht selbst Kinder. Sie freuen sich über ihre Helden und gehen mit den Kindern ins Kino. Diese haben Spaß und können lachen. Aber die Fans merken schnell, dass dieser Film wirklich nicht geeignet ist, sich an seine Kindheit zu erinnern. Er rauscht viel zu schnell durch, hinterlässt keine Wirkung und hat durch die überdrehten Figuren auch keinerlei Ankerpunkte, an die man sich beim Schauen festhalten kann. Chloë Grace Moretz war sichtlich unterfordert und auch wenn sie ihr Bestes gibt, ihre Figur sympathisch rüberzubringen, macht auch sie das Drehbuch nicht besser. Michal Pena hingegen spielt seine wohl schlechteste Figur und versagt als Schurke komplett. Ich sehe auch ihn sehr gerne, die goldene Himbeere ist ihm dafür aber sicher. Glaube aber, dass dieser Film auch noch mehr goldene Himbeeren abbekommt.

Fazit:
Der Trailer hat es nicht vermutet und auch die anderen Kritiker klangen nicht so, dennoch hatte ich gehofft, würde der Film vielleicht mal zur Ruhe kommen und etwas mehr zeigen als Kinderspaß. Dem war aber leider nicht so und so ist das ein Film, der nicht viel mehr als das zu bieten hat und die stumpfe Mäusejagd ermüdet sich bei der Lauflänge. Sehr schade!
by Peter Brauer

Bilder © Warner Bros.


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