Thilda & die beste Band der Welt

Los Bando (2018), Norwegen
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Farbfilm

Thilda & die beste Band der Welt Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Grim und Aksel sind beste Freunde und träumen davon, als beste Band der Welt Musikgeschichte zu schreiben. Als ihre Band „Los Bando Immortale“ zum norwegischen Rock-Championship eingeladen wird, ist ihr Ziel plötzlich zum Greifen nah.
Leider haben sie jedoch zwei Probleme: Aksel kann nicht singen und für eine echte Band fehlt ihnen ein Bassist. Als beim Casting nur Thilda mit ihrem altbackenen Cello auftaucht, scheint der große Traum endgültig zu platzen.
Doch die trotzige Thilda beweist, dass man auch mit einem Cello ordentlich rocken kann. Mithilfe des coolen Rallyefahrers Martin machen sie sich in einem geklauten Camper gemeinsam auf einen verrückt-musikalischen Roadtrip quer durch Norwegen. Dabei ahnen die Jungs nicht, dass Thilda ein Geheimnis hat, das ihr gesamtes Unterfangen in Gefahr bringen könnte. Schon bald sind den jungen Musikern Polizei und Eltern dicht auf den Fersen. Werden die vier den heißersehnten Bandcontest noch rechtzeitig erreichen? Die Zeit läuft!


Tage Johansen Hogness, Jakob Dyrud und Tiril Marie Høistad Berger | mehr Cast & Crew


Filmkritik Thilda & die beste Band der Welt

Filmwertung: | 5/10


Diese, bereits im Februar gestartete, norwegische Coming of Age Komödie startet nun auch in unserem Land. Sie handelt von den beiden Freunden Grim und Aksel die gemeinsam Musik machen. Ihr größter Wunsch ist es dabei einmal bei der norwegischen Rock-Championship teilzunehmen und der Welt zu zeigen was sie drauf haben. Als sie es tatsächlich irgendwann schaffen, staunen die beiden nicht schlecht. Doch Grim hat Aksel stehts verheimlicht, dass dieser absolut nicht singen kann. Unter seine Stimme wurde Autotune gelegt, nur das weiß Aksel nicht. Er glaubt in ihm liege das Zeug zum Sänger. Auf ihrem Weg Richtung Rock-Championship treffen sie noch auf die 9 Jährige Thilda und den Ralleyfahrer Martin, die sich ihnen anschließen. Gemeinsam fahren die vier immer weiter, doch irgendwann ist Grim klar, dass er Aksel von seinen nicht vorhandenen Singkünsten erzählen muss.

Jonas Hoff Oftebro, Tage Johansen Hogness, Jakob Dyrud, and Tiril Marie Høistad Berger
Jonas Hoff Oftebro, Tage Johansen Hogness, Jakob Dyrud, and Tiril Marie Høistad Berger © farbfilm verleih - Björn Bratberg
“Thilda und die beste Band der Welt” ist eine sehr solide Unterhaltung für zwischendurch. Doch es fehlt dem Film einfach an Größe und dafür, dass er eigentlich am 20.09. im Kino starten soll, gibt es auch einfach zu wenig PR zum Film. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass Filme die im eignenen Land vielleicht gut ankommen, nicht auch automatisch in einem anderen genauso gut funktionieren. Ich muss auch ehrlich gestehen, ich weiß nicht wie der Film in Norwegen weg gekommen ist und was er den Norwegern vielleicht bedeutet, ich glaube aber, dass er hier in Deutschland kein so wirkliches Publikum erwarten darf. Das deutsche Publikum ist wirklich sehr Mainstreamorientiert und ignoriert fast jeden Film der daneben ist. Trotzdem hat auch so ein Film seine Aufmerksamkeit verdient und das zu Recht.

In den Hauptrollen finden sich hier vier sehr junge Darsteller, für ein paar von ihnen ist dieses sogar der erste Film in dem sie mitspielen. Selbstverständlich ist da bei allen noch Luft nach oben und sie spielen hier auch nur sehr oberflächlich und bringen keinen wirklichen Tiefgang in ihre Rollen, doch für den ersten Film kann man da wirklich nicht mehr erwarten und ich muss ehrlich gestehen, alle von ihnen machen einen guten Job. Man kann die Chemie sehr gut spüren und sieht auch hier schon, dass so mancher von ihnen das Zeug hat in Norwegen wirklich was zu werden. Man spürt im Film in vielen Sequenzen, dass es ein Coming of Age Film ist der zeigt, dass es wichtig ist seinen Träumen zu folgen, egal wer oder was sich einem dabei in den Weg stellt. Manche Träume sind vielleicht weit entfernt und sehr schwer zu erreichen, doch für jeden wichtigen Wunsch findet man auch irgendwie einen Weg und genau das möchte der Film dem Zuschauer vermitteln.

Szene aus Thilda & die beste Band der Welt
Szene aus Thilda & die beste Band der Welt © farbfilm verleih - Björn Bratberg
Doch auch wenn diese Botschaft den Film gut macht, so hat man diese doch schon sehr häufig und auch schon besser gesehen. Dem Film fällt es sehr schwer in die Tiefe zu gehen und sorgt dafür, dass seine Geschichte genauso oberflächlich bleibt wie seine Schauspieler. Er ist unfassbar vorhersehbar und man ahnt schon sehr schnell wo der Film hinführt und behält Recht damit. Die wenigen Witze zwischendurch konnten mich persönlich ebenso nicht überzeugen.


Fazit:
Dieser Film ist nicht schlecht, aber auch leider nicht so wirklich gut. Er ist nicht viel mehr als eine solide Unterhaltung für zwischendurch und auch davon haben wir 2018 viele und, in meinen Augen, auch deutlich bessere Film. Sowohl “Mamma Mia - Here we go again”, als auch “Christopher Robin” starteten erst vor ein paar Wochen, um nur zwei Beispiele zu nennen. “Thilda und die beste Band der Welt” könnte ganz eindeutig mehr, wenn die Geschichte auch mehr hergeben würde und der Film nicht so oberflächlich und vorhersehbar gemacht worden wäre.
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Bilder © Farbfilm