The Visit

Sundowning (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie / Horror
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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The Visit Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Dieser Familienbesuch bei den Großeltern wird zum Psycho-Trip. Dabei hat die alleinerziehende Mutter (Kathryn Hahn) für ihre Kinder nur die besten Absichten, als sie den einwöchigen Urlaub bei Oma und Opa in Pennsylvania plant. Auf der abgelegenen Farm kommen Bruder (Ed Oxenbould) und Schwester (Olivia DeJonge) schnell dahinter, dass die alten Leute ein verstörendes Geheimnis haben. Doch was verbirgt sich hinter der Regel, dass Zimmer nach 21.30 Uhr nicht mehr verlassen zu dürfen?
Das Unheil nimmt seinen Lauf und die Chancen, Nachhause zurückzukehren, werden immer geringer...

Für sein neuestes Werk The Visit orientiert sich der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent M. Night Shyamalan (After Earth, The Village – Das Dorf, Das Mädchen aus dem Wasser) an seinen großen Erfolgen - atmosphärisch dichte und überraschende Thriller mit übersinnlichen Elementen: Unbreakable – Unzerbrechlich, Signs - Zeichen und allen voran das Meisterwerk The Sixth Sense, mit dem Shyamalan Filmgeschichte schrieb. The Visit ist für den Filmemacher ein echtes Herzensprojekt. Von ihm stammt wie so oft das Drehbuch, er finanzierte den Film aus eigenen Mitteln und drehte jenseits von Hollywood einen außergewöhnlichen Thriller.


Kathryn Hahn, Deanna Dunagan und Peter McRobbie | mehr Cast & Crew


The Visit - Trailer


The Visit - Trailer


DVD und Blu-ray | The Visit

Blu-ray
The Visit The Visit
Blu-ray Start:
04.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.
DVD
The Visit The Visit
DVD Start:
04.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik The Visit

Filmwertung: | 8/10


"The Visit" erzählt die Geschichte von Rebecca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould), zwei Kindern, die bei der Scheidung der Eltern von ihrem Vater verlassen wurden. Die intelligente und gefühlvolle Becca ist eine Amateur-Filmerin, die eine Dokumentation über das Leben ihrer Mutter drehen will. Ein essentieller Teil dieser Geschichte ist die Kindheit ihrer Mutter. Der Besuch bei den Großeltern, einem älteren Ehepaar, das Becca und Tyler nie getroffen haben, soll daher ein Kernpunkt in der Dokumentation werden. Die beiden Geschwister machen sich auf den Weg tief ins Landesinnere von Pennsylvania, wo Großmutter Nana (Deanna Dunagan) und Großvater Pop Pop (Peter McRobbie) weit draußen auf einer alten Farm leben. Zuerst ist es genau so, wie es sich die beiden Kids immer vorgestellt haben, doch dann wird der Familienbesuch plötzlich sehr merkwürdig. Dabei hat ihre Mutter (Kathryn Hahn) nur die besten Absichten, als sie den einwöchigen Urlaub bei Oma und Opa plant. Warum dürfen Becca und Tyler ab 21.30 Uhr ihr Zimmer nicht mehr verlassen und was ist der Grund, für das komische Verhalten ihrer Großeltern?

Für sein neuestes Werk "The Visit" orientiert sich der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent M. Night Shyamalan (The Village – Das Dorf, The Sixth Sense) an seinen großen Erfolgen – er gestaltete einen atmosphärisch dichten und überraschenden Thriller mit dezenten übersinnlichen Elementen. Von ihm stammt auch das Drehbuch und er finanzierte den Film aus eigenen Mitteln. Regisseur Shyamalan wandte sich mit diesem Projekt an den erfolgreichen Produzenten Jason Blum (Sinister, Insidious, Paranormal Activity), welcher sofort begeistert war.

„The Visit“ bedient sich einfacher Mittel um eine gruselige Stimmung zu erzeugen. Der Spannungsbogen wird intelligent aufgebaut und sorgt am Höhepunkt immer wieder für Schrecken. Obwohl man ahnen kann, was in der nächsten Situation passiert, wird man überrascht. Durch die zwei Kameras, die fast ausschließlich von den beiden Kindern bedient werden, entsteht der „mittendrin statt nur dabei“-Effekt und sorgt somit auch für die berühmte „Blair Witch Project“(1999) Atmosphäre. Das war auch Absicht des Regisseurs, nicht zuletzt um „The Visit“ authentisch aussehen zu lassen. Diese Kameraführung passt sehr gut in die Geschichte, obwohl es dennoch in diversen Szenen leichte Kopfschmerzen erzeugen kann.

Eines steht hier auf jeden Fall fest: Die Besetzung ist grandios! Alleine der Möchtegern Junior-Rapper Tyler alias Ed Oxenbould (Die Coopers – Schlimmer geht immer) sorgt mit seinen „Showeinlagen“ immer wieder für viel Witz. Auch Becca alias Olivia DeJonge (The Sisterhood of Night), die bisher eher in ihrem Heimatland Australien Bekanntheit genießt, steckt mit Leib und Seele in ihrer Rolle. Als Amateur-Filmerin wirkt sie sehr professionell in ihrem Tun und geleitet den Zuschauer gleichzeitig damit durch den Film. Man bekommt außerdem einen tiefen Einblick in die Persönlichkeiten der Kinder und was sie beschäftigt. So baut der Zuschauer immer mehr eine Bindung zu den zwei Hauptdarstellern auf, die vor allem von Sympathie geprägt ist.
Genauso wurde bei der Besetzung der Großeltern richtig gewählt. Die Mimik und Gestik der Tony-Award-Gewinnerin Deanna Dunagan (House of Cards, Unforgettable) ist großartig. Als Großmutter hat sie in Punkto „Horror“ sie tragende Rolle bekommen, der sie auch definitiv gerecht wird.

Um kleine inhaltliche Schwächen kommt das Werk von M. Night Shyamalan nicht drum herum. Im Grunde fallen diese aber eher wenig auf. Einem richtigen Horror-Fan wird der Film vielleicht nicht „krass“ genug sein, wer sich allerdings einfach mal wieder schön gruseln möchte ohne an Reizüberflutung durch Monster oder Explosionen zu leiden, der sollte sich „The Visit“ auf jeden Fall anschauen.


Fazit:
Es ist sehr erfrischend mal wieder einen Horror-/Gruselfilm zu Gesicht zu bekommen, der es mit ganz einfachen Mitteln schafft, dem Zuschauer Angst einzuflößen und eine düstere, schaurige Atmosphäre zu erschaffen. Hier gibt es kein großes Brimborium oder Spezial Effects. Daumen hoch!
by

Bilder © Universal Pictures Intl.