The Thing

The Thing (2011), USA / Kanada
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Mysterie / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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The Thing Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Die Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead) bekommt die Chance ihres Lebens und darf sich einem norwegischen Forscherteam anschließen, das am Südpol über ein Alien-Raumschiff gestolpert ist. Im Wrack entdeckt sie ein Wesen, das schon vor einer Ewigkeit beim Absturz ums Leben gekommen zu sein scheint. Die wahre Gefahr schläft aber nur und wird durch ein simples Experiment geweckt. Gemeinsam mit dem Crew-Piloten Carter (Joel Edgerton) muss sie versuchen, den hochentwickelten Parasiten zu stoppen, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt.
Abgeschnitten von der Außenwelt, umgeben von gnadenloser Kälte, traut keiner mehr dem anderen – und die Todesangst breitet sich mindestens genauso gefährlich aus wie der kaltblütige Killer aus dem All.

Remake des John Carpenters Sci-Fi-Horror-Kultfilms „Das Ding aus einer anderen Welt”.


Mary Elizabeth Winstead, Eric Christian Olsen und Adewale Akinnuoye-Agbaje | mehr Cast & Crew


The Thing - Trailer




DVD und Blu-ray | The Thing

Blu-ray
The Thing - Steelbook The Thing - Steelbook
Blu-ray Start:
22.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.
DVD
The Thing The Thing
DVD Start:
22.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik The Thing

Filmwertung: | 3/10


John Carpenters Version des 50er Jahre Films „Das Ding aus einer anderen Welt“ gilt heute in weiten Kreisen immer noch als Horror-Klassiker. Und auch wenn bei einer wiederholten Betrachtung einige Dinge in Carpenters rund 30 Jahre alten Alienstory nicht mehr hundertprozentig taufrisch wirken, so können Eigenschaften, wie die klaustrophobische Atmosphäre, die tollen Creature-Effects und der Soundtrack der Filmmusik-Legende Ennio Morricone heute immer noch begeistern. Ein solcher Ruhm dürfte der als Prequel angelegten Neuauflage von Regisseur Matthijs van Heijingen wohl verwehrt bleiben. Und das zu Recht!

Die Geschichte setzt mit dem spektakulären Fund eines norwegischen Forschungsteams in der Antarktis ein. Unter Millionen Tonnen von Eis und abseits jeglicher Zivilisation lag hier ein außerirdisches Raumschiff begraben, und das vermutlich schon seit hunderten von Jahren. Mit Hilfe der amerikanischen Biologin Kate Loyd (Mary Elizabeth Winstead) gelingt es der Gruppe von Wissenschaftlern eine im Eis eingeschlossene Kreatur zu bergen, welche in der nahegelegenen Forschungsstation untersucht werden soll. Doch die Freude über den vermeintlichen Jahrtausendfund vergeht schnell. Als sich „das Ding“ aus seinem Eisgefängnis befreien kann, sinkt die Anzahl der lebenden Bewohner der Forschungsstation rapide. Dass der Außerirdische die Gestalt seiner Opfer nahezu perfekt imitieren kann, macht die Jagd auf diesen nicht leichter und so vertraut bald keiner mehr seinem Nächsten.

Die aktuelle Version von „The Thing“ als Prequel zu bezeichnen, kann eigentlich fast als Zuschauertäuschung gewertet werden. Zwar handelt es sich bei der norwegischen Forschungsstation natürlich um eben jene, welche Kurt Russel in Carpenters Version verlassen und zerstört vorfindet, wodurch der direkte Bezug zum 80er Streifen deutlich hergestellt wird. Auf der anderen Seite ist der Film seinem zeitlichen Vorgänger strukturell so ähnlich, dass man ihn eigentlich als Remake bezeichnen muss, welches von den Machern lediglich als Prequel getarnt wurde. Ähnlich wie das Filmmonster in die Rolle seiner Opfer schlüpft, sie tötet und gleichzeitig 1:1 kopiert, nimmt von Hejingens Film fast gänzlich die Hülle und Struktur des Carpenter Films an und imitiert diesen beinahe Punkt für Punkt. Im Inneren fehlen ihm dabei aber jegliche Eigenschaften, die die 80er Jahre Version ausgezeichnet haben. Und so gelingt es den Machern weder eine eigene Interpretation des Stoffes zu finden, noch die Qualitäten des Carpenter Klassikers nachzuahmen.

Anstatt auf klaustrophobische Atmosphäre setzt der Film auf billige Schreckmomente, die auch gerne als „jump scares“ bezeichnet werden. Nicht gerade das subtilste Stilmittel, denn egal was nun plötzlich ins Bild kommt - ob harmlose Katze oder tödliches Monster - untermalt man die Szene mit einem lauten Knall oder Schrei, zuckt der Körper automatisch zusammen. Genauso schnell wie die Anspannung gekommen ist, vergeht sie aber auch wieder. Anhaltenden Nervenkitzel kann „The Thing“ an keiner Stelle der Geschichte aufbauen und die klischeebehaftete B-Movie Horrorfilmmusik hilft auch nicht gerade dabei, die sich immer wieder verbreitende Langeweile zu unterdrücken. Die komplette Schauspielerriege unterstreicht dabei diesen starken B-Movie Flair nochmals. Die Qualität der Performances lässt sich auf dem Niveau eines typischen Teenie-Slashers ansiedeln und auch wenn man sich mit der weiblichen Hauptfigur Kate Loyd an einer Überlebenskämpferin wie Sidney Prescott in Wes Cravens Scream-Reihe orientiert hat, fehlt auch ihrer Darstellung jegliche Intensität. Stellt sich noch die Frage, wofür denn dann die 35Mio.$ Budget verwendet wurden, hat man doch bereits an der Verpflichtung eines erfahrenen Regisseurs und namenhaften Schauspielern gespart. Womöglich sind moderne CGI Künstler wohl doch teurer, als man denkt. Den Ekel, den Carpenters Effektspezialisten Rob Bottin und Stan Winston mit ihren handgemachten Monsterkreationen hervorrufen konnten, kann das computeranimierte Alien jedoch trotzdem nicht verbreiten.

Die 10€ für den Kinobesuch kann man sich demnach getrost sparen, hat man doch bereits die Möglichkeit sich die deutlich bessere Version des Films gemütlich zu Hause anzuschauen. Auch wenn Carpenters Version mittlerweile ein paar Altersspuren aufweist, hat sie immer noch deutlich mehr zu bieten als diese billige Kopie.
by Thomas Zimmer

Bilder © Universal Pictures Intl.


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