The Roommate

The Roommate (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Thriller / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

-> Trailer anschauen

The Roommate Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als die junge Studentin Sara (MINKA KELLY) ihr erstes Semester an der Uni antritt, bekommt sie Rebecca (LEIGHTON MEESTER) als Zimmergenossin im Wohnheim zugewiesen. Aus der anfänglichen Freundschaft der beiden jungen Frauen wird bald tödlicher Ernst, denn Rebecca entpuppt sich als Psychopathin, die von Sara regelrecht besessen ist. Aus Eifersucht fängt Rebecca damit an, jeden auszuschalten, der in Saras Leben eine Rolle spielt...

Leighton Meester, Cam Gigandet und Alyson Michalka | mehr Cast & Crew


The Roommate - Trailer




DVD und Blu-ray | The Roommate

Blu-ray
The Roommate The Roommate
Blu-ray Start:
25.08.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.
DVD
The Roommate The Roommate
DVD Start:
25.08.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik The Roommate

Filmwertung: | 8/10


Sara kann es gar nicht erwarten, aus dem verschlafenen Iowa nach Los Angeles zu ziehen, um dort aufs College zu gehen und Design zu studieren. Voller Erwartungen betritt sie eine neue Welt. Kaum im Wohnheim angekommen, trifft sie schon auf die lebenslustige Tracy, die sie am Abend gleich zu einer Studentenheimparty mitnimmt. Als sie sich nachts wieder in ihr Zimmer schleicht, wartet dort bereits ihre neue Zimmergenossin Rebecca auf sie. Am nächsten Tag freunden die beiden sich an und Rebecca, die in Los Angeles aufgewachsen ist, zeigt ihr die Stadt. Die beiden verbinden viele Interessen. Doch als Sara immer mehr Leute kennenlernt, darunter auch den attraktiven Stephen, zieht sich Rebecca immer mehr zurück. Als Saras alte Freundin Irene in die Stadt zieht und die beiden viel Zeit gemeinsam verbringen, zeigt ihre Zimmergenossin ihr wahres Gesicht. Aus dem anfänglich schüchternen Mädchen wird eine besorgte Freundin, die Sara krankhaft zu beschützen versucht. Rebeccas Verhalten wird immer aggressiver, auch gegenüber den anderen Freunden und bald beginnt sie damit auf brutale Art und Weise, die wichtigen Menschen in Saras Leben zu vernichten.
Als an Thanksgiving herauskommt, dass Rebecca wegen massiver psychischer Probleme auf die Einnahme von Tabletten angewiesen ist, bekommt es Sara mit der Angst zu tun. Sie entschließt sich zu Stephen zu ziehen und ahnt nicht, wozu Rebecca noch in der Lage ist.

Sonny Mallhi schrieb das Drehbuch für den Thriller. Dabei verarbeitet er das Thema Stalking mit der Wohnsituation am College. Daraus entstand die Geschichte über ein Mädchen, dass mit einer Fremden zusammenwohnen muss, die sich am Ende als Psychopathin entpuppt und ihr nach dem Leben trachtet.

Als Regisseur für den Film wurde Christian Christiansen ausgewählt, der bereits 2006 mit dem Film „Razone“ die Gewaltbereitschaft bei Mädchen thematisierte. Er schien die Möglichkeit zu haben, um das Drehbuch besonders effektvoll für die Leinwand umzusetzen.

Der Film beginnt sehr ruhig mit Saras Alltag und damit, wie offen sie Rebecca gegenübertritt. Aus dieser Normalität heraus, beginnt Rebecca durch ihre Krankheit das Leben von Sara oder besser gesagt derer, die ihr wichtig sind zu zerstören. Die Spannung steigt immer mehr an und spitzt sich zum Ende hin zu. Das krankhafte Verhalten von Rebecca entsteht nach und nach und schwillt immer mehr an, bis sie dazu bereit ist Dinge zu tun, die ein gesunder Mensch nicht begehen würde.

Leighton Meester, bekannt durch „Gossip Girl“, verkörpert sehr authentisch Rebecca. Der Zuschauer erlebt, wie ein scheinbar normales Mädchen nach und nach immer wahnsinniger wird. Ob es sich bei Rebecca um eine bipolare Störung oder um eine Form der Soziopathie handelt, wird am Ende nicht erläutert. Denn die Krankheit und der verbundene Geisteszustand von Rebecca scheint nicht mehr behandelbar zu sein. Der Tod erscheint dadurch als Lösung, die unumgänglich schien. Das Ableben selbst regt jedoch durch das Augenrollen leider mehr zum Lachen an.

Um den Verfall der Persönlichkeit eines Menschen auf diese erschreckende Weise darstellen zu können, hat sie die Schauspielerin intensiv mit den unterschiedlichen Krankheiten beschäftigt und dadurch ihren Charakter neu erfunden. Rebecca erscheint somit als Mensch, der sich die Identität von Sara anzueignen versucht, um damit die eigenen Missstände auszugleichen. Dies wird vor allem deutlich, wenn sie sich Saras Kette leiht oder sogar ihr gesamtes Aussehen kopiert, um ihren Exfreund zu ermorden. Anzumerken sei, dass dieser Mord scheinbar niemals Aufsehen erregt hat und auch nicht geklärt werden musste. Der Freund ist Tod und damit auch schon vergessen.

Sara wird von Minka Kelly („Friday Night Lights“) dargestellt. Sie verkörpert sie als authentisches Mädchen vom Land, das in der Großstadt ihren wahren Traum zu finden scheint. Sie ist freundlich und hilfsbereit und ein wenig naiv. Sie findet im Wohnheim schnell Freunde und verliebt sich Hals über Kopf in Stephen. Anfangs glaubt sie nicht, was ihre Freunde über Rebecca sagen und findet immer wieder eine Entschuldigung für sie. Erst nachdem sie von Rebeccas Mutter (Frances Fisher) erfahren hat, dass ihre Tochter unter einem psychischen Problem zu leiden scheint, beginnt sie darüber nachzudenken. Sie beobachtet sie fortan genauer im Umgang mit ihren Mitmenschen und wird ihr gegenüber vorsichtiger. Ihre Angst nimmt allmählich zu, als sie erkennt das ihre Normalität nur noch durch Stephen gewährleistet wird, der stets zu ihr steht.

Der männliche Part wird von Cam Giandet gespielt, der bisher eher mit düstere Rollen, wie in Twilight, bedacht wurde. Vielleicht erscheint er dadurch in manchen Szenen etwas unglaubwürdig, weil er zuvor einfach als harter Kerl statt als softer Musiker in Filmen bewundert werden konnte.

Die Umsetzung des Themas ist gekonnt in einen Teeniefilm eingeflochten und mit momentan angesagten Schauspielern in Szene gesetzt, wodurch der Film durchaus sehenswert wird. Auch die gewählten Schauplätze sind perfekt in Szene gesetzt. Wer jedoch einen richtigen Thriller mit vielen Schockmomente erwartet, sollte sich nicht zu früh freuen und vor allem nicht zu viel erwarten.

by

Bilder © Sony Pictures