The Last Witch Hunter

The Last Witch Hunter (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy / Action / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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The Last Witch Hunter Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Kaulder (Vin Diesel), einer der letzten lebenden Hexenjäger der heutigen Welt, muss New York vor zerstörerischen Kräften beschützen. Nicht ganz freiwillig verbündet sich der 700-jährige Jäger hierzu mit Chloe (Rose Leslie), um den zahllosen Hexen und Zauberern, die unter der Herrschaft der niederträchtigen Hexenkönigin (Julie Engelbrecht) ihr Unwesen treiben, das Handwerk zu legen. Diese scheinen sich bedrohlich zu vermehren, nachdem sie bereits einen Großteil der Hexenjäger getötet haben. Bald liegt es allein an dem ungleichen Duo, die wachsende Hexen-Armee und ihre Königin endgültig zu stoppen...

Vin Diesel, Rose Leslie und Michael Caine | mehr Cast & Crew


The Last Witch Hunter - Trailer


The Last Witch Hunter - Trailer


DVD und Blu-ray | The Last Witch Hunter

Blu-ray
The Last Witch Hunter The Last Witch Hunter
Blu-ray Start:
10.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.
The Last Witch Hunter (Steelbook) The Last Witch Hunter (Steelbook)
Blu-ray Start:
10.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.
DVD
The Last Witch Hunter The Last Witch Hunter
DVD Start:
10.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

Filmkritik The Last Witch Hunter

Filmwertung: | 6/10


Nachdem ausreichend Werwölfe und Vampire die Kinoleinwand bevölkert haben, sind nun nach „Seventh Son“ erneut die Hexen auf dem Vormarsch. Der Filmtitel „The Last Witch Hunter“ weckt Assoziationen zu der trashigen Horror-Komödie „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“. Doch auch, wenn es im Kern erneut um einen Jäger der Hexen geht, gestaltet sich die Handlung diesmal wesentlich bodenständiger. Nach einem kurzen Ausblick ins 13. Jahrhundert, wo die finstere Hexenkönigin (Julie Engelbrecht) Hexenjäger Kaulder (Vin Diesel) zum ewigen Leben verflucht, findet sich der Zuschauer in der modernen Zeit wieder. Jahrhunderte sind vergangen und Kaulder hat sich mit seinem Schicksal abgefunden. Als einziger seiner Art ist er noch immer im Dienst der Bruderschaft Axt und Kreuz auf der Jagd nach Hexen, die mittlerweile ihre Mächte lediglich für kleinere Zaubereien verschwenden. Mit der Unterstützung der Kirche kann Kaulder seinen Dienst verrichten und die Übernahme der bösen Macht verhindern, bis die totgeglaubte Hexenkönigin mit der Hilfe ihrer treuen Diener wiederaufersteht.

Die Geschichte ist einfach konstruiert. Die Hexenkönigin strebt nach Rache an ihrem Mörder, den sie mit gutem Grund zum ewigen Leben verdammt hat. Gut gegen Böse heißt die Devise, wobei die Perspektive des Öfteren wechselt. Im 21. Jahrhundert muss sich Kaulder in New York mit der friedvollen Hexe Chloe (Rose Leslie) verbünden, um das Böse zu vernichten. Denn auch, wenn er selbst über magische Kräfte verfügt, können nur wahre Hexenkräfte gegen das eigene Geschlecht etwas anhaben. Aber nicht nur Chloe erweist sich gegensätzlich ihrer Art. Erwartungsgemäß treibt auch einer von Kaulders engsten Vertrauten ein böses Spiel und droht die Welt in den Untergang zu stürzen.

Regisseur Breck Eisner („The Crazies – Fürchte deinen Nächsten“) vereint Action Star Vin Diesel („The Fast & Furious“) und Rose Leslie („Game of Thrones“) zu einem starken Team. Während Diesel seiner Rolle als abgeklärter und kaltblütiger Hexenjäger gerecht werden kann, werden Leslie nur einige markante Szenen zuteil. Julie Engelbrecht, die den gesamten Film über in einer bemerkenswerten Maske verschwindet, kann lediglich mit der Optik punkten. Elijah Wood („Der Herr der Ringe“) und Michael Caine („The Dark Knight“) scheinen anfänglich vielversprechend, wenn sie dem Hexenjäger mit umfassendem Wissen bei seiner Mission unter die Arme greifen. Doch im Laufe des Films entpuppen sich ihre Figuren als oberflächliche Stereotypen. Auch wenn die Darsteller insgesamt als Erfolgsgarant gelten, können sie das mehr oder minder belanglose Drehbuch von Cory Goodmann nur schwerlich zum Leben erwecken. Die Effekte des Films sorgen hingegen für die notwendige Atmosphäre zwischen gruseligen Mythenerzählungen und fantastischen Reichen. Die moderne Neuzeit bietet einen guten Kontrast zum urbanen 13. Jahrhundert, das immer wieder durch Rückblenden bebildert wird. Die Jagd des Hexenjägers ist nur auf wenige Szenen reduziert, wodurch die lebenslange Mission den Anschein einer simplen Beweisprobe erfährt. Ziel und Zweck der 107-minütigen Handlung ist zusammenfassend die Vernichtung der Hexenkönigin und die Auflösung ihres Fluches, was scheinbar nur durch die Hilfe anderer Hexen möglich scheint. Zum Finale hin springt die Handlung immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Es wird versucht, dem Zuschauer noch schnell Fakten zu bieten, die von größter Wichtigkeit sein könnten, im weiteren Verlauf jedoch nicht weiter aufgegriffen werden. Auch die Zweiteilung zwischen weißer und schwarzer Magie funktioniert nur bedingt, weil einer Vielzahl der einzelnen Vertreter nur ein kurzer Auftritt gewährt wird. Wahre Spannung kommt leider während des gesamten Films kaum auf. Trotz überwiegend düsterer Bilder bleibt kaum etwas verborgen und so lässt sich schon früh erahnen, wer sich zu den Bösen oder zu den Guten gesellt und letzten Endes als Verlierer dastehen wird. Auch wenn der Regisseur sich sehr darum bemüht, die Handlung möglichst verständlich zu bebildern, so bleiben dennoch einige Handlungsfäden ungenutzt. Die Wiederauferstehung der Hexenkönigin ist weder mit Ritualen noch großer Zauberei verbunden und somit schlichtweg verschenkt. Dafür wird die Magie der Hexen in der Neuzeit mit netten Effekten in den Vordergrund gerückt.


Fazit:
Trotz bekannter Darsteller und gelungener Effekte kann „The Last Witch Hunter“ nicht vollends begeistern. Die Geschichte verschenkt ihre Möglichkeiten an der oberflächlichen Erzählweise und kleinen Details am Rande, die für den Gesamtverlauf kaum von Bedeutung sind.
by

Bilder © Concorde Filmverleih GmbH