The King's Speech

The King's Speech (2010), Großbritannien / Australien
Laufzeit: - Genre: Drama / Historienfilm
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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The King's Speech Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (COLIN FIRTH) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (HELENA BONHAM CARTER) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (GEOFFREY RUSH) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge. Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (GUY PEARCE) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.

Colin Firth, Helena Bonham Carter und Derek Jacobi | mehr Cast & Crew


The King's Speech - Trailer




DVD und Blu-ray | The King's Speech

Blu-ray
The King's Speech The King's Speech
Blu-ray Start:
02.09.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 118 min.
DVD
The King's Speech The King's Speech
DVD Start:
02.09.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 113 min.
The King's Speech - Die Rede des Königs (Special Edition) The King's Speech - Die Rede des Königs (Special Edition)
DVD Start:
02.09.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 113 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik The King's Speech

Filmwertung: | 10/10


Es gibt viele Filme, die ein Problem gemeinsam haben: den Oscar. Moment, der Oscar soll ein Problem sein? Ja – zumindest in einigen Fällen entpuppt er sich gar als ein Fluch, denn jeder Film, der mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, erschafft bei dem geneigten Zuschauer eine solche Erwartungshaltung, die nur selten wirklich bestätigt werden kann.

Doch warum ist das für den Film „The King’s Speech“ relevant?

Aus drei Gründen: erstens haben wir es hier mit einem der wenigen Ausnahmen zu tun, die durch den Oscar nicht gebremst, sondern redlich beflügelt wird. So achtet man beispielsweise viel mehr auf die außerordentliche und mehr als hervorragende schauspielerische Leistung aller Beteiligten, allen voran natürlich des königlichen Hauptdarstellers Colin Firth, der vollkommen zu Recht den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen hat. Es ist beinahe unheimlich wie jede Szene mit diesem charismatischen Schauspieler den Zuschauer fesselt und sollte er einmal nicht auf dem Bildschirmsein, ertappt man sich dabei, wie man den stotternden, aber so wunderbar liebenswerten König vermisst. Zwar kann ihm sein „Gegenpart“ Geoffrey Rush noch schauspielerisch das Wasser reichen, wodurch herrliche Machtspielchen entstehen, aber Colin Firths Präsenz ist einfach nicht von dieser Welt – zumindest in diesem Werk.

Der zweite Grund für den zugegebenermaßen anderen Anfang dieser Kritik liegt im ebenfalls Oscar prämierten Tim Hopper, dem Regisseur des Werkes, denn er schafft es auf erstaunliche Weise einen derart trockenen und an sich wenig spannenden Stoff mit so viel Leben zu versorgen, dass einem das Herz aufgeht. Es gibt immer wieder Szenen in denen der Regisseur sein tolles Ensemble hat improvisieren lassen, was wirklich gut für die Leichtigkeit des Films ist.  So wird sogar ein einfacher Spaziergang der beiden männlichen Protagonisten zu einem echten Vergnügen. Dennoch gelingt es dem Regisseur auch die vielen unangenehmen Situationen, die in unser heutigen Gesellschaft Fremdschämen auslösen würden, so darzustellen, dass man sie tatsächlich so nachempfinden kann als wäre man nicht nur dabei, sondern als hätte man selbst ein Problem mit dem Stottern. Es ist als würde man das Kratzen im Hals spüren, während sich der königliche Stotterer sich von einem zum nächsten Wort quält.

Drittens ist der Oscarregen wirklich ein Segen, weil der historische Stoff, den man sonst vielleicht nie wahrgenommen hätte, eine solche Aufmerksamkeit bekommt, die der Film wahrlich verdient hat. So ist es wunderbar wie sich das ganze Ensemble in einen Rausch spielt, gefolgt von einer außerordentlich guten Kameraführung und einer exzellenten musikalischen Untermalung, die eine derart stimmungsvolle Atmosphäre schaffen, dass die fast 120 Minuten wie im Flug vergehen. Das ist wirklich eine Meisterleistung, denn die  wirklichen Handlungssprünge gibt es nicht, man könnte fast sagen: darf es nicht geben, denn zu gut und einzigartig ist das Zusammenspiel zwischen den Akteuren. Die Körnung von alledem ist das hervorragende Drehbuch, das ebenfalls Oscar prämiert ist, denn die Dialoge sind von einer solchen Spritzigkeit und Lebensfreude durchzogen, dass es wirklich Spaß bereitet dem Treiben auf der Leinwand seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Alles in allem ist der Film „The King’s Speech“ genau die Art Film, in die man als Schüler von seinen Lehrern ins Kino geschleppt wird, aber man hinterher herauskommt und einfach begeistert ist.

Ein toller Film, der das Prädikat „wertvoll“ in jeder Beziehung verdient.

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Bilder © Senator Filmverleih