The Gunman

The Gunman (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

-> Trailer anschauen

The Gunman Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Jahre nach seinem letzten Einsatz holt die Vergangenheit den Ex-Söldner Jim Terrier ein. Er gerät ins Fadenkreuz seines ehemaligen Auftraggebers und ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel von Afrika über London bis nach Barcelona beginnt. Terrier muss nicht nur um sein eigenes Leben kämpfen, sondern auch um die Frau, die er liebt. In einem nervenaufreibenden Showdown spitzen sich die Ereignisse im Kampf gegen eine übermächtige Organisation zu.

Sean Penn, Javier Bardem und Idris Elba | mehr Cast & Crew


The Gunman - Trailer


The Gunman - Trailer


DVD und Blu-ray | The Gunman

Blu-ray
The Gunman The Gunman
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
The Gunman (Steelbook) The Gunman (Steelbook)
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 115 min.
DVD
The Gunman The Gunman
DVD Start:
03.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

Filmkritik The Gunman

Filmwertung: | 5/10


Der französische Regisseur und Kameramann Pierre Morel schuf mit dem Film „96 Hours“ (2008) einen Actionthriller mit einem ungewöhnlichen Helden. Liam Neeson in der Hauptrolle war nicht glatt, jung und durchtrainiert, sondern bestach mit Reife und Fähigkeiten. An diesem Film orientierten sich viele weitere Thriller, welche oft auch mit Liam Neeson besetzt wurden. Auch der vierte Film Morels, „The Gunman“ (Originaltitel: „The Gunman“, ES/FR/GB/US, 2015), hält sich an diesen Typus des Helden, nur jetzt mit Sean Penn in der Hauptrolle.

Jim Terrier (Sean Penn) arbeitete viele Jahre als Söldner. Nach einem folgenreichen Auftrag im Kongo musste er fliehen und alle Kontakte, auch zu seiner damaligen Freundin Annie (Jasmine Trinca), abbrechen. Einige Jahre danach engagiert er sich gemeinnützig als NGO-Mitarbeiter und hilft in Krisengebieten beim Brunnenbau. Doch seine Vergangenheit holt ihn wieder ein: Ein Attentat wird auf ihn verübt, aber der Ex-Söldner Jim ist nicht eingerostet und entkommt diesem und macht sich auf die Suche nach den Auftraggebern. Dabei wird er bei seinem Ex-Kollegen Cox (Mark Rylance) in London vorstellig, sucht seinen Mentor Stanley (Ray Winstone) auf und besucht Felix (Javier Bardem), der in der damaligen Mission involviert war, in Barcelona auf. Felix ist nun mit Annie zusammen und so werden Jims Gefühle wieder wach und er setzt alles dran, seines und vor allem Annies Leben zu schützen.

Basierend auf den Roman „La position du tireur couché“ (deutscher Titel: „Position: Anschlag liegend“, US-Titel: „The Gunman“, 1981) von Jean-Patrick Manchette schrieben Don MacPherson, Pete Travis und Sean Penn das Drehbuch für den Film. Der Regisseur Morel, der aufgrund seiner vorhergehenden Filme wie „Ghettogangz - Die Hölle vor Paris“ (2004) und „96 Hours“ (2008) die allererste Wahl der Produzenten war, übernahm die Regie. Dabei entstand ein Film, der alle genregerechten Elemente in seine standardisierte Geschichte einbaut und dabei wenig Neues oder Überraschendes zeigt. Diese Art der bekannten Inszenierung lässt den Film länger wirken als er eigentlich ist. Den Filmemachern lag es am Herzen, die Erwartungen an einen Actionfilm zu erfüllen und trotzdem realistisch zu bleiben. Die Ansiedlung in einem realen Milieu ist gut gelungen und zeigt eine Hauptfigur, die nicht frei von Fehlern ist. Doch wird dies relativiert durch die Reue, welche die Figur mit sich herumträgt. Dadurch werden die Grenzen zwischen Gut und Böse und Falsch und Richtig sehr deutlich und für das Genre leider üblich gezogen. Die Sympathien sollen definitiv auf der Figur Terriers liegen, sodass das Publikum bis zum Ende an dessen Überlebenskampf mit fiebert und nicht das Interesse verliert. Auch wenn bei der Erschaffung dieser Figur auf Authentizität und Menschlichkeit besonders geachtet wurde, gelingt es leider nicht, vor allem durch die extrem körperliche Inszenierung Penns und den stark übertriebenden Bildmetaphern, den Betrachter vollends für den Helden und seine Geschichte zu begeistern. An Inszenierungen älterer Männer als Actionhelden hat sich der heutige Kinogänger schon recht satt gesehen und da man Sean Penn bisher noch nicht in dieser Art Rollen gesehen hat, will der Film zu gewollt diesen als stark und fähig inszenieren. Penn, der wirklich hart trainiert hat für den Film, passt zwar gut in das Schema, doch die Mittel, die der Film verwendet, um ihn so zu charakterisieren, sind einfach zu aufdringlich. Für die Rollen haben die Filmemacher insgesamt eine größtenteils großartige Besetzung zusammengetragen. Vor allem die Nebendarsteller wie Idris Elba und besonders Javier Bardem bestechen. Der Zweitgenannte überzeugt in seiner viel zu kleinen Rolle mit einem hervorragenden ambivalenten Spiel. Die weibliche Hauptdarstellerin Trinca schafft es leider nicht ihre Figur über eine Nebenrolle hinwegzuheben. Ängstlich und hilflos steht sie oft dem Geschehen bei und bekommt dadurch spürbar wenig Tiefe. In allen formalen Aspekten kann der Film sich durchaus sehen lassen. Die Actionszenen sind teilweise raffiniert inszeniert, die Settings gut gewählt und vor allem die Locations sind schön in Szene gesetzt. Gerade die katalonische Hauptstadt Barcelona bekommt durch diesen Film eine Liebeserklärung. Im Gesamten ist „The Gunman“ ein kurzweiliger, typischer Actionfilm, der bestimmt sein Zielpublikum erreichen wird.


Fazit:
Der Actionthriller „The Gunman“ kann leider nicht vollends überzeugen. Zwar bietet der Film die genretypischen Versatzstücke wie Verfolgungsjagden, Schießereien, Ortswechsel und einen starken, reiferen Helden, doch gerade durch diese typischen Elemente besitzt der Film kaum Erinnerungswürdiges oder Neues und kann sich nicht von der Masse absetzen. Trotzdem kann der gewillte Zuschauer sich gut unterhalten lassen.
by

Bilder © StudioCanal