The Fighter

The Fighter (2010), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Biographie / Sport / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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The Fighter Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Auf der Siegerstrasse des Lebens befindet sich Micky Ward (MARK WAHLBERG) sicher nicht. Aus dem wenig glamourösen Städtchen Lowell hat es der Sohn einer großen Arbeiterfamilie nie herausgeschafft, die Beziehung zur Mutter seiner Tochter ist längst gescheitert und für den Lebensunterhalt pflastert er Straßen. Selbst im Boxring, dem einzigen Ort, an dem Micky noch auf den ganz großen Erfolg hoffen kann, läuft es trotz harter Arbeit und vollem Körpereinsatz nicht rund. Sein älterer Halbbruder Dicky (CHRISTIAN BALE), früher selbst ein gefeierter Boxer, ist für das Training zuständig, hat allerdings selbst mit seiner Drogensucht zu kämpfen. Alice (MELISSA LEO), die gemeinsame Mutter der beiden, bemüht sich derweil als Managerin mehr schlecht als recht, für Micky hochkarätige Kämpfe an Land zu ziehen. Als seine neue Freundin Charlene (AMY ADAMS) ihn davon zu überzeugen versucht, dass seine Familie bei der sportlichen Karriere eher ein Klotz am Bein ist, will er davon zunächst nichts wissen. Doch als Dicky schließlich sogar im Gefängnis landet, ergreift Micky seine letzte Chance und setzt auf eigene Faust alles daran, die Box-Handschuhe nicht dauerhaft an den Nagel hängen zu müssen. Tatsächlich geht es sportlich aufwärts, aber seine ebenso wütende wie enttäuschte Familie stellt er damit vor eine Zerreißprobe. Erst als Dicky aus dem Gefängnis entlassen wird und Micky tatsächlich die Chance bekommt, um die Weltmeisterschaft zu boxen, erkennen alle, dass man sowohl im Ring wie auch im Leben nur gemeinsam unschlagbar ist...

Mark Wahlberg, Christian Bale und Amy Adams | mehr Cast & Crew


The Fighter - Trailer




DVD und Blu-ray | The Fighter

Blu-ray
The Fighter The Fighter
Blu-ray Start:
14.10.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

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DVD
The Fighter The Fighter
DVD Start:
14.10.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.

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Filmkritik The Fighter

Filmwertung: | 7/10


Nach den legendären Rocky-Teilen schafft es mal wieder ein Film über einen Boxer in die Kinos und kommt bereits mit gewaltigen Lorbeeren daher: 7 Oscar-Nominierungen. Ob „The Fighter“ diese  hohe Ehre wirklich verdient hat oder geht der Film bereits in der ersten Runde zu Boden und  wird angezählt? So viel sei vorweg gesagt: der Film schafft es über die gesamte Distanz und wankt nur an wenigen Stellen kurz.

Doch genug von dem Box-Jargon, endlich Butter an die Boxfäuste!

Der Film ist eine beeindruckende Studie über eine zerrüttete Familie, die vollkommen von einer herrischen und hyperaufdringlichen Mutter und einem Crack-abhängigen Sohn dominiert wird, der seinem vergangenen Leben mehr hinterhertrauert als auch nur einen Blick nach vorne zu werfen. Es handelt sich hierbei um die wahre Geschichte des Boxers Mickey Ward, sehr gut gespielt von Mark Wahlberg, der sich nicht nur gegen seine zahlreichen Gegner im Ring durchsetzen muss, sondern auch unter der eben erwähnten Familienkonstellation zu leiden hat.

Der Zuschauer wird hierbei wirklich in den Film hineingezogen, denn hat das Werk von David O. Russel eigentlich kaum spannende Momente, in denen man um die Charaktere Angst hat, so entsteht die gesamte Dramatik und Spannung durch die hervorragenden Charaktere und Dialoge. An vorderster Front ist hierbei Christian Bale zu nennen, der zurecht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Kennt man ihn eigentlich nur als American Psycho oder als Batman, trumpft er in diesem Film derart auf, dass man als Zuschauer förmlich an seinen Lippen klebt und wirklich angewidert ist, wegen seines heruntergekommenen Aussehens. Mehrere Kilo hat er für die Rolle abgenommen, um auch optisch dem Bild eines Drogenjunkies nahe zu kommen und diese Verwandlung hat sich wirklich mehr als gelohnt.

Als zweites sticht die ebenfalls mit dem Oscar ausgezeichnete Melissa Leo heraus, die die hysterische Mutter spielt. Jede Szene mit ihr ist so wunderbar unangenehm, dass man als Zuschauer wirklich  von einer Sekunde zur nächsten angespannt wird, wenn sie die Szenerie betritt. Aber auch alle anderen Darsteller tragen ihren Teil zu diesem überdurchschnittlich guten Film bei.

Die einzigen Kritikpunkte, die sich der Film gefallen lassen muss, ist die leider zu hervorsehbare Wendung sowie das nicht sonderlich überraschende Ende. Das ist besonders schade, da hier sicherlich viel Spielraum nach oben gewesen wäre, aber hierbei müssen sich die Drehbuchautoren natürlich an der wahren Geschichte halten, sodass diesen eigentlich kein Vorwurf gemacht werden kann. Hierdurch gibt es auch im letzten Drittel des Films einige Längen, die vielleicht wichtig für den biographischen Charakter dieses Films sind, aber dennoch etwas schwerfällig wirken.

Doch sollte man sich hiervon nicht abschrecken lassen, da die Schauspieler gut über diese Makel hinwegtrösten und man sich sehr gut unterhalten fühlt. Allerdings muss man sich auch bewusst sein, dass man kein Actionfeuerwerk erwarten kann, weil der Film eher in die Rocky-Kerbe schlägt, jedoch mit viel mehr Kämpfen aufwartet.

Boxfans und Freunden einer dramatischen Charakterentwicklung sei dieser Film wärmstens empfohlen, wer allerdings hofft eine Art Ong-Bak aus Hollywood zu sehen, wird nicht auf seine Kosten kommen. „The Fighter“ will unterhalten und tut dies auch, allerdings mehr über Dialoge als über Explosionen oder Stunts.

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Bilder © Senator Filmverleih