The Sun Is Also a Star

The Sun Is Also a Star (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Drama / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Inhalt

An einem magischen Tag inmitten des hektischen Treibens von New York City treffen der zukünftige College-Student und Romantiker Daniel Bae und die in Jamaika geborene Pragmatikerin Natasha Kingsley aufeinander und verlieben sich. Sofort sprühen die Funken zwischen den beiden Fremden, deren Wege sich vielleicht nie gekreuzt hätten, wenn das Schicksal nicht ein wenig nachgeholfen hätte. Aber reicht Vorherbestimmung aus, um aus den Teenagern, deren Romanze unter einem schlechten Stern steht, ein glückliches Liebespaar werden zu lassen? Natasha, die nur noch ein paar Stunden hat, bevor sie die USA verlassen muss, kämpft erbittert gegen die Abschiebung ihrer Familie und gegen ihre aufkommenden Gefühle für Daniel, der sie ebenso beharrlich zu überzeugen versucht, dass sie füreinander bestimmt sind.

Yara Shahidi, Charles Melton und Faith Logan | mehr Cast & Crew


The Sun Is Also a Star - Trailer




Filmkritik The Sun Is Also a Star

Filmwertung: | 3/10


Vor einigen Wochen kam erst der erste Teil des Jugendromans "After Passion" ins Kino. Es war eine weichere Teenieversion vom Sadomasoroman "Shades of Grey" und konnte vor allem in Deutschland viele Kinogänger für sich gewinnen. Mir persönlich fehlte es da aber an einer wirklichen Seele und ernstzunehmenden Dialogen. Es war eine Buchverfilmung wie es sie dutzend gibt und ich wurde bei ihm nie warm. Allerdings sehe ich hier, dass es noch viel viel schlimmer geht und "The Sun is also a Star" hat "After Passion" von einer zu platten Geschichte und den schlimmsten Kitschsprüchen auf jedenfall übertroffen. Doch dazu später mehr.

In dem Film geht es um die Pragmatikerin Natasha Kingsley, die vor 9 Jahren mit ihrer Familie nach New York gezogen ist und diese Stadt seitdem über alles liebt. Sie kann sich nicht vorstellen sie jemals zu verlassen und doch soll sie abgeschoben werden und das Land verlassen. Sie hat Angst davor und möchte es nicht wahrhaben, doch wird ihr schnell klar, sie hat dagegen kaum eine Chance und nur noch einen einzigen Joker, der ihren Aufenthalt verlängern könnte. Sie hofft so sehr, dass er ihr die Nachrichten gibt die sie hören möchte und als wäre das alles noch nicht genug, lernt sie an diesem letzten Tag den College Studenten und Romantiker Daniel Bae kennen. Zwischen beiden funkt es direkt und Natasha fühlt sich wieder wohl. Doch wie wird Daniel reagieren, wenn er erfährt, dass Natasha schon am nächsten Tag sehr wahrscheinlich das Land verlassen muss? Lohnt es sich für das junge Paar sich die 24 Stunden zu lieben, die ihnen noch bleiben?

Wenn man das so durchliest wird einem schnell klar, wer hier die Zielgruppe ist. Es ist ein Film für Menschen die das Gefühl vielleicht ebenfalls kennen, schon mal in der selben Situation waren oder auch nur das Buch gerne mochten. Diese Personen werden sich wohl jetzt auch darüber freuen, dass es mit diesem Film eine neue Romanze auch über dieses Thema gibt. Es funktioniert für alle die darauf wirklich Lust haben und auch vielleicht noch nicht so viele/gar keine romantischen Filme bisher gesehen haben. Doch für die breitere Masse funktioniert er leider nicht. Denn auch wenn das Grundthema ein neues ist, driftet der Film irgendwann zu sehr ab und wird zum 0815 Kitsch, wo jede Szene zu vorhersehbar, zu austauschbar und zu platt geworden ist und wo man sich oft fragt, ob man das nicht alles schon (besser) gesehen hat. Zwar gibt es hier und da auch mal eine schöne Szene und ich persönlich habe eine große Vorliebe für New York, das auch hier wieder schön glänzen kann.

Doch als gesamter Film ist er wirklich schwierig. Wie gesagt man kannte bereits alles mögliche hier und so bleibt der Film zu vorhersehbar. Man weiß nach wenigen Minuten schon wie es enden wird und behält damit recht. Alles kommt ganz genauso so wie es man es sich denkt ohne irgendeine wirkliche unvorhersehbare Szene. Die Figuren sind mir den kompletten Film sehr unsympathisch aufgefallen, passten nicht wirklich zusammen und man konnte den Schauspielern auch keinerlei Freude ablesen, dass sie diesen Film drehen durften. Es ist viel mehr so, dass man sie mal sieht, doch nach dem Film wieder vergessen hat wie sie eigentlich hießen und auch gerne drauf verzichtet sie in einem anderen Film wieder zu sehen. Denn auch wenn sie natürlich frisch und neu waren und noch nicht so viel an Filmen machen konnten, fehlte es ihnen beiden in meinen Augen an Talent. Man fiebert nicht mit, interessiert sich nicht dafür ob sie nun in New York bleiben darf oder nicht und einem ist es egal was mit den beiden als Paar passiert, da es einfach in sich nicht stimmig ist. Leider wissen das aber die Gespräche der zwei nicht und so wirkt alles Gesagte total melancholisch, ernst, verliebt und süß, doch kommt so richtig nicht beim Zuschauer an. Man merkt zwar, dass der Film erreichen will, dasa man was bestimmtes fühlt, das gelingt ihm aber nicht.


Fazit:
Ich hatte wirklich keine Freunde mit dem Endprodukt und fand, dass so ein Film es nicht nötig hat ins Kino zu kommen. In meinen Augen ist er den Eintrittspreis nämlich nicht wert und ich möchte den Film nun eher lieber wieder vergessen als nochmal sehen. Das war leider eine ziemliche Enttäuschung, schade.
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Bilder © Warner Bros.