Tarzan 3D

Tarzan 3D (2013), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Familie / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Constantin Film

-> Trailer anschauen

Tarzan 3D Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Auf einer Afrikareise stürzen John Greystroke, seine Frau und sein kleiner Sohn im Dschungel mit ihrem Hubschrauber ab. Eine Gruppe Gorillas findet im Wrack einen kleinen Jungen, Tarzan. In seiner neuen Familie wächst er heran und lernt, sich gegenüber den männlichen Gorillas zu behaupten. Fast zehn Jahre vergehen, bis Tarzan wieder auf einen Menschen trifft: die mutige und schöne Jane Porter. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück währt nicht lange. Der Unternehmer William Clayton, der Jane bei ihrem Besuch in Afrika begleitet hat, verfolgt eigennützige Pläne. Jane und Tarzan geraten in seine Schusslinie. Jetzt muss Tarzan all seine im Dschungel erworbenen Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen, um seine Heimat zu retten und die Frau, die er liebt.

Kellan Lutz, Jaime Ray Newman und Spencer Locke | mehr Cast & Crew


Tarzan 3D - Trailer


Tarzan 3D - Offizieller Trailer


Tarzan 3D - Offizieller Trailer 2


DVD und Blu-ray | Tarzan 3D

Blu-ray
Tarzan Tarzan
Blu-ray Start:
30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
Tarzan (3D Blu-ray) Tarzan (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.
DVD
Tarzan Tarzan
DVD Start:
30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 91 min.

Filmkritik Tarzan 3D

Filmwertung: | 5/10


1913 veröffentlichte Edgar Rice Burroughs erstmals seine Geschichten über Tarzan als Buch, nachdem bereits zuvor einzelne Fragmente der Dschungelgeschichte in Zeitschriften abgedruckt wurden. Seither gilt die Figur als König des Dschungels, der in zahlreichen Comics, Büchern und Filmen adaptiert wurde. Disney erweckte 1999 mit seiner Zeichentrickversion von Tarzan, die Legende des kleinen Jungen neu, der bei einer Gorillafamilie aufwächst. Nun wagt Constantin Film den Schritt und greift die Geschichte mit einem modernen Look auf. Erstmals liegt der Fokus auf der Kindheit des Titelhelden, dessen Vergangenheit präsenter denn je erscheint, und seinen Gorillabrüdern.

Das zivilisierte Leben von Tarzan, der als J.J. Greystoke gemeinsam mit seinem Vater, dem Wissenschaftler John und seiner Mutter zu Forschungszwecken im Dschungel lebt, endet jäh mit einem Hubschrauberabsturz. Nachdem das Gorillaweibchen Kala sich dem Waisenjungen angenommen hat, verliert Tarzan nach und nach seine Erinnerung. Erst vierzehn Jahre später entdeckt Tarzan das Wrack wieder und wird von seinen Erinnerungen übermannt. Jane, die auch in allen anderen Filmen eine wichtige Bedeutung hat und die Verbindung zu Tarzans zivilisierten Leben darstellt, findet auch bei Constantin ihre ausführliche Betrachtung. Auch sie wird mit einer Vergangenheit ausgestattet. Als Tochter von Greystokes Kollegen, dem Anthropologen Porter, verbindet auch sie Kindheitserinnerungen mit dem Dschungel. Sie trifft erstmals auf Tarzan, als er sie vor dem Angriff eines wilden Tieres rettet. Es vergehen fünf Jahre, bis Jane in die Wildnis zurückkehrt, um unter falschen Vorraussichten das Camp ihres Vaters dem Unternehmer William Clayton vorstellt. Mit diesem Kapitel der Geschichte hält der Industrialismus Einzug in den Dschungel. Tarzan und seine Primatenfamilie droht der Verlust ihrer Heimat, wodurch den kleinen Zuschauern der Umgang mit der Natur näher gebracht werden soll. Damit bekommt die ursprüngliche Geschichte eine sehr modernen Auslegung des Naturschutzes verliehen, die sich jedoch nicht konsequent unterhaltsam gestaltet. Die Menschen werden als Bösewichte etabliert, die der Natur schaden. Jane und Tarzan bilden ein homogenes Team, dass sich für die Natur einsetzt und gegen die fortschrittliche Technik zu wehren weiß.
Neben dramaturgischen Mängeln, kann der Look mit einer neuen Perspektive überraschen. Regisseur Reinhard Klooss („Konferenz der Tiere“) setzt seine Faszination für Berggorillas, die während eine Studienreise in Ruanda, Uganda und Kongo entstand, mit modernster Technik um. Das Vorhaben, die Gorillas möglichst authentisch darzustellen, gelingt mittels Motion-Capture-Verfahren, für das sich das Frankfurter Unternehmen Metricminds verantwortlich zeigt. Über vier Wochen lang spielten die Darsteller in Motion-Capture-Anzügen mit verlängerten Armen, Muskel- und Gesäßpanzer die Primaten, um sie lebensecht nachzustellen. Neben den realistisch erscheinenden Gorillas erscheint Tarzan als Comicfigur, was durchaus gewollt ist, aber das Gesamtbild stört. Lediglich sein Körper, der nach menschlichen Vorlagen geschaffen wurde, sowie seine Mimik und Gestik erscheinen im Ansatz realistisch. Um Tarzan auch akustisch neu zu interpretieren, nutzt der Film die Surround-Sound-Technik Dolby Atmos, die über 64 separate Lautsprecher den Dschungel einen lebendigen Raum verleiht. Trotz modernen Bild- und Tontechnik kann der 3D-Animationsfilm nicht auf seine gesamte Laufzeit begeistern. Es gibt viele schöne Szenen zu bewundern. Dennoch verliert sich der Mythos um das Dschungelkind bereits nach wenigen Minuten in seiner Neuinterpretation, was die Geschichte negativ beeinflusst. Auch der Wunsch, Gorillafamilie und Tarzan gleichwertig mit einer Hintergrundgeschichte auszustatten, verliert sich in einem Wirrwarr aus Einzelszenen.

Fazit: Tarzan entpuppt sich als Coming-of-Age-Geschichte, in der die Kindheit und die Sozialisierung im Dschungel als vollwertiges Mitglied des Gorilla-Clans im Fokus steht.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Constantin Film


Von Interesse: