Systemfehler - Wenn Inge tanzt

Systemfehler - Wenn Inge tanzt (2013), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie / Musik
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Systemfehler - Wenn Inge tanzt Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Der ehrgeizige Punkrocker Max (Tim Oliver Schultz) und die nerdige Inge (Paula Kalenberg) können sich ganz und gar nicht leiden, insbesondere seit Max sie mit dem Song „Wenn Inge tanzt“ vor der ganzen Schule bloßgestellt hat. Für Max und seine Kollegen Fabio (Tino Mewes), Joscha (Constantin von Jascheroff) und Lukas (Thando Walbaum) ist es der große Hit und sie stehen mit ihrer Band Systemfehler endlich kurz vor dem Durchbruch. Ausgerechnet vor dem wichtigen Gig, der ihnen einen Plattenvertrag einbringen könnte, verletzt sich Gitarrist Joscha und fällt aus.
Max´ cooler Onkel Herb (Peter Kraus), früherer Schlagerstar, weiß Rat. Zufällig ist Inge eine hervorragende Gitarristin und die Einzige, die kurzfristig einspringen könnte, doch sie stellt Bedingungen: Den Systemfehler-Hit "Wenn Inge Tanzt" will sie nicht spielen.
Sind die Jungs und vor allem Max bereit, den Preis für den Erfolg zu zahlen? Max muss sich entscheiden: Inge oder die Band - woran hängt sein Herz?


Tim Oliver Schultz, Paula Kalenberg und Peter Kraus | mehr Cast & Crew


Systemfehler - Wenn Inge tanzt - Trailer


SYSTEMFEHLER - WENN INGE TANZT - Trailer 1


DVD und Blu-ray | Systemfehler - Wenn Inge tanzt

Blu-ray
Systemfehler - Wenn Inge tanzt Systemfehler - Wenn Inge tanzt
Blu-ray Start:
31.01.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min.
DVD
Systemfehler - Wenn Inge tanzt Systemfehler - Wenn Inge tanzt
DVD Start:
31.01.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

Filmkritik Systemfehler - Wenn Inge tanzt

Filmwertung: | 6/10


Gerade erst sind "Die Vampirschwestern" über die Leinwände gegeistert, schon legt Regisseur Wolfgang Groos mit "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" seinen Nachfolgefilm vor, der ebenfalls für ein junges Publikum gemacht ist. Nun aber vielleicht für ein solches, das schon eher dem Ende der Pubertät entgegensieht. Weniger deutlich als die angestrebte Zielgruppe war den Produzenten im Vorfeld aber der Filmtitel und so ließ man ein Testpublikum vorab über die möglichen Titel "Spiel mit mir", "Schnauze, Baby" und eben "Wenn Inge tanzt" abstimmen.

Der junge ehrgeizige Punkrocker Max (Tim Oliver Schultz) versteht sich mit der nerdigen Öko-Idealistin Inge (Paula Kalenberg) so ganz und gar nicht. Spätestens seit er den ebenso erfolgreichen wie beleidigenden Song „Wenn Inge tanzt“ über sie geschrieben und sie damit vor der ganzen Schule bloßgestellt hat, sind die beiden wie Feuer und Wasser. Für Max und seine Bandkollegen Fabio (Tino Mewes), Joscha (Constantin von Jascheroff) und Lukas (Thando Walbaum) ist es jedoch der große Hit und sie stehen mit ihrer Band "Systemfehler" kurz vor dem Durchbruch. Ausgerechnet vor dem wichtigen Gig, der ihnen einen Plattenvertrag einbringen könnte, verletzt sich Gitarrist Joscha schwer an den Händen. Doch Max' cooler Onkel Herb (Peter Kraus), früher selbst ein Schlagerstar, kennt die Rettung für die Band. Und das ist ausgerechnet Inge, die eine hervorragende Gitarristin ist. Sie ist die Einzige, die kurzfristig einspringen könnte, allerdings stellt sie Bedingungen. Und eine davon ist, dass der große Hit "Wenn Inge tanzt" auf keinen Fall bei dem Gig gespielt wird.

Für die junge musikalische Komödie "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" konnte Regisseur Wolfgang Groos mit Paula Kalenberg eine Akteurin gewinnen, welche die Titelfigur Inge bezaubernd zu verkörpern weiß. Bekannt ist sie uns aus Filmen wie "Krabat", "Im Winter ein Jahr", "Was am Ende zählt" und beispielsweise auch "Die Wolke", womit die öko-aktivistische Brücke zu Inge geschlagen wäre. Ihr Schülerausweis dürfte zwar mit ihren 26 Lenzen schon lange abgelaufen sein, da sie aber so zierlich ist, fällt das keinem auf. An ihrer Seite sehen die anderen Punkrocker um Tim Oliver Schultz, Constantin von Jascheroff, Thando Walbaum und Tino Mewes in der Rolle des ständig verpeilten Fabio schon deutlich älter aus. Ein erfrischendes Element ist der Auftritt von Peter Kraus als ständig in Todeserwartung stehender Onkel Herb, der es mit seiner Coolness vermag, den jungen Herren den Stock wo herauszuziehen. Die Band Madsen hat zudem einen Gastauftritt, der im Kölner E-Werk kredenzt wurde und für dieses Filmprojekt wie eine fachliche Heiligsprechung fungierte.

Diese erste deutsche Produktion der Kölner Splendid Produktion GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der börsennotierten Splendid Medien AG ist überaus stringent und stock-konventionell auf einen Volltreffer bei der jugendlichen deutschen Zielgruppe ausgerichtet. Deshalb ist es etwas schade, dass gerade bei der Thematik einer vermeintlich progressiven Punkrockband versäumt wird, wirklich nerdige von der Gesellschaft losgelöste Musik-Freaks abzubilden. Man könnte sich lebhaft vorstellen, wie solch ein Stoff beispielsweise in Norwegen umgesetzt worden wäre. Außerdem kratzt es immer ein bisschen an der Authentizität, wenn junge Möchte-gern-Progressive von "Konsuminfarkt" singen, sich dann aber wieder in ihr bildungsbürgerliches Dasein zurückziehen und in Papas feister Designer-Villa mit den anderen Teenies Cocktailpartys feiern. Abgesehen davon aber landet der Film mit der Figur Inge einen Volltreffer, weil sie die jungen Punk-Machos so schön aufmischt, bisweilen sogar um den Finger wickelt. Bei deren Musik kann ihr nicht das Höschen brennen, weil sie gar keines anhat, wie sie sagt. Im Finale rockt Inge den vormals so verhassten Song selbst auf der Bühne und dabei elektrisiert das kleine Fräulein Kalenberg.

"Systemfehler - Wenn Inge tanzt" hat bemerkenswerte musikalische Einlagen, riskiert insgesamt aber sehr wenig und wird trotzdem beim jungen Publikum großen Anklang finden. Man möchte den jungen männlichen Punkrockern nicht zu nahe treten, aber "ohne Inge wär' da gar nichts los!"

by

Bilder © 20th Century Fox