Suicide Squad

Suicide Squad (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Fantasy / Action / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

-> Trailer anschauen

Suicide Squad Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

It feels good to be bad … Man stellt ein Team aus den gefährlichsten derzeit einsitzenden Superschurken zusammen, rüstet sie mit dem schlagkräftigsten staatlich geprüften Waffenarsenal aus und schickt sie auf ein Himmelfahrtskommando, um einem rätselhaften, unüberwindlichen Wesen den Garaus zu machen: Die amerikanische Geheimagentin Amanda Waller ist überzeugt, dass nur eine heimlich instruierte Gruppe aus bunt zusammengewürfelten, zwielichtigen Gestalten vom Bodensatz der Gesellschaft diese Mission meistern kann – weil sie nichts zu verlieren hat. Doch schon bald merken die Mitglieder der Suicide Squad, dass sie nicht rekrutiert worden sind, weil sie eine Chance auf Erfolg haben – vielmehr sollen sie praktische Sündenböcke abgeben, wenn das Unternehmen unweigerlich scheitert. Wie aber reagieren sie auf diese Erkenntnis? Stellen sie sich der Aufgabe, um beim Versuch draufzugehen? Oder beschließen sie, dass jeder seine eigene Haut retten muss?

Cara Delevingne, Ben Affleck und Margot Robbie | mehr Cast & Crew


Suicide Squad - Trailer




DVD und Blu-ray | Suicide Squad

Blu-ray
Suicide Squad (Extended Cut) Suicide Squad (Extended Cut)
Blu-ray Start:
19.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.
Suicide Squad (Extended Cut) (3D Blu-ray) Suicide Squad (Extended Cut) (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
09.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.

zur Blu-ray Kritik
Suicide Squad (Extended Cut) (4K Ultra HD) Suicide Squad (Extended Cut) (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
09.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.
DVD
Suicide Squad Suicide Squad
DVD Start:
19.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

Filmkritik Suicide Squad

Filmwertung: | 6/10


Die schlechtesten Helden aller Zeiten! Nach dem eher polarisierenden "Batman v Superman: Dawn of Justice" setzt Warner nun alle Hoffnungen für den Sommer 2016 in ihre zweite Comicverfilmung dieses Jahres. Suicide Squad SzenenbildMit dem titelgebendem Suicide Squad soll dem Kinogänger, ähnlich wie in Marvels "Guardians of the Galaxy", eine unbekannte, aber dennoch sympathische Gruppe von Antihelden präsentiert werden, deren Film Unterhaltung für die ganze Familie bietet und ganz nebenbei auch noch das DC Extended Universe ausbaut. Und während man sich langsam all dieser Aufgaben bewusst wird, fängt man an sich zu fragen, ob die Produzenten hinter dem Projekt nichts aus den bisherigen Beiträgen zu diesem Universum gelernt haben.

Wenn der Polizei oder Armee eine Situation zu gefährlich ist, wird kurzer Hand einfach der nächst beste Superheld zur Hilfe gerufen und der Tag ist gerettet. Doch was passiert, wenn selbst dem Superheld der Job zu heiß ist? Was passiert dann? Geheimdienstbeamte Amanda Waller (Viola Davis) hat die Lösung. Superschurken sollen die Aufträge annehmen, die keiner machen will. Sollen an die Orte gehen, wo niemand sein möchte. Immer in der Hoffnung nach erledigter Mission in die Freiheit zurückkehren zu können. Und so kommt es, dass sich der Auftragskiller Deadshot (Will Smith), die psychisch kranke Harley Quinn (Margot Robbie) und einige mehr plötzlich einer Herausforderung gegenübersehen, die sie wünschen lässt sie wären lieber in ihren Zellen geblieben.

Suicide Squad Szenenbild Nachdem die ersten beiden Teile des "DCEU" das Publikum nicht zu großen Teilen überzeugen konnten, fällt es leicht Suicide Squad ebenfalls als kompletten Misserfolg abzustempeln. Doch ehe man den Film vorschnell verurteilt, sollte man sich auch die Zeit nehmen um die positiven Aspekte zu würdigen. Beispielsweise ist die schauspielerische Leistung vom Großteil des Casts sehr gut bis ausgezeichnet. So spielt Will Smith wie zu erwarten seine Rolle als charismatisch und cool, wodurch er schon nach wenigen Minuten zum sympathischen Ankerpunkt des Publikums mutiert. Wegen dieser Präsenz schafft es eigentlich nur noch eine weitere Person in den Fokus zu treten und das ist Margot Robbies Harley Quinn, die von der Schauspielerin fast werkgetreu von der Vorlage in den Film transportiert wird. Diesen beiden Performances und der Chemie zwischen ihnen ist es zu verdanken, dass der Film über weite Strecken seinen Unterhaltungswert behält, aber auch dafür sorgt, dass der restliche Cast in den Schatten treten muss. Keiner weiteren Figur wird so viel Screentime gegönnt, wie diesem Paar, was schade ist, da so der Rest des Squads sehr undefiniert bleibt und interessante Nebencharaktere auf der Strecke bleiben. So bekommt man weitaus weniger von Jared Letos Interpretation des Jokers zu sehen, als einem vielleicht durch die Trailer- und Werbekampagne suggeriert wird. Ob dieser Weg gewählt wurde um nicht in Konflikt mit den Performances von Heath Ledger oder Jack Nicholson zu treten, Suicide Squad Szenenbildvermag zwar nur Regisseur und Drehbuchautor David Ayer zu sagen, sollte dem aber so sein, ist diese Angst vollkommen unbegründet. Denn Leto schafft es mit seiner Version einen vollkommen eigenen Joker zu kreieren, der sich besonders dadurch auszeichnet, dass seine Motivation erstmalig konstruktiv und nicht destruktiver Natur ist.

Bei dieser überzeugenden schauspielerischen Leistung ist es umso ernüchternder, dass die Handlung des Films dann doch leider einfach nur halbherzig und banal ist. Dabei fing alles ganz solide an. Im ersten Akt erhielt jeder Charakter mehr oder weniger angemessen viel Zeit um sich zu definieren und das Fundament für den restlichen Film wurde gelegt. Das Ganze entstand dann auch mit einem schönen Einfluss des restlichen Universums, doch kaum befindet man sich eine Sekunde im zweiten Akt und schon beginnt die Abwärtsspirale. Denn sobald der Squad seine Mission beginnt, entwickelt sich die Geschichte in eine actiongeladene und unkreative Richtung, inklusive CGI-Kämpfen, uninteressantem Gegenspieler und überladenem Finale. Das kann auch kein halbgarer Twist retten.

Wollte man den Film auf seine beiden größten Merkmale herunter brechen, dann wäre "Suicide Squad" genau das. Ein mittelmäßiger Actionfilm mit dünner Handlung und guten darstellerischer Leistung. Suicide Squad SzenenbildDoch wagt man einen zweiten Blick, dann lassen sich noch ein, zwei positive Aspekte finden, die sich vielleicht nicht nur auf den Film an sich beziehen. Denn was der Film sehr schön zeigt, ist das Warner auf die Wünsche ihrer Fans hört und ihre Filme dementsprechend anpasst. So besitzt Suicide Squad einen viel leichteren Ton als noch "Man of Steel" oder "Batman v Superman", was zu großen Teilen am Humor und der zurückgeschraubten Dramatik liegt. Weiterhin hat das Studio darauf geachtet ihr Universum dezenter in den Film einzubauen, was wirklich nicht schwierig war, betrachtet man noch den Vorgänger. Trotzdem wird der gewünschte Effekt erfüllt und jeder Cameo sorgt für Freude und nicht für Kopfschütteln. Also sollte man, selbst wenn einen "Suicide Squad" nicht überzeugen konnte, das großangelegte Projekt dennoch nicht in den Wind schießen.


Fazit:
Mit "Suicide Squad" beschert uns Regisseur David Ayer den dritten Einblick in das neue DC-Universum und leider ist dieser qualitativ nicht auf der selben Höhe, wie die großen Vertreter des Genres. Um ehrlich zu sein, ist diese Verfilmung sogar ziemlich durchschnittlich, was dem ganzen Projekt aufgrund der groß angelegten Werbeaktion popularitätstechnisch eher negativ anhaften wird. Denn was der Film auf der einen Seite hat, fehlt ihm auf der anderen. Dennoch ist der Film für all diejenigen zu empfehlen, die auch nur das kleinste Interesse für Marvels Konkurrenzwerk hegen.
by

Bilder © Warner Bros.