Suffragette - Taten statt Worte

Suffragette (2015), Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Suffragette - Taten statt Worte Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

1903 gründete Emmeline Pankhurst (Meryl Streep) in Großbritannien die „Women’s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten „Suffragetten“ waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren – ihre Jobs, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Maud (Carey Mulligan) war eine dieser mutigen Frauen. Fesselnd wie ein Thriller erzählt SUFFRAGETTE die spannende und inspirierende Geschichte ihres herzzerreißenden Kampfs um Würde und Selbstbestimmung. | mehr Wissenswertes zum Film

Meryl Streep, Helena Bonham Carter und Carey Mulligan | mehr Cast & Crew


Suffragette - Taten statt Worte - Trailer


Suffragette - Trailer


DVD und Blu-ray | Suffragette - Taten statt Worte

Blu-ray
Suffragette - Taten statt Worte Suffragette - Taten statt Worte
Blu-ray Start:
16.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.
DVD
Suffragette - Taten statt Worte Suffragette - Taten statt Worte
DVD Start:
16.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

Filmkritik Suffragette - Taten statt Worte

Filmwertung: | 6/10


In Zeiten, in denen gerade viele islamisch geprägte Nationen wie Saudi Arabien immer noch Frauen unterdrücken und ihnen ein Wahlrecht verwehren, könnte ein Film wie „Suffragette“ natürlich nicht aktueller sein. Die Suffragettenbewegung bezeichnet eine verbotene und unterdrückte Organisation von Frauenrechtlerinnen, die in Großbritannien und den Vereinigten Staaten mit aller Macht gegen ihren Außenseiterstand Anfang des 20. Jahrhunderts protestierten und für ein gleichberechtigtes Wahlrecht kämpften. Drehbuchautorin Abi Morgan („Shame“, „Die eiserne Lady“) und Regisseurin Sarah Gavron zeigen mit „Suffragette“ eine Chronik der Ereignisse im England um 1912 aus Sicht einer jungen Wäscherin (Carey Mulligan), die unverhofft Teil der Frauenbewegung wird und ein politisches Erwachen erlebt. Suffragette - Taten statt Worte SzenenbildHinter dem Film steckt zweifelsohne viel Leidenschaft für sein wichtiges Thema, doch die Umsetzung erweist sich letztlich leider als eher vorhersehbare und klischeehafte Geschichtsstunde, die nur bedingt mitreißen zu vermag.

London, 1912. Maud Watts (Carey Mulligan) lebt mit ihrem Mann Sonny (der derzeit omnipräsente Ben Whishaw) und ihrem kleinen Sohn George (Adam Michael Dodd) in ärmlichsten Verhältnissen. Maud arbeitet wie ihre früh verstorbene Mutter schon seit Kindesbeinen in einer Wäscherei, wo sie sich trotz Knochenjob nur einen lausigen Lohn verdient. Ihr Chef (Geoff Bell) unterdrückt seine primär weibliche Belegschaft und schreckt auch vor sexueller Belästigung nicht zurück. In Mauds tristen Alltag tritt plötzlich ihre Kollegin Violet Miller (Anne-Marie Duff), eine Suffragette, die sie zufällig bei einem Aufstand auf der Straße wiedererkennt. Eher durch Zufall wird Maud plötzlich auch Teil der Bewegung und beginnt gegen alle Widerstände für das Frauenwahlrecht zu kämpfen. In ihrem resoluten Kampf muss sie einige Opfer erbringen, denn die Regierung, Polizei und Gesellschaft stellt die Suffragetten an den öffentlichen Pranger und behandelt sie wie Ausgestoßene und Terroristen. Ihr Leben Zuhause erweist sich so als zunehmend schwierig, denn ihr Mann entfremdet sich mehr und mehr von ihr. Aus lautstarken und kaum ernst genommenen Protesten entwickeln sich schließlich auch militante Vorgehensweisen, die erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei und schließlich zahlreiche Gefängnisaufenthalte nach sich ziehen.

Im Zentrum des Films steht ganz klar Maud, aus deren Augen man die damaligen gesellschaftlichen Umstände erlebt. Suffragette - Taten statt Worte SzenenbildIhre Figur ist fiktional, ebenso wie andere der wichtigsten Charaktere im Film, etwa Edith Ellyn (Helena Bonham Carter), eine Apothekerin und Anführerin, die ihre Profession ausnutzt, um Bomben zu bauen. In einem Cameo-Auftritt ist Meryl Streep jedoch als real existierende Emmeline Pankhurst zu sehen, die die Suffragettenbewegung gegründet hat und als eine der bedeutendsten Frauenrechtlerinnen ihren Weg in die Geschichtsbücher gefunden hat. Ihr kurzes Auftauchen wirkt allerdings mehr wie ein Statement der Darstellerin selbst, die Platzierung von Rekord-Oscargewinnerin Streep auf dem Poster ist so eher irreführend.

„Suffragette“ ist sehr geradlinig und ohne wesentlichen Überraschungen inszeniert. Die politische Emanzipationsgeschichte der Protagonistin ist weitestgehend vorhersehbar erzählt, ihre Figur ist nur bedingt komplex und eher passiv und zusehend angelegt, wird jedoch engagiert von einer gewohnt starken Carey Mulligan verkörpert. Sie gibt dem Film willkommene Vitalität, kann das eher oberflächliche Ausgangsmaterial aber nur bedingt zum Leben erwecken. Es sind so mehr Mulligans Präsenz und ihre ausdrucksstarken Blicke als eine dreidimensional und wirklich aktiv angelegte Figur, die hier funktionieren. „Suffragette“ merkt man zu jeder Sekunde sein eigenes Bewusstsein als wichtiger Film über ein wichtiges Thema an, doch der Funke will beim Zuschauer nie so ganz überspringen. So bleibt trotz aller erhabenen Ambitionen ein typischer, überraschend uninspirierter und eintöniger Prestige-Film, der vor allem als Geschichtsstunde funktioniert und die damalige Zeit mit präziser und aufwändiger Ausstattung lebendig werden lässt. Die Farbpalette ist bewusst in tristen Grau- und Brauntönen gehalten, ein Großteil von „Suffragette“ wurde zudem auf Analogfilm gedreht, wodurch der Film eine adäquate grobkörnige Textur erhält. Suffragette - Taten statt Worte SzenenbildUm dem Ganzen noch etwas Pep zu geben, setzt der spanische Kameramann Eduard Grau („A Single Man“, „The Gift“) betont viel hektische und wacklige Kamerabewegungen ein, was jedoch nur bedingt ansprechend oder effektiv ist.

Wirklich tiefsinnige Einsichten bieten Morgan und Gavron mit „Suffragette“ kaum. Die Figuren bleiben eher oberflächlich gezeichnet, wodurch ein emotionaler Zugang nur bedingt ermöglicht wird. Ein zufriedenstellender Erzählbogen, vor allem für die Protagonistin, wird leider auch nur teilweise geboten, da das Finale des Films merkwürdig antiklimatisch wirkt und die Geschichte seiner Hauptfigur ohne echten Schlusspunkt abschließt. Man wird das Gefühl nicht los, dass der Inhalt des Films gehetzt präsentiert wird, wodurch „Suffragette“ seinem Thema nicht ganz gerecht wird. Eine Herangehensweise als TV-Serie oder Dokumentation wirkt hier leider angebrachter. Ein Film wie „Suffragette“ sollte aufwühlend und inspirierend sein, doch letztlich verlässt man das Kino eher mit einem Achselzucken.


Fazit:
Eine ernsthafte und eher seichte Geschichtsstunde über die Frauenrechtsbewegung in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts, die ihrem wichtigen Thema nur bedingt gerecht wird. Eine engagierte Carey Mulligan in der Hauptrolle und eine gute Besetzung in den Nebenrollen verleihen dem soliden aber überraschen uninteressanten und spannungsarmen Prestige-Film jedoch stellenweise willkommene Lebendigkeit.
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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH


Info und Wissenswertes zum Film

Suffragette - Woher kommt der Begriff?

„Der Begriff, Suffragette’ wurde geprägt von der britischen Presse als herabwürdigender Ausdruck für Aktivistinnen, die sich für das Stimmrecht (auf Englisch „suffrage“) der Frau einsetzten. Die Bewegung vereinnahmte den Begriff dann für sich. Die Suffragetten brachten die Kommunikation zum Erliegen, indem sie Telegrafendrähte durchtrennten, Briefkästen in die Luft jagten und überdies Besitztum zerstörten. Sie wurden ins Gefängnis geschickt, wo sie in Hungerstreik traten, um die Öffentlichkeit auf ihren Kampf für Gleichberechtigung gegen einen zunehmend brutal vorgehenden Staat zu lenken.

Suffragette - Taten statt Worte: Die Schauspieler

CAREY MULLIGAN (Maud Watts)
Die Oscar®-nominierte Schauspielerin Carey Mulligan ist einem großen Publikum für ihre darstellerische Leistung in Lone Scherfigs AN EDUCATION („An Education“, 2009) bekannt. Der Film bescherte ihr nicht nur eine Academy Award®-Nominierung, sondern auch Nominierungen bei den Golden Globes® und den Screen Actors Guild Awards®. Für die Rolle wurde sie schließlich mit einem BAFTA® Film Award als beste Schauspielerin geehrt.
Gerade war sie in Thomas Vinterbergs AM GRÜNEN RAND DER WELT („Far from the Madding Crowd“, 2015) in den Kinos zu sehen, 2013 in INSIDE LLEWYN DAVIS („Inside Llewyn Davis“, 2013) der Brüder Joel und Ethan Coen sowie in Baz Luhrmans DER GROSSE GATSBY („The Great Gatsby“, 2013). Zwei Jahre zuvor gehörten SHAME („Shame“, 2011) von Steve McQueen und DRIVE („Drive“, 2011) von Nicolas Winding Refn zu ihren Arbeiten. Für letztgenannten erhielt Mulligan eine Nominierung als beste Nebendarstellerin bei den BIFAs (British Independent Film Awards) 2011.
Weitere Titel in ihrer Filmografie sind Oliver Stones WALL STREET: GELD SCHLÄFT NICHT („Wall Street: Money Never Sleeps“, 2010), Mark Romaneks ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN („Never Let Me Go“, 2010), Jim Sheridans BROTHERS („Brothers“, 2009), Michael Manns PUBLIC ENEMIES („Public Enemies“, 2009), Shana Festes ZEIT DER TRAUER („The Greatest“, 2009), Anand Tuckers DIE ZEIT, DIE UNS NOCH BLEIBT („And When Did You Last See Your Father?“, 2007) sowie Joe Wrights STOLZ & VORURTEIL („Pride & Prejudice“, 2005).
Auch in Fernsehproduktionen hat sie mitgewirkt wie etwa Brian Kirks „My Boy Jack“, der BBC-Produktion „Doctor Who“, Jon Jones’ „Northanger Abbey“, Sally Wainwrights „The Amazing Mrs. Pritchard“, „Waking the Dead“, ebenfalls von der BBC, „Miss Marple“, „Bleak House“, eine weitere BBC-Produktion, sowie „Trial & Retribution“.
Ihr Debüt auf der Theaterbühne gab Carey Mulligan vergangenes Jahr am West End in der Neuauflage von David Hares mit einem Olivier Award ausgezeichneten Stück „Skylight“. Dieses Jahr zog die Produktion weiter an den Broadway. Mulligan erhielt dort für ihre schauspielerische Leistung eine Nominierung für den Tony Award®.

HELENA BONHAM CARTER (Edith Ellyn)
Helena Bonham Carter wurde bereits zwei Mal für den Oscar® nominiert, zuletzt für ihren Auftritt in THE KING’S SPEECH – DIE REDE DES KÖNIGS („The King’s Speech“, 2010) von Tom Hooper. Für diese Rolle erhielt sie auch Nominierungen bei den Golden Globes® und Screen Actors Guild Awards® und gewann einen BAFTA® und British Independent Film Award. Das Ensemble von THE KING’S SPEECH – DIE REDE DES KÖNIGS wurde mit einem SAG Award® in der Kategorie Outstanding Motion Picture Cast gewürdigt.
Ebenfalls für einen Oscar®, Golden Globe®, BAFTA® sowie SAG Award® vorgeschlagen wurde sie für ihre Arbeit in dem romantischen Historienfilm DIE FLÜGEL DER TAUBE („The Wings of the Dove“, 1997) nach dem gleichnamigen Roman von Henry James, inszeniert von Iain Softley. Diese Rolle bescherte ihr überdies zahlreiche Preise etlicher Kritikervereinigungen unter anderem des Los Angeles Film Critics Circle, der Broadcast Film Critics, des National Board of Review und des London Film Critics Circle.
Davor schaffte sie es schon einmal auf die Nominiertenliste der Golden Globes® und BAFTA® Awards und gewann überdies den Evening Standard British Film Award für ihre schauspielerische Leistung als Mrs. Lovett in Tim Burtons Verfilmung von Stephen Sondheims Musical SWEENEY TODD – DER TEUFLISCHE BARBIER AUS DER FLEET STREET („Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, 2007) mit Johnny Depp in der Titelrolle. 2010 arbeitete sie erneut mit Tim Burton zusammen für den märchenhaften Fantasyhit ALICE IM WUNDERLAND („Alice in Wonderland“, 2010). Für den 2013 entstandenen TV-Film „Burton and Taylor“ holte sich Bonham Carter für ihre darstellerische Leistung als Elizabeth Taylor Nominierungen bei den SAG Awards®, BAFTAs® und Emmys®.
Helena Bonham Carter gehörte zum Cast der HARRY POTTER-Blockbuster und spielte in Tom Hoopers Oscar®-nominierter Kinoadaption des weltberühmten Musicals LES MISÉRABLES („Les Misérables“, 2012) mit sowie in Gore Verbinskis LONE RANGER („The Lone Ranger“, 2013) und Jean-Pierre Jeunets DIE KARTE MEINER TRÄUME („The Young and Prodigious T.S. Spivet“, 2013).
Bonham Carter gab ihr Kinofilmdebüt im Jahr 1986 als Titelheldin in Trevor Nunns historischem Biopic LADY JANE („Lady Jane“, 1986). Kaum hatte sie die Dreharbeiten an diesem Projekt beendet, bot ihr Regisseur James Ivory die Hauptrolle in ZIMMER MIT AUSSICHT („A Room With a View“, 1986) an, den er nach dem gleichnamigen Roman von E.M. Forster inszenieren sollte. Bonham Carter erntete auch großes Lob für ihre Mitwirkung in zwei weiteren Leinwandadaptionen, die auf Büchern von Forster beruhten: für Charles Sturridges ENGEL UND NARREN („Where Angels Fear to Tread“, 1990) und James Ivorys WIEDERSEHEN IN HOWARDS END („Howards End“, 1992), der ihr ihre erste BAFTA®-Nominierung bescherte.
Zu ihren frühen Filmarbeiten zählen zudem: Franco Zeffirellis HAMLET („Hamlet“, 1990) mit Mel Gibson, MARY SHELLEY’S FRANKENSTEIN („Mary Shelley’s Frankenstein“, 1994) von und mit Kenneth Branagh, Woody Allens GELIEBTE APHRODITE („Mighty Aphrodite“, 1995) und WAS IHR WOLLT („Twelfth Night“, 1996), bei dem sie erneut mit Trevor Nunn zusammen arbeitete.
Im Anschluss daran hatte sie Rollen in David Finchers FIGHT CLUB („Fight Club“, 1999) mit Brad Pitt und Edward Norton sowie in den von Tim Burton inszenierten Filmen BIG FISH („Big Fish“, 2003), PLANET DER AFFEN („Planet of the Apes“, 2001) und CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK („Charlie and the Chocolate Factory“, 2005). Auch in McGs Actionfilm TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG („Terminator Salvation“, 2009) trat sie auf.
Überdies spielte sie auch in unabhängigen Produktionen mit wie David Atkins’ NOVOCAINE („Novocaine“, 2001), THE HEART OF ME (2002) von Thaddeus O’Sullivan, Michael Petronis TILL HUMAN VOICES WAKE US (2002) und Hans Canosas CONVERSATIONS WITH OTHER WOMEN („Conversations with Other Women“, 2005). Auch als Sprecherin von Animationsfilmen betätigte sich Bonham Carter unter anderem bei CARNIVALE (1999), in TIM BURTON’S CORPSE BRIDE – HOCHZEIT MIT EINER LEICHE („Corpse Bride“, 2005), in dem sie der Titelfigur ihre Stimme lieh, und in Nick Parks Oscar®-Gewinner WALLACE & GROMIT AUF DER JAGD NACH DEM RIESENKANINCHEN („Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit“, 2005).
Mit einer Nominierung bei den Emmys® und Golden Globes® wurde sie für ihre darstellerische Leistung in dem Fernsehfilm „Live From Baghdad“ und in der Miniserie „Merlin“ belohnt; eine weitere Golden Globe®-Nominierung folgte für ihren Auftritt als Marina Oswald in der Miniserie „Fatal Deception: Mrs. Lee Harvey Oswald“. Überdies schlüpfte sie in der britischen Miniserie „Henry VIII“ in die Rolle der Anne Boleyn, und als Mutter von sieben Kindern – darunter vier autistische Söhne – war sie in dem BBC-Fernsehfilm „Magnificent 7“ zu sehen. In der BBC-Produktion „Enid“, die auf Nigel Slaters Autobiografie „Toast“ basiert, spielte sie die Bestsellerautorin Enid Blyton. Vor kurzem war sie in David Hares Politthriller „Turks and Cacos“ sowie in „Salting the Battlefields“ zu sehen.
Das Kinopublikum verzauberte sie zuletzt als Gute Fee in Kenneth Branaghs CINDERELLA („Cinderella“, 2015). Demnächst wird sie wieder als Rote Königin auf der großen Leinwand zu sehen sein in James Bobins ALICE IN WONDERLAND: THROUGH THE LOOKING GLASS (2016), der Fortsetzung von ALICE IM WUNDERLAND.
2012 wurde Helena Bonham Carter von Queen Elizabeth II mit dem CBE (Commander of the Order of the British Empire) geehrt. Zudem ist sie Mitglied des BFI (British Film Institute). Im Januar 2013 erhielt sie vom Critics Circle den Dilys Powell Award for Excellence in Film.

BRENDAN GLEESON (Inspector Arthur Steed)
Brendan Gleeson ist ein international gefeierter Schauspieler, der Fans und Preise auf der ganzen Welt sammelt. Zu seinen jüngeren Arbeiten gehören sowohl große Studioproduktionen als auch unabhängige Filme, wie Brad Andersons STONEHEARST ASYLUM („Stonehearst Asylum“, 2014), Don McKellars DIE GROSSE VERSUCHUNG – LÜGEN BIS DER ARZT KOMMT („The Grand Seduction“, 2013), EDGE OF TOMORROW („Edge of Tomorrow“, 2014) von Doug Liman, Ron Howards IM HERZEN DER SEE („In the Heart of the Sea“, 2015) sowie AM SONNTAG BIST DU TOT („Calvary“, 2014) von Autor und Regisseur John Michael McDonagh. Letztgenannter Film erhielt bei seiner Premiere beim Sundance Film Festival 2014 fantastische Kritiken und wurde unter großem Applaus auch auf der Berlinale gefeiert.
Die Schauspielkarriere des ehemaligen Lehrers startete, als er in Jim Sheridans DAS FELD („The Field“, 1990) und in Jonathan Lewis’ TV-Movie „The Treaty“ (1991) zu sehen war. Im Anschluss daran hatte Gleeson kleinere Auftritte in Ron Howards IN EINEM FERNEN LAND („Far and Away“, 1992) und in Mike Newells DAS WEISSE ZAUBERPFERD („Into the West“, 1992). Den Durchbruch in Hollywood schaffte er mit seinem Part in Mel Gibsons BRAVEHEART („Braveheart“, 1995).
Paddy Breathnach besetzte ihn schließlich für seine erste Hauptrolle in dem Thriller TOUGH BOYS – ZWEI RECHNEN AB! („I Went Down“, 1997) und im Anschluss daran folgte sein gefeierter Part als Gangster Martin Cahill in John Boormans THE GENERAL („The General“, 1998). Diese Rolle brachte Gleeson die Preise als bester Darsteller von der Boston Society of Film Critics und dem London Film Critics Circle (1998) sowie den Irish Film & Television Award (1999).
2009 wurde er für seine darstellerische Leistung in Martin McDonaghs BRÜGGE SEHEN... UND STERBEN? („In Bruges“, 2009) sowohl für einen Golden Globe® als auch für einen BAFTA® nominiert. Im selben Jahr holte sich Gleeson für die Verkörperung von Winston Churchill in dem Fernsehfilm „Into the Storm“ (HBO) von Thaddeus O’Sullivan einen Emmy® und einen IFTA (Irish Film & Television Award). Zusätzlich durfte er sich als bester Hauptdarsteller Hoffnungen auf einen Golden Globe® und BAFTA® machen.
Besonders bekannt ist Brendan Gleeson für seine Rolle in den HARRY POTTER-Filmen sowie für seinen Part in John Michael McDonaghs THE GUARD – EIN IRE SIEHT SCHWARZ („The Guard“, 2010). Weitere namhafte Filme mit ihm sind: Robert Redfords THE COMPANY YOU KEEP – DIE AKTE GRANT („The Company You Keep“, 2012), DIE SCHLÜMPFE 2 („Smurfs 2“) von Sony Animation, Daniel Espinozas SAFE HOUSE („Safe House“, 2012), ALBERT NOBBS („Albert Nobbs“, 2011) von Rodrigo García, UNTERWEGS NACH COLD MOUNTAIN („Cold Mountain“, 2003) von Anthony Minghella, Ridley Scotts KÖNIGREICH DER HIMMEL („Kingdom of Heaven“, 2005), Neil Jordans BREAKFAST ON PLUTO („Breakfast on Pluto“, 2005), Wolfgang Petersens TROJA („Troy“, 2004), DIE LEGENDE VON BEOWULF („Beowulf“, 2007) von Robert Zemeckis, John Woos MISSION: IMPOSSIBLE 2 („Mission: Impossible II“, 2000), Steven Spielbergs A.I. – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ („A.I. – Artificial Intelligence“, 2001), John Boormans DER SCHNEIDER VON PANAMA („The Tailor of Panama“, 2000), Danny Boyles 28 DAYS LATER („28 Days Later“, 2002), Martin Scorseses GANGS OF NEW YORK („Gangs of New York“, 2002) sowie GREEN ZONE („Green Zone“, 2010) von Paul Greengrass. Gleeson sprach zudem die Figur Abbott Ceallach in dem Oscar®-nominierten Animationsfilm DAS GEHEIMNIS VON KELLS („The Secret of Kells“, 2009) von Tomm Moore und Nora Twomey sowie den Piraten mit Gicht in DIE PIRATEN! – EIN HAUFEN MERKWÜRDIGER TYPEN („The Pirates! Band of Misfits“) von Peter Lord und Jeff Newitt. Er übernahm außerdem die Rolle des Erzählers der irisch-sprachigen Dokumentation „Seachtar na Cásca“. Auch in Tomm Moores Animationsfilm DIE MELODIE DES MEERES („Song of the Sea“, 2014) hatte Gleeson wieder eine Sprechrolle.

ANNE-MARIE DUFF (Violet Miller)
Anne-Marie Duff ist eine höchst versierte Schauspielerin, die für ihre darstellerische Bandbreite auf Bühne und Leinwand bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden ist. Besonders bekannt ist sie für ihre Rollen in „Shameless“ (Channel 4), als Queen Elizabeth in „The Virgin Queen“ (BBC), Sam Taylor Johnsons NOWHERE BOY („Nowhere Boy“, 2009) oder zuletzt für ihre Darstellung der Lady Macbeth am Broadway. Anne-Marie Duff zählt zu den wandlungsfähigsten und beliebtesten Schauspielerinnen Großbritanniens.
Unlängst wurde bekannt gegeben, dass Anne-Marie Duff ans National Theatre zurückkehren wird, um dort in der Antrittssaison des neuen Künstlerischen Leiters Rufus Norris zu spielen und damit zum siebten Mal an der renommierten Bühne aufzutreten. Duff ist zudem als Hauptdarstellerin von D.H. Lawrences „Husbands and Sons“ angekündigt, das Ben Power in einer Koproduktion mit dem Royal Exchange Theatre in Manchester inszenieren wird. Power wird dabei Lawrences Trilogie „The Daughter-in-Law“, „A Collier’s Friday Night“ und „The Widowing of Mrs. Holroyd“ in einem einzigen Stück zusammenfassen. Zur Aufführung kommen soll es im Oktober zunächst am Dorfman Theatre, bevor es dann im Februar 2016 nach Manchester weiterzieht.
Die kompetente und von der Kritik gefeierte Theaterschauspielerin hat in den vergangenen 20 Jahren ein umfangreiches Repertoire aufgebaut. Vergangenes Jahr gab sie ihr Debüt am Broadway in Jack Obriens „Macbeth“ am Lincoln Center Theater. Als Titelheld an ihrer Seite spielte Ethan Hawke.
Zu Duffs namhaften Filmarbeiten gehören Peter Mullans DIE UNBARMHERZIGEN SCHWESTERN („The Magdalene Sisters“, 2002), Richard Eyres TAGEBUCH EINES SKANDALS („Notes on a Scandal“, 2006), Michael Hoffmans EIN RUSSISCHER SOMMER („The Last Station“, 2009) sowie zuletzt ICH.DARF.NICHT.SCHLAFEN. („Before I Go to Sleep“, 2014) von Rowan Joffe.
Ihre Laufbahn im britischen Fernsehen ist ebenso ausgesprochen erfolgreich. Zu ihren angesehenen Arbeiten zählen hier „The Virgin Queen“ (BBC), „Margot“ (BBC), Jimmy McGoverns mit einem Emmy® preisgekrönte Miniserie „Accused“ sowie Tom Stoppards von der Kritik gepriesener „Parade’s End“.

BEN WHISHAW (Sonny Watts)
Ben Whishaw studierte Schauspielkunst an der Royal Academy of Dramatic Art. In den Anfängen seiner Karriere spielte er wichtige Nebenrollen in den beiden Produktionen DER SCHÜTZENGRABEN („The Trench“, 1999) von William Boyd und MAUVAISE PASSE (1999) von Michel Blanc. Als Titelheld trat er dann in MY BROTHER TOM („My Brother Tom“, 2001) von Dom Rotheroe auf. Später spielte er eine Rolle in Roger Michells LIEBESWAHN („Enduring Love“, 2004) sowie in LAYER CAKE („Layer Cake“, 2004) von Matthew Vaughn. 2003 war er in
dem erfolgreichen Fernsehfilm „The Booze Cruise“ von ITV zu sehen. Darauffolgend gab Ben Whishaw sein Debüt in der Londoner Theaterszene am West End, und zwar im National Theatre in der Inszenierung „His Dark Materials“ von Phillip Pullman. Am Old Vic war er anschließend als Titelheld in „Hamlet“ zu sehen, den Trevor Nunn als moderne Version inszenierte. Für seine schauspielerische Leistung als Hamlet wurde Whishaw von den Kritikern mit Lob überschüttet und mit einer Nominierung bei den Laurence Olivier Awards 2005 bedacht.
Während der Spielzeit von „Hamlet“ wurden Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Tom Tykwer auf Whishaws außergewöhnliches Talent aufmerksam. Sie planten gerade DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS (2006) und übertrugen ihm die Hauptrolle. Weitere Filmprojekte zu der Zeit waren STONED („Stoned“, 2005) von Stephen Woolley sowie I’M NOT THERE („I’m Not There“, 2007) von Todd Haynes. Das Fernsehpublikum konnte ihn außerdem in „Nathan Barley“ von Chris Morris bewundern, und Theaterliebhaber am National Theatre in Katie Mitchells Inszenierung von „The Seagull“.
Mit Regisseur Julian Jarrold arbeitete er 2008 bei WIEDERSEHEN MIT BRIDESHEAD („Brideshead Revisited“, 2008) zusammen und im gleichen Jahr kam er mit dem sehr erfolgreichen BBC-Drama „Criminal Justice“ ins britische Fernsehen. Mit seiner Rolle in „Criminal Justice“ gewann Whishaw 2009 den Preis als bester Darsteller der Royal Television Society Awards sowie den International Emmy® Award. Überdies war er als bester Darsteller bei den BAFTA® Television Awards nominiert. Zu seinen Fernseharbeiten zählt auch „The Hour“, die von BBC produzierte Adaption von Shakespeares „Richard II“. Im Kino war er außerdem in Sam Mendes’ James-Bond-Film SKYFALL („Skyfall“, 2012), in CLOUD ATLAS („Cloud Atlas“, 2012) von den Wachowski-Geschwistern und Tom Tykwer, in Terry Gilliams THE ZERO THEOREM („The Zero Theorem“, 2013) und Hong Khaous LILTING („Lilting“, 2014) zu sehen. Im Dezember 2015 startet Ron Howards IM HERZEN DER SEE („In the Heart of the Sea“, 2015), in dem er Herman Melville verkörpert.

ROMOLA GARAI (Alice Haughton)
Zu Romola Garais namhaften Arbeiten zählen Tim Fywells I CAPTURE THE CASTLE (2002), der ihr bei den British Independent Film Awards (BIFA) eine Nominierung in der Kategorie Most Promising Newcomer bescherte, Doug McGraths NICHOLAS NICKLEBY („Nicholas Nickleby“, 2002), Mira Nairs VANITY FAIR – JAHRMARKT DER EITELKEITEN („Vanity Fair“, 2004), Kenneth Branaghs AS YOU LIKE IT (2006), SCOOP – DER KNÜLLER („Scoop“, 2006) von Woody Allen, François Ozons ANGEL – EIN LEBEN WIE IM TRAUM („Angel“, 2007), Joe Wrights ABBITTE („Atonement“, 2007), Richard Eyres DER ANDERE („The Other Man“, 2008), GLORIOUS 39 (2009) von Stephen Poliakoff, Lone Scherfigs ZWEI AN EINEM TAG („One Day“, 2011), JUNKHEARTS (2011) von Tinge Krishnan sowie LAST DAYS ON MARS („Last Days On Mars“, 2013) von Ruari Robinson.
Im Fernsehbereich hat sie an verschiedenen Produktionen mitgewirkt unter anderem in „Daniel Deronda“ (BBC) von Tom Hooper, Jim O’Hanlons „Emma“ (BBC), der ihr eine Golden Globe®-Nominierung als beste Schauspielerin in einer Miniserie einbrachte, sowie „Crimson Petal and the White“ von Marc Munden, für den sie als beste Schauspielerin bei den BAFTA® Television Awards nominiert wurde. Auch Coky Giedrovcs „The Hour“ gehört dazu, für den Romola Garai eine weitere Golden Globe®-Nominierung als beste Schauspielerin erhielt.
Das Theaterpublikum kennt sie aus Inszenierungen wie Trevor Nunns „King Lear“ und „The Seagull“ für die Royal Shakespeare Company (RSC), aus Joe Hill-Gibbons’ „The Village Bike“ am Royal Court sowie aus „Indian Ink“, das Carey Perloff für das Roundabout Theatre inszeniert hat.

MERYL STREEP (Emmeline Pankhurst)
Die dreifache Oscar®-Gewinnerin Meryl Streep verkörpert eine erstaunliche Bandbreite an höchst unterschiedlichen Figuren und kann auf eine Karriere zurückblicken, die sie auf einzigartige Weise vom Theater zu Film und Fernsehen führte.
Bis jetzt wurde sie 19 Mal für einen Oscar® nominiert – ein unübertroffener Rekord. Jüngst wurde sie für INTO THE WOODS („Into the Woods“, 2014) und IM AUGUST IN OSAGE COUNTY („August: Osage County“, 2013) für den begehrtesten Filmpreis der Welt vorgeschlagen. Gewonnen hat sie ihn zuletzt 2011 für ihre darstellerische Leistung als Margaret Thatcher in DIE EISERNE LADY („The Iron Lady“, 2011). Diese Rolle bescherte ihr zudem einen BAFTA® und Golden Globe®, jeweils als beste Schauspielerin. Ihre Performance in WIE BEIM ERSTEN MAL („Hope Springs“, 2012) von David Frankel ließ sie wieder auf einen Golden Globe® als beste Hauptdarstellerin in der Kategorie Komödie hoffen. Zu den frühen Arbeiten von Meryl Streep gehören JULIA („Julia“, 1977) von Fred Zinnemann und DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN („The Deer Hunter“, 1978) von Michael Cimino. Für letztgenannten erhielt Streep ihre erste Oscar®-Nominierung. 1979 gewann sie schließlich ihren ersten Academy Award® für ihre Rolle in Robert Bentons KRAMER GEGEN KRAMER („Kramer vs. Kramer“, 1979). Ihre dritte Oscar®-Nominierung folgte für Karel Reisz’ DIE GELIEBTE DES FRANZÖSISCHEN LEUTNANTS („The French Lieutenant’s Woman“, 1981). Nur ein Jahr später gewann sie ihn dann als beste Schauspielerin für ihre darstellerische Leistung in Alan J. Pakulas SOPHIES ENTSCHEIDUNG („Sophie’s Choice“, 1982).
In ihrer frühen Filmografie finden sich Titel wie Hector Babencos WOLFSMILCH („Ironweed“, 1987), Mike Nichols’ SILKWOOD („Silkwood“, 1982), Sydney Pollacks JENSEITS VON AFRIKA („Out of Africa“, 1985) und Fred Schepisis EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT („A Cry in the Dark“, 1988). Bei allen genannten Filmen wurde sie für einen Oscar® vorgeschlagen, wobei ihr EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT auch den Preis als beste Schauspielerin beim Festival de Cannes einbrachte, den Preis des New York Film Critics’ Circle sowie den AFI Award. Ferner hatte sie Rollen in Mike Nichols’ SODBRENNEN („Heartburn“, 1985) und Woody Allens MANHATTAN („Manhattan“, 1979). Weitere Oscar®- und Golden Globe®-Nominierungen folgten für ihre Performances in Mike Nichols’ GRÜSSE AUS HOLLYWOOD („Postcards from the Edge“, 1990), Clint Eastwoods DIE BRÜCKEN AM FLUSS („The Bridges of Madison County“, 1995), Carl Franklins FAMILIENSACHE („One True Thing“, 1998) sowie Wes Cravens MUSIC OF THE HEART („Music of the Heart“, 1999). Bei den Golden Globes® stand sie zudem für Susan Seidelmans DIE TEUFELIN („She-Devil“, 1989), Curtis Hansons AM WILDEN FLUSS („The River Wild“, 1994), Robert Zemeckis’ DER TOD STEHT IHR GUT („Death Becomes Her“, 1992) sowie Jerry Zaks’ MARVINS TÖCHTER („Marvin’s Room“, 1996) auf der Nominiertenliste.
2003 wurde ihre künstlerische Leistung in Stephen Daldrys THE HOURS („The Hours“, 2002) mit Nominierungen bei den SAG Awards® und Golden Globes® honoriert. Im gleichen Jahr gewann sie für ihre Rolle in Spike Jonzes ADAPTION („Adaptation“, 2002) den Golden Globe® als beste Nebendarstellerin und durfte für diese Arbeit zudem auf einen BAFTA® und Oscar® hoffen. Weitere Auftritte hatte Meryl Streep in Filmen wie DER MANCHURIAN KANDIDAT („The Manchurian Candidate“, 2004) von Jonathan Demme, Brad Silberlings LEMONY SNICKET – RÄTSELHAFTE EREIGNISSE („Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events“, 2004), Robert Altmans ROBERT ALTMAN’S LAST RADIO SHOW („A Prairie Home Companion“, 2006) und DER TEUFEL TRÄGT PRADA („The Devil Wears Prada“, 2006) von David Frankel. Für den letztgenannten Film wurde sie mit Nominierungen bei den Academy Awards®, Golden Globes®, SAG Awards® und BAFTA®s belohnt. Für ihre Rolle in GLAUBENSFRAGE („Doubt“, 2008) von John Patrick Shanley gewann sie einen SAG Award® sowie den Critics’ Choice Award; ferner wurde sie für einen Oscar®, BAFTA® und Golden Globe® vorgeschlagen. Im Anschluss daran sah man sie in Phyllida Lloyds Musical-Verfilmung MAMMA MIA! („Mamma Mia!“, 2008), mit der sie auf einen Golden Globe® hoffen durfte.
2009 begeisterte sie das Kinopublikum in JULIE & JULIA („Julie & Julia“, 2009) von Nora Ephron. Für ihre darstellerische Leistung gewann Meryl Streep einen Golden Globe® und wurde für die Academy Awards® und BAFTA® Awards vorgeschlagen. Im selben Jahr war sie zudem mit der Komödie WENN LIEBE SO EINFACH WÄRE („It’s Complicated“, 2009) von Nancy Meyers in den Kinos und übernahm eine Sprechrolle in Wes Andersons Animationsfilm DER FANTASTISCHE MR. FOX („Fantastic Mr. Fox“, 2009).
2013 trumpfte sie mit John Wells’ IM AUGUST IN OSAGE COUNTY auf, der sie auf die Nominiertenlisten bei den Golden Globes®, SAG Awards® und Oscars® brachte. 2014 war sie in Philip Noyces HÜTER DER ERINNERUNG – THE GIVER („The Giver“, 2014) und als Hexe in der Verfilmung von Stephen Sondheims Erfolgsmusical INTO THE WOODS zu sehen. Ihre Performance unter der Regie von Rob Marshall brachte ihr Nominierungen bei den Golden Globes®, SAG Awards® und Oscars® ein. Derzeit dreht Meryl Streep unter der Regie von Stephen Frears FLORENCE FOSTER JENKINS, der Ende 2016 in die Kinos kommen soll.
Auch im Fernsehbereich sammelte Meryl Streep Preise: Für ihre Rolle in der achtteiligen Miniserie „Holocaust“ gewann sie einen Emmy®, ebenso wie für das von Mike Nichols inszenierte TV-Movie „Angels in America“ nach Tony Kushners weltbekannter Vorlage. Für „Angels in America“ wurde Streep zudem mit einem Golden Globe® und einem SAG Award® gewürdigt.