Spotlight

Spotlight (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

Spotlight Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Im Jahr 2001 erhält Walter „Robby“ Robinson (Michael Keaton), der Leiter des Investigativ-Teams des Boston Globe, einen besonderen Auftrag. Der neue Chefredakteur Marty Baron (Liev Schreiber) setzt ihn auf die Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche an, von denen schon lange hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Doch als Robby und seine Kollegen Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams), Matt Carroll (Brian d’Arcy James) und Ben Bradlee jr. (John Slattery) die ersten Opfer interviewen, decken sie Schicht um Schicht einen viel größeren Skandal auf: Seit Jahrzehnten wurden in der Erzdiözese Boston immer wieder Kinder von Priestern missbraucht – und die Taten von höchsten Würdenträgern gedeckt und vertuscht. Die Spuren führen direkt zum Kardinal, doch die Reporter stoßen an eine Mauer des Schweigens. Die Opfer schweigen aus Angst, hochbezahlte Anwälte spielen auf Zeit. Die kostspielige Recherche der Zeitung droht zu scheitern. | mehr Wissenswertes zum Film

Mark Ruffalo, Michael Keaton und Rachel McAdams | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Spotlight

Blu-ray
Spotlight Spotlight
Blu-ray Start:
30.06.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 129 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Spotlight Spotlight
DVD Start:
30.06.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 123 min.

Filmkritik Spotlight

Filmwertung: | 10/10


Wenn am 29.02.2016 gegen 6.00Uhr deutscher Zeit im Dolby-Theatre folgender Satz ausgesprochen wird: „And the Oscar for the best motion picture 2015 goes to…“, wäre Spotlight ein verdienter Sieger. Als der Film bereits in Venedig bei den dortigen Filmfestspielen im September des vergangenen Jahres gezeigt wurde, war den kritischen Beobachtern bewusst: Spotlight SzenenbildSpotlight wird eine große Rolle in der kommenden Oscarverleihung spielen. Es ist ein Film, der es verdient hat, als Meisterwerk betitelt zu werden. Regisseur Tom McCarthy – bei dem man sich verwundert die Augen reibt, wenn man liest, dass er beim furchtbaren „The Cobbler“ mit Adam Sandler letztes Jahr Regie führte – erschafft hier einen der wichtigsten Filme in diesem Kinojahrhundert. Ein Film, den sich jeder anschauen sollte. Nicht unbedingt wegen des Unterhaltungswerts, denn seichtes Blockbuster-Kino wird hier nicht geboten. Vielmehr führt Spotlight den Zuschauer ein bedeutsames Stück Pressegeschichte vor.

Doch zunächst ein kleiner Einblick in den Inhalt des Films. Die Handlung spielt überwiegend in den Jahren 2001 und 2002. Im Mittelpunkt stehen die vier Mitarbeiter des „Spotlight“-Teams der angesehenen Tageszeitung Boston Globe. Das Team besteht aus Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams), Redakteur Walter Robbinson (Michael Keaton) und Matt Carroll (Brian d’Arcy James). Das Team zeichnet sich für seinen hochqualitativen investigativen Journalismus aus. Als der neue Chefredakteur, namens Marty Baron (Liev Schreiber), seine Tätigkeit beim Bosten Globe aufnimmt, bemerkt er einen Artikel, der sexuellen Missbrauch eines Priesters beinhaltet. Für Baron und den anderen Kollegen ein heikles Thema, doch Baron beauftragt das „Spotlight-Team“ sich damit näher auseinander zu setzen, damit diese Thematik eine größere Resonanz in der Öffentlichkeit erhält. Denn er glaubt, dass sich dahinter eine große Story für die Presse und für die Öffentlichkeit verbirgt. Sofort machen sich die überaus couragierten Journalisten an die Arbeit und recherchieren nach und stellen dabei bald fest, dass es sich nicht nur um einen Einzelfall handelt, sondern um einen Skandal von unglaublichem Ausmaß.

Es ist beeindruckend wie authentisch und subtil dieser Streifen geworden ist. Spotlight SzenenbildAuch wenn die katholische Kirche arg in Kritik gerät, ist Spotlight wahrlich keine populistische Meinungsmache. Der Film bleibt über die gesamte Lauflänge von 128 Minuten bei den Fakten und ufert nicht in spektakulären unglaubwürdigen Szenen aus, sondern bleibt dabei immer sehr dicht an der Thematik. Den Figuren wird keine besondere Tiefe verleiht. Einblicke in deren Privatleben werden einem kaum gewährt. Das kann man kritisch bewerten, ist in diesem Film nicht zwingend ein Minuspunkt. Denn nicht die Charaktere sind das Entscheidende. Es ist das Thema, das im Zentrum steht und um das sich jeder Dialog und jede Szene dreht. Der Zuschauer erfährt zu keinem Zeitpunkt mehr als die Reporter. Durch die statische Kameraarbeit, die ohne rasante Kamerafahrten oder wackligen Aufnahmen auskommt, wird zum einen eine sehr ruhige Atmosphäre kreiert, zum anderen fühlt sich der Zuschauer wie ein Beobachter in die Szenerie miteinbezogen. Man findet sich praktisch passiv bei der Aufdeckung im Geschehen selbst wieder. Den Journalisten bei ihrer akribischen Arbeit zu zusehen, klingt im ersten Moment womöglich etwas langweilig, ist aber in Wahrheit ein Kinoerlebnis, dass dem Zuschauer noch länger im Gedächtnis erhalten bleibt. Das Drehbuch, ebenfalls vom Regisseur Tom McCarthy verfasst, ist gespickt mit überaus intelligenten Dialogen, die so spannend und fein nuanciert geschrieben sind, dass man als Zuschauer kaum erwarten kann, was als nächstes gesagt wird. Lange Plansequenzen gibt es keine. Hier ist es gelungen, einen actionarmen Film mit gekonnter Schnittarbeit dynamisch zu inszenieren. Es ist kein trockener Film, der an manchen Stellen zäh wird, sondern vielmehr ein kurzweiliges spannendes Drama.

Spotlight schafft es in seiner Erzählweise nicht nur informativ zu sein, sondern erreicht den Zuschauer auf einer besonderen emotionalen Ebene. Wenn verschiedene männliche Missbrauchsopfer, die inzwischen um die 30 Jahre alt sind, von den Taten der Priester berichten, geht das unter die Haut und es fällt einem als Zuschauer schwer, dies mit Fassung zu tragen. Auf Missbrauchsszenen wird hier gänzlich verzichtet, sondern das Kopfkino der Kinobesucher wird vielmehr erregt. Man bekommt auch ein Verständnis, weswegen so viele Kinder solch eine geistige Zuneigung zu den Geistlichen der katholischen Kirche hatten. Umso fassungsloser wird man, wenn man merkt, wie dieses Vertrauen der Kinder in die Priester für persönliche körperliche Zwecke missbraucht wurde. Im Laufe des Films wird das tatsächliche Ausmaß dieser Verbrechen geschildert und dies schockiert den Zuschauer von Minute zu Minute stärker. Denn auch wenn 2010 hierzulande ebenfalls ein solcher Skandal in den Medien auftauchte, hat Spotlight auf den Zuschauer eine wesentlich stärkere und immens belastende Wirkung, was einen nicht kalt lässt. Spotlight SzenenbildDer Film bleibt sehr bodenständig in seiner handwerklichen Machart, versucht nicht mit aller Gewalt den Zuschauer mit schrecklichen Bildern zu konfrontieren, sondern erzählt minutiös eine wahre Geschichte aus der Sicht der Reporter, die einen intellektuell fordert, aber zu keinem Zeitpunkt überfordert, sondern Storytelling in einem angemessenen Tempo betreibt. Besonders positiv ist die Filmmusik von Howard Shore hervorzuheben. Sie ist zum einen sehr bescheiden – meistens lediglich ein Klavier – doch passt äußerst gut zum Geschehen und untermalt die negative Atmosphäre der spannenden Geschichte eindrucksvoll.

Die Reporter werden von den Schauspielern auf ganz hohem Niveau gespielt. Michael Keaton, der letztes Jahr mit seinem Schauspiel im preisgekrönten Birdman die Performance seines Lebens zeigte, hat hier eher nicht die großen „Oscar-Momente“, spielt aber sehr glaubwürdig und mit sehr viel Engagement die Rolle des Walter Robinson, welcher als Redakteur der Kopf des Spotlight-Teams ist. Gleiches gilt für Rachel McAdams (Wie ein einziger Tag, A Most Wanted Man), die ebenfalls eine äußerst couragierte Leistung abliefert, wenn nicht sogar eine der besten Leistungen ihrer Karriere, die mit ihrer 1. Oscarnominierung als beste Nebendarstellerin belohnt wurde. Stanley Tucci (Lucky # Slevin, Terminal, Margin Call) spielt den Anwalt Mitchell Garabedian – der eine hilfreiche Quelle für das Team darstellt – gewohnt souverän und vergibt dieser Nebenfigur viel Tiefe. Liev Schreiber (X-Men Origins: Wolverine, Hurricane, Salt), der in den letzten Jahren nicht mehr so präsent auf der Kinoleinwand war, zeigt hier seine stärkste Leistung seit Jahren. Die menschliche und berufliche Erfahrung, die Ruhe und das spezielle Understatement seines Charakters hat Schreiber überzeugend dargestellt. Doch einer ragt aus diesem Ensemble raus. Man möchte schon fast sagen, er hat seinen Kollegen die Show gestohlen. Spotlight SzenenbildMark Ruffalo (Shutter Island, Foxcatcher, The Avengers) spielt hier ganz groß auf und hat sich seine 3. Oscarnominierung als bester Nebendarsteller redlich verdient. Ruffalo führte intensive Gespräche im Rahmen der Dreharbeiten mit dem echten Michael Rezendes (Keaton tat das gleiche mit dem realen Walter Robbinson), um ihn so besser kennen zu lernen, seinen Charakter zu studieren, seine Verhaltensweisen und insbesondere seine Art zu sprechen möglichst realitätsnah und überzeugend zu spielen. Dies meistert er bravourös. Sowohl von der Mimik als auch von der Gestik erkennt man Mark Ruffalo hier gar nicht mehr wieder, obwohl er optisch kaum verändert wurde. Umso erstaunlicher wirkt das Ganze, wenn man sich Aufnahmen des echten Rezendes anschaut. Trotz starker optischer Unterschiede zum echten Rezendes, erkennt man hier deutlich, wie stark Ruffalo mit der Figur verschmolzen ist.


Fazit:
Man kann ein Fazit über Spotlight mit vielen Prädikaten und Eigenschaften vollstopfen, denn dieser Film ist wahrlich vieles. Spannend, aufschlussreich, emotional, clever. Aber ein Wort, mit dem man höchstens alle Jahre einen Film beschreiben kann, würde Spotlight am ehesten charakterisieren. Ob dieser Film letztens die Oscars erhält oder wie viele Millionen er an den Kinokassen einspielt, ist nicht wichtig, Spotlight ist wichtig.
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Bilder © Paramount Pictures Germany


Info und Wissenswertes zum Film

SPOTLIGHT – DIE FAKTEN

• 2002 veröffentlichte das Spotlight-Team fast 600 Geschichten über sexuellen Missbrauch durch mehr als 70 Priester, deren Taten von der katholischen Kirche vertuscht wurden.
• Im Dezember 2002 trat Kardinal Law von seinem Amt in der Erzdiözese Boston zurück und wurde in die Basilica di Santa Maria Maggiore in Rom zurückberufen.
• 249 Priester der Erzdiözese Boston wurden öffentlich des sexuellen Missbrauchs bezichtigt.*
• Bis ins Jahr 2008 waren 1476 Opfer in der Bostoner Umgegend bekannt geworden, die den Missbrauch durch Priester überstanden hatten.*
• Im ganzen Land wurden 6427 Priester wegen sexueller Übergriffe gegen 17.259 Opfer angeklagt.*
• In den Jahren seit der Reportage in Spotlight wurde sexueller Missbrauch durch Priester der katholischen Kirche in 105 amerikanischen Städten und 102 Diözesen weltweit aufgedeckt.*
* Quelle: www.bishop-accountability.org, eine Datenbank, die von Terry McKiernan erstellt wurde.

SPOTLIGHT – DIE SCHAUSPIELER

MARK RUFFALO (Mike Rezendes)
Mark Ruffalo, der ohne große Anstrengung zwischen Theater und Leinwand wechselt und mit anerkannten Regisseuren wie Ang Lee, Martin Scorsese, Michael Mann, Spike Jonze, David Fincher, Fernando Meirelles oder Michael Gondry arbeitet, gehört zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. Seine schauspielerische Leistung in FOXCATCHER („Foxcatcher“, 2014) brachte ihm in der Kategorie Bester Nebendarsteller Nominierungen bei den Academy Awards, den Golden Globe Awards®, den BAFTA und den Screen Actor Guild Awards ein. Der Film wurde bei den Golden Globes® auch in der Kategorie Bester Film/Drama nominiert.

Unlängst stand Ruffalo für den Dreh von NOW YOU SEE ME: THE SECOND ACT („Now You See Me 2“, 2016) vor der Kamera, die Fortsetzung des Erfolgs NOW YOU SEE ME („Die Unfassbaren – Now You See Me“, 2013). Darin hat er wieder seine Rolle des Dylan Rhodes an der Seite von Woody Harrelson, Dave Franco und Jesse Eisenberg sowie den neuen Cast-Mitgliedern Daniel Radcliffe und Lizzy Caplan übernommen. Der Film kommt 2016 in die Lichtspielhäuser.

In AVENGERS: AGE OF ULTRON („Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron“, 2015) war Ruffalo im Frühjahr wieder in der Rolle des Bruce Banner/The Hulk zu sehen. Die Fortsetzung des Blockbusters THE AVENGERS („Marvel’s The Avengers“, 2012) von Joss Whedon brachte auch die anderen Schauspielkollegen Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Chris Evans und Robert Downey Jr. wieder zusammen. Zu seinen jüngeren Filmen zählt auch INFINITELY POLAR BEAR („Infinitely Polar Bear“, 2014) mit Zoë Saldaña, der 2014 auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte.

Für seine Rolle in dem HBO-Film „The Normal Heart“ wurde Ruffalo mit Nominierungen bei den Golden Globes®, den Emmy Awards und den Screen Actor Guild Awards belohnt. Die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks von Larry Kramer inszenierte Ryan Murphy; Julia Roberts und Matt Bomer unterstützten Ruffalo vor der Kamera. Die Produktion erhielt neben einer Golden-Globe®-Nominierung in der Kategorie Beste Miniserie/TV-Movie insgesamt 16 Emmy-Nominierungen, unter anderem als bester Fernsehfilm.

Überdies war er neben Keira Knightley und Hailee Steinfeld mit BEGIN AGAIN („Can A Song Save Your Life?“, 2013) in den Kinos vertreten. Der Film feierte 2013 auf dem Toronto International Film Festival Premiere.

Nominierungen für einen Oscar®, einen Screen Actors Guild Award, einen BAFTA Award und einen Independent Spirit Award erhielt Ruffalo für seine darstellerische Leistung in THE KIDS ARE ALL RIGHT („The Kids Are All Right“, 2010) von Lisa Cholodenko. Für diese Rolle erhielt er zudem den Preis als bester Nebendarsteller des New York Film Critics Circle. Der Film feierte 2010 Premiere beim Sundance Film Festival. 2010 kam auch Mark Ruffalos Regiedebüt SYMPATHY FOR DELICIOUS („Sympathy For Delicious“, 2010) in die Kinos, der im Januar 2010 auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte und den Spezialpreis der Jury gewinnen konnte. In der Geschichte über einen DJ aus Los Angeles, der feststellt, dass er Heilkräfte besitzt, spielten Orlando Bloom, Laura Linney, Juliette Lewis und Ruffalo selbst mit. Überdies zeichnet Ruffalo als Koautor der Produktion THE DESTINY OF MARTY FINE (1996) verantwortlich.

Erste Lobeshymnen der Kritik erhielt Ruffalo im Jahr 2000 für seine schauspielerische Leistung in Kenneth Lonergans YOU CAN COUNT ON ME („You Can Count On Me“, 2000) neben Laura Linney und Matthew Broderick. Der von Martin Scorsese produzierte Film gewann sowohl den Großen Preis der Jury als auch den Waldo Salt Screenwriting Award beim Sundance Film Festival des Jahres 2000.

Zu seinen weiteren Projekten zählen THANKS FOR SHARING („Thanks For Sharing“, 2012), SHUTTER ISLAND („Shutter Island“, 2010), WE DON’T LIVE HERE ANYMORE („We don’t Live Here Anymore“, 2004), ZODIAC („Zodiac – Die Spur des Killers“, 2007), THE BROTHERS BLOOM („The Brothers Bloom“, 2008), COLLATERAL („Collateral“, 2004), 13 GOING ON 30 („30 über Nacht“, 2004), ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND („Vergiss mein nicht!“, 2004), IN THE CUT („In the Cut“, 2003), MARGARET („Margaret“, 2011), BLINDNESS („Die Stadt der Blinden“, 2008), JUST LIKE HEAVEN („Solange du da bist“, 2005), RESERVATION ROAD („Ein einziger Augenblick“, 2007), ALL THE KING’S MEN („Das Spiel der Macht“, 2006), WHAT DOESN’T KILL YOU („What Doesn’t Kill You“, 2008), MY LIFE WITHOUT ME („Mein Leben ohne mich“, 2002), THE LAST CASTLE („Die letzte Festung“, 2001) mit Robert Redford und James Gandolfini, WINDTALKERS („Windtalkers“, 2001), XX/XY („Coles und die Frauen“, 2002), COMMITTED („Committed“, 2000), RIDE WITH THE DEVIL („Ride With the Devil“, 1999), 54 („Studio 54“, 1998), SAFE MEN („Safe Men“, 1997), THE LAST BIG THING (1996), A FISH IN THE BATHTUB (1999) und LIFE/DRAWING (1999).

MICHAEL KEATON (Walter „Robby“ Robinson)
Michael Keaton war der Star des Oscar®-Gewinners von 2015, BIRDMAN OR (THE UNEXPECTED VIRTUE OF IGNORANCE) („Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“, 2014). Seine darstellerische Leistung bescherte ihm großes Lob von der Kritik wie vom Publikum und brachte ihm sowohl eine Oscar®-Nominierung als bester Schauspieler ein sowie den Gewinn eines Golden Globe®, eines Independent Spirit und eines National Board of Review Award. Zahlreiche weitere Preisnominierungen und Ehrungen – darunter der Screen Actors Guild in der Kategorie Bestes Ensemble – pflasterten seinen Weg.

Unlängst drehte er unter der Regie von John Lee Hancock das Biopic THE FOUNDER (2016), in dem er als Ray Kroc, Gründer der Fast-Food-Kette McDonalds, zu sehen sein wird. An seiner Seite spielen Linda Cardellini, Patrick Wilson und Nick Offerman.

Berühmt wurde Keaton in den USA mit der Erfolgskomödie NIGHT SHIFT („Night Shift – Das Leichenhaus flippt völlig aus“, 1982), der sich Rollen in so bekannten Filmen wie MR. MOM („Mr. Mom“, 1983), JOHNNY DANGEROUSLY („Johnny G. – Gangster wider Willen“, 1984) oder THE DREAM TEAM („Das Traum-Team“, 1989) anschlossen.

1998 zeichnete ihn die National Society of Film Critics als besten Schauspieler für seine darstellerische Leistung in CLEAN AND SOBER („Süchtig“, 1988) sowie in Tim Burtons BEETLEJUICE („Lottergeist Beetlejuice“, 1988) aus. Mit Burton sollte er erneut für die Rolle des Titelhelden in den Blockbustern BATMAN („Batman“, 1989) und BATMAN RETURNS („Batmans Rückkehr“, 1992) zusammenarbeiten.

Michael Keaton spielte darüber hinaus auch in dem geschätzten, auf wahren Begebenheiten basierenden HBO-Drama „Live from Baghdad“ mit und wurde dafür mit einer Golden-Globe®-Nominierung belohnt. Der übernatürliche Thriller WHITE NOISE („White Noise – Schreie aus dem Jenseits“, 2004) sowie das Indie-Drama GAME SIX (2005), das 2005 beim Sundance Film Festival Premiere feierte, gehören ebenfalls in seine Filmografie.

Keaton ist Mitglied der Non-Profit-Organisation American Rivers.

RACHEL McADAMS (Sacha Pfeiffer)
Rachel McAdams überzeugte in einer Reihe unterschiedlicher Rollen, mit denen sie sich in Hollywood als eine der gefragtesten und angesehensten Schauspielerinnen etablieren konnte. Unlängst spielte sie eine der Hauptrollen in Staffel zwei von Nic Pizzolattos „True Detective“. An ihrer Seite traten Colin Farrell, Taylor Kitsch und Vince Vaughn auf.

Das Kinopublikum sah sie zuletzt neben Jake Gyllenhaal und Forest Whitaker in Antoine Fuquas Boxerfilm SOUTHPAW („Southpaw“, 2015). Mit Wim Wenders drehte sie neben James Franco, Charlotte Gainsbourg und Robert Naylor EVERY THING WILL BE FINE („Every Thing Will Be Fine“, 2015). Das Drama feierte auf der Berlinale 2015 seine Premiere.

Ebenfalls zu ihren aktuellen Filmen gehört Cameron Crowes romantische Komödie ALOHA („Aloha: Die Chance auf Glück“, 2015) mit Bradley Cooper und Emma Stone.

Zuvor war McAdams in Woody Allens MIDNIGHT IN PARIS („Midnight in Paris“, 2011) in den Kinos vertreten und wurde dafür als Teil des Ensembles neben den Kollegen Owen Wilson, Kathy Bates, Adrien Brody, Marion Cotillard, Carla Bruni und Corey Stoll mit einer SAG-Nominierung in der Kategorie Outstanding Performance By a Cast honoriert. Der Film wurde überdies bei den Golden Globes® in den Kategorien Bester Film/Musical or Comedy, Beste Regie, Bester Schauspieler und Bestes Drehbuch vorgeschlagen. Im gleichen Jahr spielte McAdams wieder die Rolle der Irene Adler in SHERLOCK HOLMES: A GAME OF SHADOWS („Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“, 2011) an der Seite von Robert Downey Jr.

Zu ihrer Filmografie gehören ferner Anton Corbijns A MOST WANTED MAN („A Most Wanted Man“, 2014) mit Philip Seymour Hoffman, Robin Wright und Willem Dafoe, Michael Sucsys THE VOW („Für immer Liebe“, 2012) mit Channing Tatum, Richard Curtis’ ABOUT TIME („Alles eine Frage der Zeit“, 2013) mit Domhnall Gleeson und Bill Nighy, Terrence Malicks TO THE WONDER („To the Wonder“, 2012) mit Ben Affleck und Olga Kurylenko, Brian De Palmas PASSION („Passion“, 2012) mit Noomi Rapace, Roger Michells MORNING GLORY („Morning Glory“, 2010) mit Diane Keaton und Harrison Ford, Guy Ritchies SHERLOCK HOLMES („Sherlock Holmes“, 2009) mit Robert Downey Jr., THE TIME TRAVELER’S WIFE („Die Frau des Zeitreisenden“, 2009) mit Eric Bana, THE FAMILY STONE („Die Familie Stone – Verloben verboten!“, 2005) mit Diane Keaton und Sarah Jessica Parker, Wes Cravens RED EYE („Red Eye“, 2005) mit Cillian Murphy, THE WEDDING CRASHERS („Die Hochzeits-Crasher“, 2005) mit Owen Wilson, Vince Vaughn und Christopher Walken, Nick Cassavetes’ THE NOTEBOOK („Wie ein einziger Tag“, 2004) mit Ryan Gosling sowie MEAN GIRLS („Girls Club – Vorsicht bissig!“, 2004) mit Tina Fey und Lindsay Lohan.

2005 wurde Rachel McAdams im Rahmen der ShoWest in Las Vegas mit dem Supporting Actress of the Year Award sowie als Breakthrough Actress of the Year bei den Hollywood Film Awards geehrt. 2009 zeichnete die ShoWest sie als Female Star of the Year aus.
McAdams stammt aus einer Kleinstadt außerhalb von London im kanadischen Ontario. Als Jugendliche stets vom Theaterspielen begleitet, schloss sie schließlich ihr Schauspielstudium mit Auszeichnung an der York University ab.

LIEV SCHREIBER (Marty Baron)
Liev Schreiber kann auf ein imposantes Repertoire, geprägt von resonanten, humanistischen und düsteren Rollen, zurückgreifen, die ihm viel Lob in Film, Theater und Fernsehen einbrachten. An der Seite von Jon Voight spielt er den Titelhelden in der von der Kritik hochgelobten Showtime-Serie „Ray Donovan“. Schreibers fesselnde darstellerische Leistung brachte ihm bereits zwei Golden-Globe®-Nominierungen als bester Schauspieler ein.

Das Kinopublikum darf sich bald auf seinen Auftritt an der Seite von Tobey Maguire in Ed Zwicks PAWN SACRIFICE („Bauernopfer – Spiel der Könige“, 2014) freuen. Zudem wird Schreiber neben Jaden Smith in THE GOOD LORD BIRD (2016) mitspielen, der Verfilmung des gleichnamigen, 2013 mit dem National Book Award ausgezeichneten Romans von James McBride. Schreiber steigt bei dem Projekt neben James McBride und Brian Taylor auch als Produzent mit ein.

Unlängst stand er für THE 5TH WAVE („Die 5. Welle“, 2016) vor der Kamera. Die Verfilmung von Rick Yanceys gleichnamigem Science-Fiction-Roman wurde von J Blakeson in Szene gesetzt, unter anderem mit Chloë Grace Moretz.

Zu Liev Schreibers bisherigen Filmarbeiten zählen: LEE DANIELS’ THE BUTLER („Der Butler“, 2013), CLEAR HISTORY („Clear History: Verlauf löschen“, 2013), FADING GIGOLO („Pötzlich Gigolo“, 2013), THE RELUCTANT FUNDAMENTALIST („The Reluctant Fundamentalist – Tage des Zorns“, 2012), SALT („Salt“, 2010), X-MEN ORIGINS: WOLVERINE („X-Men Origins: Wolverine“, 2009), DEFIANCE („Unbeugsam“, 2008), REPO MEN („Repo Men“, 2010), THE PAINTED VEIL („Der bunte Schleier“, 2006), THE MANCHURIAN CANDIDATE („Der Manchurian Kandidat“, 2004), THE SUM OF ALL FEARS („Der Anschlag“, 2002), TAKING WOODSTOCK („Taking Woodstock“, 2009), KATE & LEOPOLD („Kate & Leopold“, 2001), GOON („Goon – Kein Film für Pussies“, 2011), EVERY DAY („Every Day“, 2011), HAMLET („Hamlet“, 2000), SPRING FORWARD (1999), THE HURRICANE („Hurricane“, 1999), A WALK ON THE MOON (1999), THE DAYTRIPPERS („Seitensprung in Manhattan“, 1996), MIXED NUTS („Lifesavers – Die Lebensretter“, 1994) sowie Wes Cravens SCREAM-Trilogie.