Sonic the Hedgehog 2

Sonic the Hedgehog 2 (2022), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Animation / Komödie / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Sonic the Hedgehog 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Der beliebteste blaue Igel der Welt (gesprochen von Julien Bam) ist zurück und erlebt in SONIC THE HEDGEHOG 2 ein neues großartiges Abenteuer: Nachdem sich Sonic in Green Hills niedergelassen hat, will er beweisen, dass er das Zeug zum echten Helden hat. Die Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten, als er von seinem Erzfeind Dr. Robotnik und dessen neuem Partner Knuckles herausgefordert und auf die ultimative Probe gestellt wird. Das Bösewicht-Duo ist auf der Suche nach einem rätselhaften Smaragd, der die Macht hat, ganze Zivilisationen zu zerstören. Wie gut, dass auch der energetischste Igel der Welt Verstärkung bekommt und fortan Kumpel Tails an seiner Seite hat. Gemeinsam begeben sie sich auf eine actiongeladene Reise rund um den Globus, um den geheimnisvollen Edelstein zu finden, bevor er in die falschen Hände gerät.

James Marsden, Jim Carrey und Tika Sumpter | mehr Cast & Crew


Sonic the Hedgehog 2 - Trailer




Filmkritik Sonic the Hedgehog 2

Filmwertung: | 4/10


Familienfilme laufen in Deutschland fast immer sehr gut und können oft genug nicht nur die Kinder glücklich machen. Spielverfilmungen sind ähnlich, sie treffen jedoch nicht auf so viel Zuspruch und spülen zwar viel Geld in die Kassen, werden anschließend aber von vielen Kinogängern runtergemacht. Doch was passiert, wenn das Beides zusammentrifft? Auf diese Frage gab es schon viele Beispiele als Antwort, aber eins der Größten war im Jahre 2020 definitiv der Film "Sonic". Mit den Worten "Man bekommt Lust auf einen zweiten Teil und der Film ist wirklich nicht schlecht, leider für Erwachsene aber auch nicht so wirklich gut. Kinder wird er zufrieden stellen und glücklich machen, aber bei jedem über 10 oder 11 Jahre wird das bedauerlicherweise schwieriger." wurde damals die Kritik zum ersten Projekt beendet und genau auf dem gleichen Level ist nun diese erste Fortsetzung. Eine faire Entscheidung, denn so ist es wieder ein Werk von Fans für Fans und man weiß sofort, was man von diesem Film bekommt.

Die erste Stärke sind Sonic als Igel und die beiden neuen Füchse, die hier im Mittelpunkt stehen. Sie sind zwar bestimmt nicht so wie sie sich die Gamer beim Spielen gewünscht haben, doch sie sind tolle Filmfiguren und wenn man sie als solche betrachtet funktioniert es sehr gut. Sie sind wirklich süß inszeniert, ihre Animationen sind großartig, sie haben gute Synchronsprecher und eine ebenso perfekte Chemie. Man weiß natürlich, dass sie fiktiv sind und sich nicht tatsächlich an den ganzen Orten aufgehalten haben, wo sie hier gezeigt werden, doch es fällt leicht es so hinzunehmen. Ebenfalls ist der Humor, besonders für Kinder, sehr gelungen. Im Saal saßen zwei, die haben sich den kompletten Film lang kaputt gelacht und eine richtig schöne Zeit gehabt, etwas was auch sicherlich ganz viele andere Kinder haben werden. Für Erwachsene hat er aber nun noch weniger zu bieten als der erste Teil und da was es schon kritisch. Viele der ikonischsten und besten Witze gingen damals noch von Jim Carrey aus. Dieser hatte zwar eine sehr auf- und abgedrehte Art, doch es wurde noch dosierter eingesetzt, weil man nicht genau wusste, wie weit man damit gehen konnte. Da es aber auf Begeisterung gestoßen ist, hat er nun alle Freiheiten, dreht vollkommen ab und gibt 110 %, was definitiv zu viel gewesen ist. Er ist so nämlich einfach nur noch krampfhaft lustig und zugleich unaushaltbar.

So schlimm, dass es kein Wunder wäre, wenn er dafür eine goldene Himbeere bekommen würde. Doch auch sonst waren alle Menschen sehr austauschbar, eindimensional und leider ziemlich nervig. Nur Sonics Eltern sind definitiv besser geraten. Da spürt man eine gewisse Liebe ihrem Sohn gegenüber und dass die Darsteller mehr wollten. Im Film wird darüber hinaus eine Hochzeit aufgebaut, die mit der Handlung absolut nichts zu tun hatte und auf die man auch gut hätte verzichten können, denn dadurch zieht sich der Film nur noch mehr in die Länge und dadurch, dass man es schwer hat sowohl zur Braut, als auch zum Bräutigam einen Draht aufzubauen, freut man sich für die beiden Parteien auch überhaupt nicht. Diese beiden sind neben Jim Carrey nämlich die katastrophalsten Figuren. Zum Glück gibt es hier aber die dreifache Ausführung der bekannten Tiere, diese heben den Film so an, dass es ausgeglichen und die Schwächen ausgewogen werden. Dadurch ist er aber noch lange nicht gut.

Fazit:
Sonic the Hedgehog 2 ist also auf dem selben Level wie sein Vorgänger, was fair ist. Ich mag diese fiktiven Tiere, doch kann genauso wenig damit anfangen wie mit seinem Vorgänger, auch wenn ich ihm eine faire Chance gegeben habe mich zu überraschen. Die Fans werden die ganzen Schwächen aber nicht stören und sie werden auch ihren Carrey so nehmen können wie er sich hier gibt und Teil 3 wird sicherlich kommen und auch da gehe ich wieder nüchtern dran.
by Peter Brauer

Bilder © Paramount Pictures Germany


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