Smaragdgrün

Smaragdgrün (2016), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Smaragdgrün Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Gwendolyn (Maria Ehrich) ist am Boden zerstört. War Gideons (Jannis Niewöhner) Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain (Peter Simonischek), in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwens Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann...

Maria Ehrich, Jannis Niewöhner und Johannes von Matuschka | mehr Cast & Crew


Smaragdgrün - Trailer




DVD und Blu-ray | Smaragdgrün

Blu-ray
Smaragdgrün Smaragdgrün
Blu-ray Start:
08.12.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.
DVD
Smaragdgrün Smaragdgrün
DVD Start:
08.12.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

Filmkritik Smaragdgrün

Filmwertung: | 6/10


Kerstin Giers Edelstein-Trilogie – Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün – verkaufte sich weltweit mehr als drei Millionen mal. Nachdem Katharina Schöde und Felix Fuchssteiner bereits 2012 und 2014 die ersten zwei Romane für die Kinoleinwand adaptierten, beenden sie nun die Trilogie mit dem finalen Teil. Von Fans der Buchreihe sehnsüchtig erwartet, klären sich im Finale alle Geheimnisse der Familien Shepard und de Villiers. Smaragdgrün SzenenbildDie bereits bekannten Figuren der zwei vorangegangenen Filme werden erneut auf der Leinwand vereint. Es fällt jedoch schnell auf, dass sich Gwendolyns Familie enorm verkleinert hat. Lediglich Tante Maddy und Cousine Charlotte treten noch in Erscheinung, während die übrigen Familienmitglieder wortlos ausgespart wurden. Nur in der fernen Vergangenheit trifft die Hauptfigur erneut auf James und Lucy, die mit einem brisanten Geheimnis aufwarten. Auch auf Seiten der de Villiers kam es zu einer sichtlichen Familien-Verkleinerung. Gideons Onkel ist nicht mehr weiter von Belang. Fortan verkündet Mr. Whitman die Anweisungen der Loge, wodurch sein Charakter minimal mehr Tiefe, als in den Vorfilmen, erlangt. Die Fans der Buchreihe erkennen ebenso schnell, dass auch einige wichtige Nebenhandlungsstränge dem Film zum Opfer gefallen sind. Wichtige Details aus den Büchern fehlen im Film vollends oder wurden zur banalen Nebensächlichkeit degradiert. Der Film spiegelt als nicht die Roman-Geschichte im Detail wieder, sondern orientiert sich nur lose an der Buchvorlage. Katharina Schöde und Felix Fuchssteiner haben sich beim Drehbuchschreiben die kreative Freiheit genommen einige dramaturgische Kniffe neu zu interpretieren und umzudeuten. Auch der Look hält einige Überraschungen bereit und distanziert sich somit von Teil eins und zwei. Wenn Gwendolyn in einem hautengen Anzug zur Rettung Gideons eilt, erinnert dies an die „Tribute von Panem“, was nicht zur restlichen Handlung passen mag. Und auch das Vorhaben des Grafen, die Weltherrschaft an sich zu reißen, wirkt wie eine billige Idee aus einem „James Bond“-Film, womit die Handlung völlig überladen wirkt. Die Betrachtung der internationalen Krise, die vor allem die Banken betrifft, ist zwar gerade aktueller den je, erscheint aber auf weiter Ferne betrachtet leider ebenfalls unpassend. Die wilde Landschaft Schottlands hingegen versöhnt den Zuschauer mit schönen Aufnahmen, die der Geschichte etwas mehr Bodenständigkeit verleihen.

Die einstige Romantik zwischen den Hauptfiguren, denen eine gemeinsame Zukunft wie Romeo und Julia nicht vergönnt zu sein scheint, verliert sich zusehends. Dafür fügen sich Thriller-Elemente und Verweise auf Superhelden-Filme in die Geschichte ein. Obwohl die Sets erhalten geblieben sind, ändert sich beim finalen Film der Reihe nicht nur das Tempo, sondern auch die Atmosphäre. Das Zuhause von Gwendolyn dient nur noch als Schlafplatz, der keinerlei Sicherheit mehr bietet. Smaragdgrün SzenenbildUnd auch das Gebäude der Loge wirkt wie ein Gefängnis, in dem Korruption und Gier beheimatet sind. Das Heim von Lucy und James hingegen dient nun als gemütlicher Ruhepool, der weit entfernt von London als neues Heim der Familie etabliert wird. Eine Neuinterpretation erlebt auch Cousine Charlotte, akzentuiert gespielt von Laura Berlin, die sich dieses Mal vom zickigen Teeny zur unerwarteten Kämpferin mausern darf. Während Katharina Thalbach mit ihrer überdrehten Art erneut sehr überzogen als Tante Maddy in Erscheinung tritt, kann der CGI-animierte Wasserspeicher Xemerius dem Film noch einen niedlichen Aspekt verleihen.
Zu bemängeln sind zudem die offensichtlichen Logiklöcher, die sich bei dem Versuch einer erklärenden Familienchronik ergeben. Vor allen die buchunkundigen Kinobesucher dürften hierbei Probleme haben, während sich die Fans der Reihe einiges selbst ausmalen können.


Fazit:
„Smaragdgrün“ ist der finale Teil, der auf der „Edelstein-Trilogie“ basierenden Filmreihe. Die ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte vereint fantastische Elemente mit teils unpassenden Thriller-Aspekten, wodurch der Charme der Bücher verloren geht.
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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH