Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Smallfoot (2018), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Abenteuer / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

SMALLFOOT, das animierte Abenteuer für die ganze Familie stellt eine Legende auf den Kopf: Ein aufgeweckter junger Yeti entdeckt etwas, das es angeblich gar nicht gibt – einen Menschen. Die Neuigkeit von diesem „Smallfoot“ löst in der einfachen Gemeinschaft der Yeti enorme Unruhe darüber aus, was es denn sonst noch in der großen Welt jenseits ihres verschneiten Dorfes gibt. Und das ist erst der Beginn einer ganz neuen, nie dagewesenen Geschichte über Freundschaft, Mut und Entdeckerfreude.



Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer - Trailer




Filmkritik Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Filmwertung: | 7/10


Seit dutzenden von Jahren streiten sich die Leute über Bigfootexistenz und haben dazu viele verschiedene Meinungen. Die einen schwören darauf, die anderen halten es für absoluten Humbug. Doch was wäre, wenn es nicht nur uns Menschen so gehen würde? Was wäre, wenn vielleicht auch die Bigfoots das Gleiche über uns denken würden?... Ich gebe zu, diese Frage hat sich wohl keiner so wirklich gestellt. Trotzdem bekommt sie mit diesem Film eine sehr schöne Antwort serviert. “Smallfoot” erzählt die Geschichte von Migo, einem Bigfoot der in seinem Stamm nicht wirklich auffällt. Die Aufgabe seines Vaters ist es jeden Morgen den Gong zu hauen und das Dorf aufzuwecken und auch Migo soll diesen Job eines Tages übernehmen. Jedoch stellt sich dieser direkt beim ersten Tag doof an, schafft es nicht und verfehlt den Gong. Stattdessen macht er die Bekanntschaft mit Percy, einem Smallfoot. Er eilt zurück ins Dorf um das zu verkünden, doch keiner glaubt ihm. Stattdessen verbannen sie ihn und Migo muss alles dafür tun um zu beweisen, dass es die Smallfoots wirklich gibt.

Migo (Channing Tatum ) in Smallfoot
Migo (Channing Tatum ) in Smallfoot © Warner Bros.
Dieser Familienfilm aus dem Hause Warner, die in den letzten Jahren vorallem durch die LEGO Filme (“The LEGO Movie”/ “The LEGO Batman Movie” oder auch “The LEGO Ninjago Movie”) für Aufsehen sorgten, hatte 3 - in meinen Augen - furchtbare Trailer und ich hätte nicht gedacht, dass der fertige Film etwas können würde, doch ich wurde sehr überrascht. Er übertrifft seine Trailer bei weitem und ist ein Film, dem man als Familie unbedingt eine Chance geben sollte. Seine vielen Lieder errinnern sogar sehr an die Produkte aus dem Hause Disney. Manche von ihnen sind sehr berührend, andere lassen dich Gänsehaut spüren und wieder andere machen einfach nur Spaß, doch alle sind auch eingedeutscht noch gut. Ebenso hat der Film, neben seiner orginal Besetzung von Channing Tatum (Kingsman - The golden Circle), James Corden (Peter Hase) und Zendaya (The greatest Showman), auch im Deutschen passende Sprecher parat. Während Kostja Ulmann als Migo und Aylin Tezel als Tochter des Dorfweissagers bereits in Animationsfilmen ihre Stimmen beweisen konnten, hat der Film mit dem Stand-Up Komiker Chris Tall und dem Youtuber Robert Hofmann zwei frische Stimmen an Bord, die beide einen wirklich guten Job machen. Doch auch seine Geschichte kann man diesem Film zu gute schreiben. Diese ist zwar ansich nichts besonderes und auch nicht besonders stark wenn man sie nur oberflächlich betrachtet. Doch ihm Kern wird eine Geschichte erzählt, die in der heutigen Zeit sehr aktuell ist und wo es gut ist, den Kindern das Thema so zu vermitteln. Denn sowohl die Bigfoots als auch die Smallfoots haben viele Vorurteile gegenüber den anderen und viele verschiedene Meinungen was ein Zusammenleben betrifft und genau das ist auch heutzutage bei der Flüchtlingssituation/-debatte so. Manche können es sich nicht vorstellen und haben Angst aufgrund Vorurteile, doch es gibt auch viele die das gut finden andere zu unterstützen und die Kulturen anderer kennen zu lernen und genauso ist es auch in diesem Film.

Migo (Channing Tatum ) und Percy (James Corden) in Smallfoot
Migo (Channing Tatum ) und Percy (James Corden) in Smallfoot © Warner Bros.
Das Beste an “Smallfoot” ist also, dass er so viel mehr kann als es den Anschein macht. Nicht nur Kindern wird er gefallen, sondern auch so mancher Erwachsene wird hier wohl Punkte finden, die ihn begeistern werden. Er geht mit einem ernsten Thema liebevoll um und präsentiert es auf eine sehr schöne Art und Weise. Die deutschen Sprecher haben mir persönlich wirklich gut gefallen und die Lieder sind mir auch Tage später nicht mehr so ganz aus dem Kopf gegangen.

Szene aus Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer
Szene aus Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer © Warner Bros.
Doch auch dieser Film hat seine Schwächen. Es braucht etwas um mit den Figuren warm zu werden und um in diesen, doch sehr schnell geschnittenen Film, herein zu kommen. Er ist leider nicht wirklich lustig und selbst die enorme Anzahl an Kindern in der Pressevorführung waren überraschend still. Die besten Witze wurden hier einfach schon im Trailer verbraucht und die Geschichte ist, wenn man sie wie gesagt nur oberflächlich betrachtet, einfach zu wenig um einen 110 Minütigen Film zu füllen.


Fazit:
“Smallfoot” ist ein Film den man sich als Familie nicht entgehen lassen sollte. Er kann wirklich so viel mehr als es den Anschein macht und hier auch mit seiner liebevollen Umsetzung punkten. Allerdings funktionieren die Witze hier nicht und wurden einfach alle schon im Trailer verbraucht. Wenn man man aber nicht nur zwingend auf Witze aus ist, dann kann dieser Film wirklich überzeugen.
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Bilder © Warner Bros.