Sisters

Sisters (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Sisters Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Maura (Amy Poehler) und Jane (Tina Fey) - zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide werden von den Eltern nach Hause beordert, um vor dem anstehenden Verkauf ihr Jugendzimmer zu entrümpeln. In der Hoffnung, noch einmal ihre Glanzzeit aufleben zu lassen, geben sie eine letzte Party für ihre High School Klassenkameraden, die sich als hemmungslose Party entpuppt, die eine Gruppe im Alltagstrott gefangener Erwachsener dringend nötig hat...

Tina Fey, Amy Poehler und Maya Rudolph | mehr Cast & Crew


Sisters - Trailer


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DVD und Blu-ray | Sisters

Blu-ray
Sisters (Extended Version) Sisters (Extended Version)
Blu-ray Start:
23.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Sisters Sisters
DVD Start:
23.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

Filmkritik Sisters

Filmwertung: | 6/10


Seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Man muss nehmen, was kommt. Und so passiert es schon einmal, dass manche Eltern mit zwei Töchtern gesegnet sind, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Schwestern Maura (Amy Poehler) und Kate (Tina Fey) unterscheiden sich nicht nur rein äußerlich, sondern auch charakterlich. Sisters SzenenbildKate ist völlig überdreht und schlittert völlig planlos durchs Leben, sehr zum Leidwesen ihrer Tochter. Maura hingegen plant nicht nur akribisch jedes noch so kleine Detail ihres eigen Lebens, sondern organisiert auch obendrein die Aktivitäten ihrer genervten Eltern Deana (Dianne Wiest – „Ich bin Sam“) und Bucky (James Brolin). Immer wieder kommt es in der Familie zu Auseinandersetzungen und Streit, bei dem die eine Schwester ordentlich austeilt, während die andere fleißig einsteckt. Doch als ihre Eltern das Haus der Familie verkaufen wollen, ziehen Maura und Kate an einem Strang. Sie wollen die neuen Mieter verkraulen.

Nach einer seichten Einführung der Figuren und einen kleinen Ritt in die Vergangenheit, nimmt der Film an Fahrt auf. Nachdem Maura erkennt, wie fade ihre Teenagerzeit war, lässt sie sich von Kate zu einer Party überreden. Schnell sind die alten Schulfreunde über soziale Netzwerke ausfindig gemacht und eingeladen. Zudem tauschen die Schwestern ihre Positionen, sodass sich Maura das erste Mal in ihrem Leben mächtig austoben darf, während Kate den Überblick behalten soll. Dass daraus resultierende Chaos wird zur Bewährungsprobe der ganzen Familie.

Ulknudel Amy Poehler (TV-Serie „Parks and Recreation“) und Tina Fey (TV-Serie „30 Rock“) sind für ihr charmantes und gleichzeitig durchgedrehtes Schauspiel bekannt. Als unterschiedliches Schwestern-Paar harmonieren sie perfekt und sorgen für ausreichend Konfliktmaterial. Regisseur Jason Moore setzt auf die Darstellerinnen, um seiner ausgelassenen Komödie „Sister” Leben einzuhauchen. Wie schon bei „Pitch Perfect“ darf man bei Moores Film nicht allzu zimperlich sein. Denn die Sprüche sind derbe, die Kostüme extrem freizügig und die Sexszenen zweideutig. Sisters SzenenbildAuch zum Fremdschämen finden sich Momente, in den sich Maya Rudolph („Kindsköpfe 2“) und John Leguziamo („John Wick“) als ehemalige Klassenkameraden ordentlich peinlich machen dürfen. Was man eigentlich nur aus Teenykomödien kennt, schaffen nun die Darsteller um die 40 ebenso galant. Im Nullkommanichts ist das Haus verwüstet, die Partygäste abgefüllt und der Garten ruiniert. Drogen und Alkohol im Übermaß sorgen für herrlich überzogene Szenen, bei denen der Ernst bewusst außer Acht gelassen wird. Sprüche unterhalb der Gürtellinie gehören ebenso dazu, wie Kotzszenen und Sexunfälle. Zu Lachen gibt es einiges. Zwischendurch darf aber auch immer wieder der Kopf geschüttelt werden. Denn bei soviel Klamauk auf einmal bleiben auch arg überspitze Momente nicht aus, die Moore lieber für sich behalten hätte. Doch gerade die Eskalation der Partygemeinde über 40 macht Spaß. Dennoch ist der Verlauf des Abends von vorn herein klar. Große Überraschungen liefert Moore mit „Sisters“ nicht. Wie zu erwarten kommt es zum Zerwürfnis der Familie, die nur allmählich wieder zueinander findet. Das Ende ist erwartungsgemäß ruhig und versöhnt den Zuschauer mit herzlichen Szenen, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass Blut dicker ist als Wasser.


Fazit:
„Sisters“ ist eine amüsante und teils ausufernde Partykomödie, in der zwei Schwestern jenseits der 40, noch einmal ordentlich aufdrehen. Den ganz großen Knaller landet „Pitch Perfect“- Regisseur Jason Moore mit seiner Komödie nicht. Wer jedoch 118 Minuten ausgelassene Unterhaltung sucht, liegt mit diesem Titel richtig.
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Bilder © Universal Pictures Intl.